Maximilian Arland im Interview über „Let’s Dance“ und sein neues Album

Schritt nach vorne

Maximilian Arland plauderte im Interview mit SchlagerPlanet über seine Teilnahme bei „Let’s Dance 2017“, sein neues Album „Liebe in Sicht“, seinen Neuanfang in Berlin und die Angst vor Joachim Llambi.

Maximilian Arland Let's Dance neues Album Liebe in Sicht
Maximilian Arland hat hart für "Let's Dance" trainiert.

Parkett frei für Maximilian Arland! Der Sänger und Moderator tanzt ab dem 17. März in der RTL-Tanzshow „Let’s Dance“ mit. Am gleichen Tag erscheint sein neues Album „Liebe in Sicht“. SchlagerPlanet traf Maximilian Arland zum Interview über diese und viele weitere Themen.

SchlagerPlanet: Was erwartet uns auf Deinem neuen Album „Liebe in Sicht“?

Maximilian Arland: Es ist ein sehr persönliches Album. Ein kleines musikalisches Tagebuch von meinem Neuanfang in Berlin. Es sind ganz viele Texte darauf, die ich mitgeschrieben oder für die ich die Geschichten geliefert habe. Alles was ich da besinge, habe ich tatsächlich selber erlebt und gefühlt. Auch musikalisch ist es definitiv ein Schritt nach vorne. Es ist ein sehr tanzbares Album, was natürlich jetzt wunderbar zu meiner Zeit bei „Let’s Dance“ passt. Sehr moderner deutscher Schlager, der einfach Spaß macht und auch mal zum Träumen oder Nachdenken anregt. Aber vor allem ist es voller guter Laune. Es ist ein großartiges Gefühl, dieses Album jetzt heraus zu bringen! Es passt einfach in mein neues Leben.

Maximilian Arland Let's Dance neues Album Liebe in Sicht
Maximilian Arlands neues Album "Liebe in Sicht".
©Telamo / German Popp

SchlagerPlanet: Auf dem Album ist auch ein Cover von „Ganz in Weiß“. Damit hat es ja eine gewisse Bewandtnis. Kannst Du die Geschichte dahinter kurz erzählen?

Maximilian Arland: Ich habe „Ganz in Weiß“ und viele Lieder, die mein Großvater Rolf Arland damals geschrieben hat schon vor ein paar Jahren im Original-Arrangement aufgenommen. Mein Opa hat ja in den Sechziger Jahren Roy Black entdeckt. Leider ist er vor ein paar Jahren gestorben. Aber das ist meine Familiengeschichte und ein Neuanfang, der auf diesem Album besonders stark zum Tragen kommt. Mir ist dieser Blick zurück zu den Wurzeln ganz wichtig gewesen. „Ganz in Weiß“ hat in diesem Jahr sein Jubiläum, das Lied ist genau vor 50 Jahren geschrieben worden. Für mich wichtig ist, dass ich es in einer Discofox-Version aufgenommen habe. So würde es klingen, wenn mein Opa das Lied heute geschrieben hätte. Und es passt schön in das gesamte Album hinein. Dieses Album ist mein neues Leben, aber ohne meine Wurzeln gäb’s mich nicht. Darum gibt es mit „Ganz in Weiß“ eine Familiengeschichte darauf, aber im neuen Gewand.

SchlagerPlanet: Gibt es persönliche Highlights auf dem Album?

Maximilian Arland: So ein heimlicher Favorit von mir ist auf jeden Fall „Verliebt in Berlin“. Ich habe mich tatsächlich in diese Stadt verliebt. Berlin hat viel mit mir gemacht und mir viel Inspiration und neuen Input gegeben. Die Stadt ist sicher nicht unschuldig daran, dass ich mich in meinem neuen Leben so wohl fühle. Deswegen habe ich Berlin eine kleine musikalische Liebeserklärung gewidmet.

Dann gibt es wunderbare Balladen, die sehr zu Herzen gehen. Alle Lieder, die besonders romantisch sind, die große Gefühle zeigen, singe ich gerne. Von daher sind „Warten auf Dich“ und „Teil von mir“ zwei ganz besondere Titel, die sehr gefühlvoll sind.

Ohne Tanzerfahrung zu "Let's Dance 2017"

SchlagerPlanet: Wie hast Du Dich auf Deinen Auftritt in der Jubiläumsstaffel von „Let’s Dance“ vorbereitet?

