
Christina Block vor Gericht
Hintergrund: Christina Block soll eine israelische Securityfirma damit beauftragt haben, ihre Kinder Klara (damals 13) und Theo (damals 10) aus Dänemark zu ihrem Vater Stephan Hensel zu entführen und nach Hamburg zu bringen. Der Fall sorgt seit Monaten für Schlagzeilen – auch, weil er eine ganze Familie zutiefst erschüttert.
Andrea Kiewel fragt in ihrer Kolumne: „Wurde zu Hause beim Vater liebevoll über die Mama gesprochen? (…) Oder war es dem Vater recht, dass sich die gemeinsamen Kinder mehr und mehr von der Mama entfernten?“

„Ich hätte Sie in den Arm genommen“
Beim Anblick von Christina Block im Gerichtssaal habe sie selbst einen Kloß im Hals gespürt. Kiwi schreibt: „Ach, liebe Christina Block, ich wünschte, ich könnte die Zeit zurückdrehen. Nicht nur anderthalb Jahre, nein, noch mehr, bis zu dem Tag, an dem Ihr Ex-Mann und Sie im Krieg auseinander gingen.“ Sie fügt hinzu: „Ich hätte Sie in den Arm genommen, und zusammen hätten wir einen Weg gefunden, der Ihnen einen guten Umgang mit Ihren Kindern ermöglicht und deren Vater einsichtiger gemacht hätte.“
Kiewel macht klar, dass ihre Wut nicht Christina Block gilt, sondern vielmehr deren Ex-Mann. Gleichzeitig betont sie: „Auch wenn ich selbstverständlich und dringend jegliche Gewalt gegen Kinder ablehne – JEGLICHE – gibt es einen geheimen Ort tief in meiner Seele, der Ihren Wunsch, Ihre Kinder zurückhaben zu wollen, zutiefst verstehen …“
Mit Blick auf die Eltern von Christina Block schreibt Kiwi: „Ihre Eltern verloren die Enkelkinder, sowas traumatisiert eine ganze Familie.“ Und zum Schluss sendet sie noch einen Rat in Richtung der Hamburger Unternehmerin: „Manchmal hilft es ja, loszulassen und zu akzeptieren, was man nicht ändern kann. (…) Wenn Ihre Kinder wieder bei Ihnen sein wollen, dann wird es so sein.“