Exklusiv

Ben Zucker im Interview: Das konnte ich von der Helene-Fischer-Tour lernen

Teil 2

Im exklusiven Interview mit SchlagerPlanet sprach Ben Zucker über sein neues Album „Wer sagt das!?“, was er von der Tour mit Helene Fischer lernen konnte und über eine neue goldene Freizeit-Regel.

Ben Zucker sprach mit SchlagerPlanet über sein neues Album und die anstehende Arena-Tour.
Ben Zucker sprach mit SchlagerPlanet über sein neues Album und die anstehende Arena-Tour.

Am 7. Juni erscheint Ben Zuckers neues Album „Wer sagt das!?“.SchlagerPlanet traf Ben Zucker am Rande des „Herzstück“-Pop-up-Stores von Amazon Music in München zum exklusiven Interview. In Teil 1 haben wir mit dem Ben Zucker über die neue CD, die neuen Lieder und warum seine Stimme nun anders klingt, gesprochen. In Teil 2 lest ihr nun, was Ben Zucker für seine Arena-Tour plant, was er von der Tour mit Helene Fischer lernen konnte und welche goldene Regel er sich selbst auferlegt hat, um oft genug nach Hause zu kommen.

Das plant Ben Zucker auf seiner Arena-Tour

SchlagerPlanet: Im November gehst du auf große Arena-Tour. Im Vergleich dazu warst du solo bislang in kleineren Locations unterwegs. Wie wird sich deine Show dadurch verändern?

Ben Zucker: Es gibt noch kein zu Ende gedachtes Show-Konzept. Aber ich kann dir jetzt schon verraten, da die Bühne ja sehr viel größer ist: Es wird Leinwände geben und einen Steg, der ein bisschen länger sein darf. Das freut mich sehr, weil ich noch näher bei den Fans sein kann.

Aber ich will mich trotzdem weiterhin auf die Musik konzentrieren, auch mit meiner Band und möchte die Show so rough wie möglich gestalten. Ich kann mir vorstellen, dass mein Management und der Veranstalter da gerne noch Pyro und Konfetti um mich herum bauen. Das können sie gerne machen. Das ist ein Sonder-Plus im Entertainment-Faktor, aber für mich und meine Musik, für das was ich transportieren will, nicht entscheidend.

SchlagerPlanet: Wird es Gast-Auftritte geben oder eine prominente Vorband?

Ben Zucker: Das ist noch in der Schwebe – es wird noch verhandelt und überlegt. Ich habe ein-zwei Ideen, aber die kann ich dir jetzt noch nicht verraten.

SchlagerPlanet: Ganz neu ist das Arena-Feeling nicht für dich, schließlich warst du als Vorgruppe von Helene Fischer mit auf Stadion-Tour. Was konntest du dort mitnehmen, was du jetzt für deine Tournee nutzen kannst?

Ben Zucker: Es fühlt sich ein bisschen souveräner an, einfach weil ich diese tollen Erlebnisse haben durfte, wenn man vor 40 bis 50.000 Menschen steht – einen Monat lang. Das ist natürlich unheimlich beeindruckend. Von ihr habe ich gelernt weiterhin ehrfürchtig, bodenständig, bei sich zu bleiben, noch härter und disziplinierter zu arbeiten und auch einfach Vertrauen zu haben. Das war sehr schön.

Ben Zucker: Nach der Tour mit Helene Fischer habe ich mehr Selbstsicherheit

Disziplin wird eine ganz große Rolle spielen. Also kein Alkohol davor (lacht). Das habe ich aber ohnehin nie gemacht zuvor – klar mal ein Bier, aber nicht mehr. Was ich aber vor allem mitnehmen konnte, war Selbstsicherheit. Man ist zwar immer aufgeregt vor Konzerten, aber ich glaube, ich kann jetzt sagen, dass ich souveräner und deutlicher mit meinem Publikum arbeiten kann. Das ist ja auch nicht immer einfach.

Auf Tour mit Helene Fischer haben sich natürlich viele gefreut, dass ich auch da war. Sie waren aber nicht ausschließlich für mich da. Das ist dann natürlich eine andere Arbeit das Publikum heranzureißen. Man hat schon die Atmosphäre, aber während man singt, geht trotzdem der ein Bier holen, der andere auf Toilette – das sieht man ja auch alles. Wenn man da eitel ist, kann man schnell irritiert sein, ob man etwas falsch macht. Dazu ist die Vorband auch immer leiser als der Hauptact. Aber das ist OK, das gehört dazu und das sind alles Erfahrungswerte, die müssen so sein. Der Drittligist gewinnt logischerweise nicht die Champions League.

Helene Fischer/youtube

SchlagerPlanet: Gibt es einen Ratschlag, den dir ein anderer Schlager-Künstler gegeben hat, der wertvoll für dich war?

Ben Zucker: Ganz klassisch würde ich sagen: Bleib bei dir, bleib dir treu und fange gar nicht erst an um die Ecke zu denken. Dann kann eigentlich nichts schief gehen. Solche Sätze kommen schon mal auf. Und das würde ich auch als Ratschlag geben.

Ben Zucker schützt Freizeit mit einer neuen goldenen Regel

SchlagerPlanet: Du wohnst ja immer noch in Berlin – wie oft schaffst du es denn nach Hause? Wie ist dieses neue Leben als Schlager-Star für dich?

Ben Zucker: Eine goldene Regel, die ich für mich eingeführt habe ist: Wenn ich 24 Stunden Zeit habe, fahre ich immer nach Hause – egal wo ich bin. Auch wenn ich fliegen muss, lohnt sich das, weil ich zu Hause schlafen, aufwachen, Kaffee trinken und meine eigenen Rituale haben kann. So gelingt mir das ganz gut. Das ist natürlich manchmal mühselig. Wenn ich zum Beispiel in München bin, es ist Mitternacht und ich muss noch mit dem Auto nach Berlin, dann ist es fünf Uhr. Aber dann habe ich eben den ganzen Tag dort, nach dem Schlafen, und das bewährt sich ganz gut. Klar ist es ein anderes Leben jetzt. Aber das will ich ja so – das ist super so.

SchlagerPlanet: Stichwort Social Media: Du bist jemand, der relativ offen mit Familienbildern und ähnlichem umgeht. War das für dich eine bewusste Entscheidung oder ist das für dich selbstverständlich?

Ben Zucker: Das ist normal, weil es meine Familie ist, mein engster Kern, mein Basispunkt. Und ich zeige da ja nichts anderes als meine Omi oder meine Mum. Das ist ein Foto und nicht mehr. Das teile ich gerne mit, nach dem Motto: Das ist meine Mum, die ich über alles liebe, das ist meine Omi, die ist die Beste, das ist meine Familie, das sind die aller Besten. Das zeige ich damit und das finde ich gut und wichtig und bin auch stolz auf meine Familie und sie auch auf mich. Das ist OK bis dahin. Weitere Informationen wird es dort ja dann auch nicht geben.

Das ist keinesfalls eine Marketing-Strategie, da ich mehr Klicks bekomme, wenn ich meine Omi zeige. Ich poste ja sehr unregelmäßig und wenn, dann immer spontan, aus dem Bauch heraus, wenn es gerade geil ist und ich sage: Das passt.

Lieber Ben Zucker: Wir danken dir für das offene und entspannte Gespräch und wünschen dir weiterhin alles Gute auf deinem Weg und viel Erfolg mit dem neuen Album!

Richard Strobl
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