Exklusiv

Ben Zucker, Kerstin Ott, Andreas Gabalier – die neue Ehrlichkeit siegt im Schlager!

Trend: „The Normal One“

Ehrlich währt am längsten. Das gilt auch im Schlager. Die Fans wollen keine erfundenen Fake-Geschichten mehr. Unehrliche Künstler, die etwas verschleiern bekommen das jetzt dreifach zurück. Aber noch ist dieser Trend zu Echtheit, realer Welt und „Normal One“-Stars nicht überall in der Branche angekommen.

Ben Zucker, Kerstin Ott, Andreas Gabalier
Ben Zucker, Kerstin Ott, Andreas Gabalier stehen für die neue Ehrlichkeit und singen Schlager mit Botschaft.

Perfekt-unperfekt, ehrlich, bodenständig, offen - so wünschen sich Fans inzwischen ihre Stars. Das Modewort dafür heißt: AUTHENTISCH. Wir wissen nicht ob Liverpool-Trainer und Championsleague-Sieger Jürgen Klopp oder Grünen-Chef Robert Habek große Schlagerfreunde sind. Wohl eher nicht, aber sie hätten auch im aktuellen Schlagergeschäft als Sänger große Chancen auf Erfolg. Denn sie sind das, was sich alle im Moment so sehr erhoffen: The Normal One!

Ganz normale, ehrliche Typen, die offen sagen was Sache ist, auch wenn sie damit mal anecken, sind im Sport, in der Politik und ja, selbst im Schlager angesagt wie nie. Über eine lange Zeit war der Schlager auch das Bild einer heilen, schönen Welt. Sehnsucht nach der einen großen Liebe, nach dem Ideal, dem vollkommenen Glück. Aber mit der musikalischen Annäherung des Schlagers an das erfolgreiche Pop-Genre hat sich das nun auch inhaltlich geändert. Ehrlichkeit und Glaubwürdigkeit sind angesagt!

Perfekt-unperfekt & hautnah bei den Fans

Santiano und Andreas Gabalier singen MTV-Unplugged, hautnah bei den Fans. Und wir hoffen mal stark, dass auch eine Helene Fischer ihren Fans nach der Erholungspause irgendwann so ein Unplugged Konzert offenbart…

Im Schlager steht die die Rückbesinnung auf das Wesentliche an. Das persönliche Erlebnis mit den Fans. Die Sänger und Sängerinnen, wie DJ Ötzi, Kerstin Ott oder Beatrice Egli, steigen immer öfter von der Bühne herab und nehmen, mit großem Stress des Security-Personals, ein Bad in der Menge. „Ich bin eine/r von euch!“ ist diese Botschaft! In einer Zeit, wo inzwischen jeder Dackelzüchterverein einen # (oder Hashtag) besitzt, hat dieser Trend zu „tausenden Hashtags unter meinen Post“ inzwischen ausgedient, wie der „Tomatentest“ von Dr. Best in der 90er Werbung.

Mal ehrlich, nicht erst seit dem „Peinlich-Playback-Auftritt“ von Christian Anders im ZDF Fernsehgarten wird über das Thema „Warum singen in den Schlager-Shows die Stars immer nur Vollplayback“ seit langem in den Medien offen diskutiert. Immerhin haben die Künstler seit einiger Zeit jetzt ein Mikrofon in der Hand…

Andrea Kiewel
In der Live-Kritik: u.a. Andrea Kiewel und ihr ZDF-Fernsehgarten.

Auch aktuell in der x-ten RTL-Dating Show „Schlager sucht Liebe“ fällt es jedem Fan von Tim Toupet („So ein schöner Tag“) sofort auf, das die Herzensdame Carina, der er angeblich zum ersten Mal begegnet, schon in einigen seiner Party-Videos mitgespielt hat.

Die Fans sind genervt von Künstlern, die nur noch ihr Produkt in den Vordergrund schieben. Nur noch Werbebotschaften im „Marketingdeutsch“ raushauen. Besonders nervig sind auch für uns Redaktionen, die wöchentlichen Pressemitteilungen von Labels, Managern und Künstlern. In denen wird schon vorab der neue „Hit“, bzw. „Sommerhit“ angekündigt, ohne dass auch nur ein Fan den Song bereits gehört hat und sich so sein eigenes „Hit-Urteil“ bilden kann. Und schließlich sind es doch wir Fans, die über den Erfolg eines Schlagers entscheiden.

