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Steffen Jürgens im Interview: „Die Schlagerbranche ist von Neid und Eifersucht geprägt – Ehrlichkeit ist gestorben“

Die Abrechnung

Dieses SchlagerPlanet-Interview wird in der Schlager-Branche ganz sicher heiß diskutiert. Sänger, Texter, Komponist und Produzent Steffen Jürgens rechnet ab, mit den Lügen, dem Neid und der Eifersucht im aktuellen Schlagergeschäft. Wer mitreden will, muss dieses Interview vielleicht sogar zweimal sehen…

Steffen Jürgens in Wahrheit & Wahnsinn
Steffen Jürgens spricht Klartext und ärgert sich über manche in der Schlager-Branche.

Dieses Interview hat Biss und wird einigen in der Schlager-Branche ganz sicher nicht gefallen! Sänger Steffen Jürgens („Echt“), den viele Brancheninsider auch als Texter, Komponisten und Produzenten kennen, rechnet im Interview mit SchlagerPlanet mit seiner Branche ab.

Es wird heute zu viel gelogen, viele Künstler und die Macher dahinter sind von Neid und Eifersucht zerfressen. „Der Zusammenhalt ist nicht mehr da. Einer gönnt dem anderen nicht das Schwarze unter dem Fingernagel. Wenn mal einer einen coolen neuen Schlager hat, dann kann man schon in den Social Media Kommentaren lesen, dass sie mit Neid und Eifersucht geschrieben wurden“, sagt Steffen Jürgens in unserer beliebten Interview-Serie „Wahrheit & Wahnsinn“ am Mikrofon von Gabi Breuer-Konze.

Es gibt zu viele Schlager-Arbeiter

Der in Greifswald geborene Künstler erinnert sich gern an die alten Zeiten mit Chris Roberts, Costa Cordalis und Jürgen Drews. Damals hat man nach Konzerten noch zusammen gesessen und gemeinsam Spaß gehabt. Keiner war auf den anderen so neidisch wie heute. Und er hat leider Recht. Wer heute einmal hinter die Bühne bei einen der zahlreichen „viele Künstler zum kleinen Preis“ - Konzerten dabei sein darf, erlebt echte Schlagerarbeiter: Kommen - Singen - Abflug ist das Motto. Mancher Schlagersänger läßt sich bereits die Auftrittszeit inklusive aller Zugaben im Vertrag reinschreiben. Fehlt also nur noch eine Stechuhr am Bühneneingang…

Früher ist Steffen Jürgens unter dem Künstlernamen „Bernd Berger“ aufgetreten. Aber eines hat der 51-jährige Sänger, der heute in der Nähe von Nürnberg lebt, dann doch gelernt. Wer wirklich authentisch sein will, muss das was er singt auch leben. „Gefährlich Ehrlich“ heißt eines seiner Alben und das aktuelle „Echt“. Und dafür steht Steffen Jürgens ein. Er muss und will sich nicht mehr verbiegen und emotionale „Glückskeks-Texte“ singen.

Lügen & Fakes – die Fans spüren das

„Geh’ zum Teufel mit den Lügen“, heißt es in seinem neuen Song. Und er sagt uns, dass in der Branche heute leider viel zu viel gelogen wird, hinter und vor den Kulissen. Die Fans merken sich dass und einige aktuelle Künstler bekommen das ja auch im Moment zu spüren.

Eine Frage geht dem Sänger dann besonders an die Nieren. Er gesteht sich einen Fehler mit seiner Tochter ein, entschuldigt sich hier öffentlich und möchte das jetzt irgendwann reparieren. Steffen Jürgens - einfach menschlich, offen und ehrlich.

Er flippt gerne mal aus und tanzt, obwohl er das gar nicht kann. Aber seine Mutter hat ihm empfohlen, das Kind im Manne zu bewahren.

Warum er gerne einen Dinosaurier als Haustier hätte, was da leider nicht mit NENA gelaufen ist, und dass im April 2020 ein Album und eine Autogrammstunden-Tour anstehen, erzählt er im sehenswerten SchlagerPlanet-Interview.

Zum Schluss richtet er sich mit seinem Lebensmotto noch einmal an die Branche: „Wer meint etwas zu sein, hat aufgehört etwas zu werden…“

Steffen Jürgens/youtube
Starmaker
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