Maximilian Arland: Wir haben ein ganz, ganz hartes Training durchgezogen. Mit Isabel Edvardsson habe ich eine wunderbare Tanzpartnerin an meiner Seite, die schon von Anfang an bei „Let’s Dance“ dabei ist, schon seit zehn Jahren, und ein Teil der Geschichte der Show ist. Wir trainieren seit drei Wochen sehr hart. Vor der ersten Sendung hat man ein bisschen Zeit. Wenn man weiter kommt wird es sehr knapp, dann hat man wirklich nur eine Woche Zeit, um sich auf den nächsten Tanz vorzubereiten. Wir waren jeden Tag acht Stunden im Trainingssaal, haben jeden Tag hart trainiert mit allen möglichen Foltermethoden. Es geht wahnsinnig viel um Technik und Haltung, um Muskelgruppen die mobilisiert werden müssen, die man im normalen Leben gar nicht braucht. Da tun Muskeln weh, von denen ich gar nicht wusste, dass sie da sind. Es ist ein anstrengender Leistungssport, aber es macht auch wahnsinnig viel Spaß.

Ich habe davor nichts mit dem Tanzen zu tun gehabt. Als Bühnenmensch weiß ich zwar grundsätzlich, wie man sich auf der Bühne bewegen kann, aber mit Standardtanz habe ich null Erfahrungen. Da bin ich wirklich ins kalte Wasser gesprungen und fange als absoluter Neuling an. Umso spannender wird es dann zu sehen, wie weit ich über mich hinauswachsen kann. Mein größter Konkurrent ist erst einmal mein eigener Körper, der steht mir die ganze Zeit im Weg. Doch es funktioniert irgendwie. Ich kann mir Choreografien ganz gut merken, das ist ein Vorteil, den ich mitbringe. Aber die Hüfte schwingen und so, das ist alles nicht so einfach.

SchlagerPlanet: Woran habt Ihr am härtesten gearbeitet. Was war das Schwierigste?

Maximilian Arland: Das Schwierigste ist tatsächlich die binnenkörperliche Bewegung, wie man es nennt. Also dass man die Körperteile unabhängig voneinander bewegt. Es sind mehrere unterschiedliche Bereiche - Füße, Hüfte, Brust, Schultern und Kopf - die man erst einmal getrennt voneinander mobilisieren muss. Das ist eine ganz große Herausforderung. Dann muss man zusätzlich auf die Haltung achten. Als ersten Tanz haben wir einen Quickstep geprobt, das ist ein Partner-Standardtanz der wirklich unheimlich viel Kondition und Disziplin abverlangt. Da haben wir in den letzten Wochen knallhart die Armhaltung und Fußarbeit trainiert. Das wurde mir so richtig eingeprügelt. Ich hoffe, dass ich das alles am Freitag abrufen kann. Es ist kein Zuckerschlecken und härter als ich gedacht habe.

SchlagerPlanet: Wer meinst Du wird Dein am schwersten zu knackender Konkurrent sein?

Maximilian Arland: Wir haben uns in der Kennlern-Show schon einmal getroffen. Wir freuen uns alle gegenseitig füreinander, wenn was funktioniert und sehen uns gar nicht als Konkurrenten, sondern als Mitstreiter. Es ist natürlich ein Wettbewerb, aber am Ende stehen wir nicht gegeneinander auf dem Parkett, sondern wir müssen uns alle erst einmal selber bezwingen und über uns selber hinauswachsen. Dabei entscheidet nicht nur das Publikum oder die Sympathie, sondern auch die eigene Leistung. Ich sehe die anderen nicht als Konkurrenten an oder mache mir darüber Gedanken. Die Zeit habe ich momentan gar nicht.

Es gibt auf jeden Fall Leute, die bessere Voraussetzungen dafür mitbringen und schon einmal etwas mit Tanzen zu tun hatten in ihrem Leben. Ich gar nicht. Insofern bin ich da jemand, der da eher als Außenseiter herangeht. Rhythmusgefühl und Musikalität ist das eine, aber das bringt einen beim Tanzen nicht so viel weiter, wenn man nicht weiß, wie man sich richtig bewegen soll. Aber umso spannender wird’s, ob diese Herausforderung gelingt. Das ist auch für mich das Spannendste am ganzen Projekt.

SchlagerPlanet: Wie ist denn Isabels Feedback zu Deinem bisherigen Training?