Hier ist der neue Sommer-Hit. Ja wo denn?

Es gibt inzwischen hunderte Charts für alle möglichen Schlagerrichtungen und alle medialen Verbreitungsformen. Aber keiner sagt offen, welche realen Zahlen denn hinter den „vielzitierten“ Chartpositionen stecken. Selbst die vom großen Marktforschungsinstitut GFK, die man wohl als die „offiziellen“ Charts bezeichnen kann, machen das nicht. Warum sagt man nicht offen und ehrlich, wieviele verkaufte Alben zu einer Top-Positionierung in den Charts ausreichen. Wird hier für uns Fans etwas verschleiert? In anderen Ländern, wie beispielsweise den USA, wird sowas doch auch ganz offen für alle kommuniziert!

SchlagerPlanet hat hier einmal „ganz subjektiv“ unsere aktuelle „Normal One“ -Liste der neuen Ehrlichkeit im Schlager zusammen gestellt:

Kerstin Ott

Sie lebt und singt ihre Lebensbiographie! Vom Underdog zum Schlager-Superstar. Dafür muss man nicht singen wie die Opern-Diva Montserrat Caballé. Aber das behauptet sie ja auch gar nicht.

Ben Zucker

Ne ehrliche Haut, mit dem man abends gerne in der Eckkneipe oder beim Cornern eine Flasche Bier trinken möchte. Singt auch von der Liebe, aber in einer jungen Sprache, die den Zeitgeist trifft.

Andreas Gabalier

Der Mann hat eine Meinung! Und das kommt an. Tausende feiern ihn im Moment bei seiner Stadion-Tour. Der Mann ist ein einfach „Schlager-Arbeiter“, ganz im Stil der großen US-Countrysänger. Er sollte bitte nur aufpassen, dass er durch die Comic-Figur Anmutung auf seiner neuen CD nicht zum künstlichen „Marvel Schlager-Avenger“ hochstilisiert wird.

Roland Kaiser

Spielt ein begeisterndes Open Air nach dem anderen mit Live-Band. Man merkt ihm seine zufriedene Gelassenheit an. Denn im Alter wünscht man sich nichts mehr, sondern genießt das was man bereits hat.

Kaisermania 2018
Er hat es einfach drauf: Roland Kaiser singt bei seinen Konzerten immer live mit Band.

Maite Kelly

Eine Powerfrau die gefühlt seit Jahren auf Dauer-Tournee ist und auch 2020 so weitermachen wird. Trotz großer Arenen verspricht auch sie uns, „ganz nah bei ihren Fans“ zu sein.

Achim Petry

Arbeitet im Family-Business und singt die Jahrhundertschlager seines Vaters. Da bleibt alles in der Familie. Der Mann spricht immer Klartext, auch gerne mal in einem total verschwitzen Interview (wie bei SchlagerPlanet). Bronze, Silber und Gold hat er eben nie gewollt…

Claudia Jung

Die Schlagerlegende macht seit Jahren ihr Ding. Hat auch als Politikerin im Bayerischen Landtag nie ein Blatt vor dem Mund genommen und mit Social Media und virtuellen Online-Tricks hat sie eh nichts am Hut.

Jörg Bausch

Auch wenn er persönlich es nicht gerne hört, er ist unser Mr. Ruhrgebiet. Der Ruhrpott in Person: bodenständig, ein Typ zum Pferdestehlen, ohne jede Eitelkeiten und trägt sein Herz auf der Zunge. Eben voll normal!

Future- X-Klimaschutz

Noch ist dieser Sänger oder diese Sängerin eine Fiktion. Aber wir von SchlagerPlanet sind uns sicher, dass die Marketingabteilungen fieberhaft daran arbeiten, einen Künstler als „Mal eben kurz die Welt retten“-Schlagerstar zu finden. Die Stimmungskanone Ingo ohne Flamingo hat das ja schon versucht. Aber wer glaubt schon einem, der unter einer Plastik(!!!) Entenmaske singt? Dabei soll sich unter der Maske sogar ein Sänger mit Opern-Kompetenz verstecken…

Starmaker
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