„Stadlshow“: die unspektakuläre Volksmusik-Revolution

„Stadlshow“: Premiere aus Offenburg

So war die Premiere

Heute Abend werden alle kritischen Augen auf Offenburg gerichtet sein, wo sich in der „Stadlshow“ erstmals die neuen Moderatoren, das neue Bühnenbild und das modernisierte Konzept beweisen müssen.

Stadlshow Premiere Offenburg
Alexander Mazza und Francine Jordi in der neuen Kulisse der „Stadlshow“.

Heute Abend wird der „Musikantenstadl“ erstmals seit seiner Gründung mit den Worten „Willkommen zur Stadlshow“ eröffnet. Und nicht nur der Name der, seit vielen Jahren so beliebten Sendung, ist neu, auch die Moderatoren sind es. Mit Francine Jordi und Alexander Mazza führt erstmals ein Moderatoren-Duo den „Stadl“. Sie sollen nicht nur die Vorstellung einer jüngeren und moderneren Show umsetzen, die beiden sollen außerdem die zuletzt leicht sinkenden Einschaltquoten wieder auf Erfolgskurs ziehen. Ob ihnen das wohl gelingen wird? Ab 20:15 Uhr geht es live aus Offenburg los!

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Die Gäste der ersten „Stadlshow“

Im neuen Bühnenbild, das mehr an ein modernes Ski-Hotel als an ein uriges Wirtshaus erinnert, werden heute Abend folgende Schlager- und Volksmusikstars auftreten:

Was die Gästeliste betrifft, so ist diese also wenig überraschend. Ob es die Macher der Show damit schaffen werden, ihr gewünscht jüngeres Publikum vor die Bildschirme zu locken, bleibt fraglich. Welche Änderung dann zumindest ein wenig neu daherkam, ist die die Live-Performance. Denn mit der neuen Sendung soll von Playback abgesehen werden, alle Acts werden heute Abend also live singen. Damit soll auch an die Anfänge der Show angeknüpft werden, wo es durchaus noch üblich war, live zu performen.

Welche Chancen hat der neue „Stadl“?

Wagt man den sozialen Netzwerken Glauben zu schenken, so können heute Abend wohl kaum Punkte auf dem Einschaltquoten-Konto der „Stadlshow“ gesammelt werden. Die User fordern lautstark ihren Andy Borg zurück und werfen mit Drohungen wie „Ohne Andy schau ich keinen ‚Stadl‘“ um sich. Für Francine Jordi und Alexander Mazza jedenfalls scheinen die Tage auf den ersten Blick gezählt. Denn der Vertrag der Sendung ist wohl noch immer nur bis Ende 2015 gültig, somit wäre also nach zwei Sendungen Schluss mit neuer Fröhlichkeit. Außer natürlich die „Stadlshow“ schafft es, ihr hippes Image mit Stolz und Erfolg zu tragen. Wir sind jedenfalls gespannt und werden heute Abend live im Ticker die Show kommentieren!

  • Die „Stadlshow“, heute Abend ab 20:15 Uhr in der ARD, im SRF und im ORF!

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Die erste „Stadlshow“ im LIVE-TICKER

20:15 Uhr: Es geht los! Wir sind gespannt auf die Premiere der „Stadlshow“!

20:21 Uhr: „Ja, jetzt ist 'Stadlzeit'“....ooops, falscher Text. Das ist wohl die Macht der Gewohnheit. Gesungen wird zum Einstieg allerdings nicht.

20:25 Uhr: Wenn der Plan der Macher der TV-Show aufgeht, dürften die Diskotheken und Clubs heute Abend leer sein und die Jugend feiert dann wohl gerade zu den Troglauer Buam mit „Rasenmäher“.

20:29 Uhr: Die neue Bühne macht sich eigentlich gar nicht so schlecht. Die Tische sind allerdings doch kahl geblieben – weniger ist mehr, das Bühnenbild sollte dann wohl doch eher etwas puristisch bleiben.

20:34 Uhr: DJ Ötzi tritt auf. Da ist die gute Stimmung im Publikum ja eigentlich vorprogrammiert. Er weiß einfach wies geht...und macht auch beim Live-Gesang eine gute Figur. Das ist übrigens eine der Neuerungen der „Stadlshow“.

20:35 Uhr: Ich bin ein guter Freund vom Andy, aber es muss weitergehen. Und ich wünsche dir Alexander und der Francine alles Gute, ehrlich!“ Liebe Worte von DJ Ötzi im Talk mit Alexander Mazza. Singen kann der zwar nicht, seine Rolle als Moderator macht er bisher aber ganz gut.

20:38 Uhr: Der Flori ist da. Der solls wohl richten. Er singt gemeinsam mit seinem Freund Gerry „Und wenn das Schicksal es will“.

20:45 Uhr: Es gibt einen Einspieler der Stadt Offenburg. Gemeinsam erkunden Francine Jordi und Sänger Marc Marshall die Region. Eine nette Idee, die Austragungsstätte so miteinzubinden.

20:53 Uhr: Mit Marc Marshalls „Kussecht“ kommt ein wenig Jazz- und Swing-Feeling in die „Stadlshow“. Doch allgemein ist die Gästeliste wenig revolutionär. Diese illustre Runde hätte sich sicher auch gerne unter Andy Borg als Moderator zusammengefunden. Ob er die Sendung wohl verfolgt?

20:55 Uhr: Claudia Koreck singt....ein Lied von einer Decke. Leider können wir dem Text nicht ganz folgen. Sie bringt zumindest alterstechnisch frischen Wind. Auf jeden Fall sympathisch und talentiert die 29-Jährige.

