Über die Hälfte der Deutschen mag Schlagermusik

Bezahlen, nein danke!

Musik ist Geschmackssache, sie kann vereinen und spalten. Beim Schlager sind die Deutschen geteilter Meinung. Immerhin über die Hälfte der Bevölkerung mag das Genre und kann sich an Helene Fischer, Andrea Berg und Co. gar nicht satt hören.

Schlagermusik, deutscher Schlager
Über die Hälfte der Deutschen hört gerne Schlagermusik.

Einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov ergab, dass rund 55 Prozent der Deutschen gerne Schlagermusik hören. Darunter haben die weiblichen Schlagerfans mit 59 Prozent die Nase leicht vor den Männern, von denen 51 Prozent das Genre mögen. Besonders über 55-Jährige sind schlagerbegeistert. Sie führen die Altersgruppe der Musikliebhaber mit 77 Prozent an. Bei den 18- bis 24-Jährigen dagegen kommt das Genre nicht gut an. Gerade einmal 29 Prozent der Befragten mögen Schlager.

Generell ist deutschsprachige Musik in der Nation sehr beliebt. Ganze 76 Prozent lauschen gerne deutschen Texten. Die Studie wurde im Auftrag der Deutschen Presseagentur durchgeführt.

Hip Hop macht Schlager Konkurrenz

Helene Fischer, Andrea Berg und Co. sind angesagt! Deutsche Musik erlebt ihr Comeback. So geht Helene Fischer beispielsweise als dreifach Nominierte ins Rennen um den begehrten und größten deutschen Musikpreis, den Echo. Ihr Album „Farbenspiel“ schaffte es schon achtmal auf den ersten Platz in den Charts. Parallel zum Schlager wird der deutsche Hip Hop hoch geschätzt. So schubste der deutsche Rapper Farid Bang Schlagerkönigin Helene in dieser Woche vom Musikthron. Nicht nur er, auch seine Hip-Hop-Kollegen Sido, Prinz Pi, Materia oder Bushido stehen regelmäßig an der Spitze der Albumcharts.

Bezahlen, nein danke!

Erstaunlich ist allerdings, dass die Deutschen ganz schön geizen: Wenn es ums Bezahlen für Musik geht wird die Nation plötzlich sparsam. Die Studie zeigte, dass die Hälfte der Probanden kein oder nur sehr wenig Geld für Musik springen lassen. Demnach geben 50 Prozent gar kein Geld und 31 Prozent monatlich nicht mehr als zehn Euro aus.

Stephanie Hirschvogl
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