Udo Jürgens: So schwer war der Abschied für Tochter Jenny Jürgens

Geliebter Vater

Der Tod von Udo Jürgens ging seiner Tochter Jenny Jürgens näher als bislang bekannt war. So erlitt die Schauspielerin und Moderatorin sogar einen Hörsturz. Nach dem Tod ihres Vaters begann eine neue Zeit für sie.

Udo Jürgens und seine Tochter Jenny. eine Aufnahme aus dem Jahr 2003.
Udo Jürgens und seine Tochter Jenny. eine Aufnahme aus dem Jahr 2003.

Im Dezember 2014 starb Sänger und Komponist Udo Jürgens unerwartet im Alter von 80 Jahren an Herzversagen. Vor allem Udo Jürgens‘ vier Kinder standen nach dem Tod ihres Vaters im Fokus der Berichterstattung. Für Udo Jürgens Tochter Jenny Jürgens war es eine schwere Zeit, wie sie im Interview mit dem ZDF-Magazin „Leute heute“ offenbart: „Ich hatte einen schweren Hörsturz. Das war einfach alles ein bisschen viel. Man hätte eigentlich gerne, nach dem Tod meines Vaters hätte man eigentlich gerne mal ein bisschen Zeit gehabt, um das zu verarbeiten und dann auch mal ein bisschen zu trauern. Diese Zeit, das ist uns ja genommen worden. Darum hat man uns ja wirklich betrogen.“

Abschied von Udo Jürgens

Ihr Bruder, John Jürgens, sei mit ihr nach dem Tod ihres Vaters ins Krankenhaus gefahren. Dort haben sie gemeinsam Abschied genommen. Den eigenen Vater tot zu sehen, sei „brutal“ gewesen. „Und von dem Moment an begann eben eine andere Zeit“, so Jenny Jürgens, die mittlerweile mit ihrem zweiten Ehemann in Spanien lebt.

Die Erinnerungen an ihren Vater sind zwiespältig. Einerseits stellte er die Musik über alles: „Ja, er musste, musste einfach Musik machen. Das war für ihn alles, sein Klavier und seine Bühne. Wir wissen heute auch, dass es vor allem kam, auch vor uns, vor uns Kindern. Und das hat man dann irgendwann auch zu akzeptieren gehabt. Heute verstehe ich vieles viel besser als damals. Also das war einfach, er konnte nicht anders.“

Jenny Jürgens Udo Jürgens
Jenny Jürgens heute.

Zärtliche Erinnerungen

Es gab aber auch viele zärtliche Momente mit ihrem Vater, so wie seine liebevollen, weisen Worte, an die sie sich bis heute erinnert: „Mein Vater hat auch immer gesagt: ‚Das Wichtigste ist für mich, zu sehen, dass ihr glücklich seid.‘ Und ich weiß noch, dass er auch mal gesagt hat: ‚Wenn das für dich bedeutet, in Timbuktu Kartoffeln anzubauen oder irgendwas, dann musst du das machen.‘“

Patrick Kollmer
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