21:02 Uhr: Mit Wolfgang Fierek sitzen jetzt drei Bayern am Tisch, zur Freude des Publikums sprechen sie aber einigermaßen Hochdeutsch.

21:07 Uhr: Andy Borg schaut wohl nicht. Der postete gerade von der Autobahn, auf dem Heimweg nach einem Auftritt. Unter dem Posting fordern Andy Fans lautstark seine Rückkehr in den „Stadl“. Die Sendung ohne ihn sei ein „No Go“ und eine „Katastrophe“, so die Meinung der User.

21:14 Uhr: Die Dorfrocker bringen die Blasmusik zurück in die modernisierte Show. Irgendwie fehlt ein wenig die Authentizität und die Herzlichkeit in der neuen Kulisse. Vielleicht ist es aber auch einfach Gewohnheit...

21:20 Uhr: Irgendwie kommt in dieser Sendung keine Stimmung auf...wo bleiben die Highlights, die gerade in einer Neuauflage doch eigentlich nicht fehlen dürfen? Wo der Witz und der Humor? Das kann auch eine Francine in typischer Schwarzwald-Tracht nicht wettmachen...Und auch wenn Alexander Mazza souverän moderiert, er passt einfach nicht so richtig in das Format.

21:25 Uhr: Die Powerkryner....wir holen uns dann mal eine Tasse Tee.

21:36 Uhr: Jürgen Drews tritt auf. Das Publikum freut sich. Die „alten“ Show-Hasen, wie Drews oder DJ Ötzi, scheinen der Sendung gut zu tun.

21:48 Uhr: „Hier ist ja eine Musikshow...“. Ja genau Francine, was machen eigentlich die Ehrlich Brothers in der Sendung? Aber Zaubertricks gehen ja immer...

21:48 Uhr: Glaubt man übrigens den Kommentaren auf der Facebook-Seite der „Stadlshow“, so hat mittlerweile die Hälfte der Zuschauer umgeschaltet und schaut nun „Dirty Dancing“ auf RTL.

21:54 Uhr: Oh, Marc Pircher. Wenn er jetzt mit Francine Jordi die Hebefigur aus „Dirty Dancing“ macht, dann sind die Einschaltquoten sicher auf der Seite der „Stadlshow“.

22:01 Uhr: Nun singt Francine selbst. Sie präsentiert ihren aktuellen Titel „Paradies“. Das neue Album der Sängerin und Moderatorin erschien übrigens am 04. September.

22:06 Uhr: Die Alpin Drums machen Musik mit nichts weiter, als ihren Werkzeugkästen – das ist doch mal erfrischend zwischendurch. Mehr davon!

22:10 Uhr: Django 3000 sind dran...und sie knüpfen an den erfrischenden Auftritt an. Endlich ein wenig Leben in der puristischen Kulisse. Da lässt man sich ja beinahe zum Akkord-Mitschunkeln verleiten.

22:17 Uhr: Mhhmm, Bestechung. Es gibt eine riesige Schwarzwälder Kirschtorte für die Zuschauer in Offenburg.

22:24 Uhr: Florian Silbereisen hätte die Moderation übernehmen sollen. Er beherrscht sofort souverän die Situation und übersticht Francine und Alexander Mazza mit seine Charme bei weitem und gibt noch ein Ständchen nebenbei.

22:32 Uhr: Nun ist Bluma an der Reihe. Ihr Outfit ist mal wieder unschlagbar. Die Newcomerin konnte bisher bei allen ihren Auftritten mit ihre Gypsy-Pop begeistern. Ab Herbst ist sie übrigens mit Andreas Gabalier auf Tour.

22:37 Uhr: Die zweite Hälfte der Sendung konnte musikalisch gesehen zumindest mit mehr Pepp und mit den angekündigten Neuerungen aufwarten. Doch dafür scheinen die beiden Moderatoren müde zu werden. Oder halten sie etwa ihre ganze Freude über den neuen Job bis zum Ende der Show zurück? Ein wenig mehr Natürlichkeit würden ihnen besser stehen, wenn auch die Steifheit möglicherweise ein wenig der Nervosität vor dem ersten Auftritt geschuldet sein kann.

22:40 Uhr: Peter Kraus packt alte Klassiker wie „Teddybär“ nochmal aus. Über die Debatte ums Alter kann er nur müde lächeln. Mit 76 sieht er noch immer aus wie Anfang 60.

22:44 Uhr: Zum Abschluss gibts eine Runde Rock'n'Roll mit The Baseballs und Peter Kraus. Und auch die Moderatoren sind wieder wach: sie tanzen brav mit.

22:52 Uhr: Zu Andreas Bouranis „Auf uns“ treten alle Stars nochmal auf die Bühne. Ein wenig melodramatisch vielleicht, der Abgang. Nur „Auf uns“ zu singen, bringt noch lange keine weltmeisterliche Leistung.

22:55 Uhr: Das wars mit der ersten „Stadlshow“. Unser Fazit: Es fehlte der Charme, die Herzlichkeit und die klare Linie. Wohin will diese Sendung? Für welche Zielgruppe ist sie gemacht? Nach dem ersten Eindruck scheint sie sich nur in die 0815-Formate einzureihen, die es im Fernsehen bereits zuhauf gibt und gab. Doch vielleicht zeigen Sendung und Moderatoren beim zweiten Versuch ihr wahres Gesicht. Ansonsten scheinen die Tage der neuen, modernen „Stadlshow“ wohl gezählt. Wir sind gespannt auf die Einschaltquoten und lassen uns gerne überraschen!

Stefanie Rigling
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