Charly Brunner: „Ich gebe meinen Echo nicht zurück“

Reaktion aus der Schlager-Welt

Nach dem diesjährigen Echo-Eklat gaben zahlreiche Künstler ihre Preise zurück. Charly Brunner erklärt jetzt, warum er seine Auszeichnung behält und richtet einige Worte an Tote Hosen-Frontmann Campino.

Charly Brunner meldet sich im Eklat um die diesjährige Echo-Verleihung zu Wort.
Charly Brunner meldete sich nun im Eklat um die diesjährige Echo-Verleihung zu Wort.

Der Antisemitismus-Skandal um die Rapper und jetzigen Echo-Preisträger Farid Bang und Kollegah beherrscht derzeit die Medien und veranlasste zahlreiche Musiker, wie Marius Müller-Westernhagen, dazu ihre Awards aus der Vergangenheit zurückgeben zu wollen. Nun meldet sich auch Schlager-Star Charly Brunner zu Wort: „Ich gebe meinen Echo nicht zurück!“, stellt der Musiker in einem aktuellen Facebook-Post klar und erklärt auch warum er seinen Preis behalten wird: Der Preis habe „damals noch eine Bedeutung“ gehabt. Allerdings schießt Brunner auch ordentlich gegen Tote Hosen-Frontmann Campino, der auf der Echo-Verleihung 2018 gegen die Skandal-Rapper gewettert hatte.

Charly Brunner: Das war arschlochmäßig“

Campinos Verhalten auf der Verleihung im Jahr 2003 trübe nämlich Charly Brunners Erinnerung an den damaligen Echo-Gewinn, schreibt der Schlager-Star weiter: „Wenn ich daran denke, dass bei unserem Auftritt (…) Campino, betrunken oder nicht, mit einer Flasche Wein in der Hand samt seinen anderen Toten Hosen auf dem Tisch gestanden hat und grölte, wärend wir ‘Schenk mir diese eine Nacht‘ gesungen haben, dann lieber Campino, muss ich es nach so vielen Jahren noch los werden. Das war arschlochmäßig, arrogant und verletzlich“.

Dass Charly Brunner seinen Echo nicht zurück geben möchte, bedeutet allerdings nicht, dass er die Vorgänge auf der diesjährigen Verleihung gut heißt: „Die Verantwortlichen haben auf allen Linien versagt“, gibt er zu Protokoll und schließt seinen Post mit positiven Worten. Die Zeit verrinne viel zu schnell, deshalb fordert Charly: „Freuen wir uns des Lebens, respektvoll und anständig“.

Richard Strobl
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