„Musikantenstadl“ soll modernisiert werden

Verjüngungskur

Bis Ende 2015 läuft der „Musikantenstadl“ noch, die Zukunft der Sendung bleibt offen. Ein jüngeres Gesicht soll den Stadl jetzt retten, zumindest wenn es nach dem ORF geht…

Musikantenstadl Aus
Andy Borg kämpft für den Erhalt seines „Musikantenstadls“.

Seit 1981 gibt es den „Musikantenstadl“ mittlerweile. Mit dem Format sind auch dessen Zuschauer gealtert: Das Durchschnittsalter eines „Musikantenstadl“-Zuschauers beläuft sich auf 68. Die Gerüchteküche um ein mögliches Aus der Eurovisions-Show des ARDs brodelt schon lange – die Verträge wurden Anfang des Jahres bis Ende 2015 verlängert. Was danach mit dem Kult-Format geschehen soll, ließen die Verantwortlichen der ARD bisher offen.

„Musikantenstadl“ braucht ein jüngeres Gesicht

Laut Spiegel schlug ORF-Chef Alexander Wrabetz den ARD-Intendanten in einem Brief nun vor, dass Konzept des „Stadls“ zu modernisieren. Auch ein jüngeres Publikum soll so vor die Fernsehgeräte gezogen werden. Denn schauten zu Anfangszeiten noch rund sechs Millionen Menschen regelmäßig den „Musikantenstadl“, sind es heute nur noch rund vier Millionen. Ein Grund für die Programm-Verantwortlichen, über den Verbleib der Samstagabendshow zu diskutieren.

Karl Moik: „Ältere Zuschauer wollen den ‚Stadl‘ sehen“

Schon vor wenigen Wochen, als über ein mögliches Aus spekuliert wurde, meldete sich Moderator der Show Andy Borg zu Wort. In einem offenen Brief und mit der Unterstützung vieler Schlager- und Volksmusikstars plädierte er für den Erhalt des „Musikantenstadls“. Doch Andy Borg zeigte sich in diesem Brief laut Spiegel auch stolz auf das Alter seiner Zuschauer. Genau wie Andy Borg hält auch sein Vorgänger Karl Moik nicht viel von einer Verjüngungskur. Gegenüber der BamS sagte er: „Man will überall verjüngen, überall irgendwas anders machen. Aber es wird nicht daran gedacht, dass es ältere Zuschauer gibt. Und die wollen so etwas sehen wie den ,Stadl‘ oder Florian Silbereisen.“

Stefanie Rigling
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