Maximilian Arland: Sie ist sehr streng und lobt wahnsinnig wenig. Also eher Peitsche als Zuckerbrot. Das ist aber gut so. Ich brauche das und es ist auch ihr Job. Sie soll mir ja nicht Streicheleinheiten geben, sondern mich trainieren und richtig vorbereiten. Das ist viel Arbeit. Aber wir können uns gut leiden und haben Spaß miteinander. Das ist das Allerwichtigste. Wir haben Facebook und Instagram für uns entdeckt und versuchen die Leute darüber ein bisschen teilhaben zu lassen an unseren Trainingsmethoden, an dem Spaß und an der Anstrengung. Es funktioniert, weil wir uns wirklich mögen. Das Hauptsächliche ist, dass der Spaß dabei nicht verloren geht.


SchlagerPlanet: Hast du schon Angst vor dem Urteil von Juror Joachim Llambi? Der ist ja manchmal etwas hart.

Maximilian Arland: Ja, ein bisschen schon. Er hat mich in der Kennlern-Show ziemlich hart rangenommen. Das hat in mir zum einen den Ehrgeiz geweckt, zum anderen aber auch gezeigt, dass er nicht zimperlich ist. Er wird seine Meinung sagen. Das ist aber auch gut so, denn er weiß, wovon er redet und hat wirklich Ahnung. Daher ist es besser, dass ich ein bisschen Respekt vor ihm habe und das nicht auf die leichte Schulter nehme. Aber natürlich habe ich Angst! Keine Frage. Es ist die härteste Jury Deutschlands, deren Urteil auch wirklich Gewicht hat. Vor Llambi hat jeder Angst, sogar die Profitänzer. Wenn ich meinen Arm nur zwei Zentimeter hängen lasse, warnt mich Isabel: Das sieht der Llambi!

SchlagerPlanet: Du hast es schon angesprochen: Für Dich beginnt gerade ein völlig neuer Lebensabschnitt. Du bist im letzten Jahr nach Berlin gezogen, es gab eine Trennung von Deiner Frau und Du hast Deinen Vornamen von Maxi in Maximilian geändert. Warum hast du diesen Namenswechsel eigentlich gemacht?

Maximilian Arland: Das passt einfach besser zu dieser Entwicklung. Ich bin in den letzten Monaten sehr stark gereift an den Herausforderungen des Lebens. Meine Vergangenheit gehört zu meinem Leben, aber man muss einfach mal gewisse Dinge hinter sich lassen. Wenn ich den Maxi weiter mit mir getragen hätte, hätte jeder den kleinen Maxi im Kopf, der vor 25 Jahren mit der Musik angefangen hat. Das ist alles schön und gut und das soll auch so bleiben, aber der Schritt nach vorne ist mir momentan wichtiger als der Blick nach hinten. Damit signalisiere ich, dass ich ein Stückchen erwachsener geworden bin. Dazu passt der Name einfach besser. Meine Familie und die Freunde nennen mich natürlich weiter Maxi, aber wenn man da nicht langsam mal ansetzt, wird es schwierig. Und jetzt passt es einfach.

Bühnen-Flirt mit Beatrice Egli

SchlagerPlanet: Es gab in den letzten Wochen ja Berichte über einen öffentlichen Flirt mit Beatrice Egli. Was war denn da los?

Maximilian Arland: Das war nur ein Bühnen-Flirt. Ich habe etwas aufgegriffen, was sie gesagt hat. Ich mag sie sehr gerne, sie ist eine tolle Frau, eine tolle Kollegin. Wir haben auf der Bühne halt ein bisschen geflirtet, wie man das hin und wieder macht. Mehr nicht.

SchlagerPlanet: Gibt es bei Dir eine neue Freundin, oder bist Du glücklicher Single?

Maximilian Arland: Ich bin glücklicher Single. Aber ich schütze mein Privatleben natürlich. Ich habe viele Jahre relativ öffentlich gelebt. Ich bin immer noch öffentlich und lasse die Leute gerne an meinem Privatleben teilhaben, in einem gewissen Rahmen. Aber ich schütze mein Privatleben immer mehr, weil ich nicht so viel davon habe.

SchlagerPlanet: Vanessa Mai ist ja eine Schlager-Kollegin, die bei „Let’s Dance“ dabei ist. Wäre sie auch eine Flirt-Kandidatin, wenn sie nicht schon vergeben wäre?

Maximilian Arland: Vanessa ist eine ganz tolle Frau, sie sieht gut aus, kann sich gut bewegen, singt toll, hat Ausstrahlung – ist aber vergeben. Daher ist das ein absolutes No-Go für mich.

SchlagerPlanet: Große Veränderungen in Deinem Leben, jetzt ein neues Album und „Let’s Dance“. Was planst Du noch?

Maximilian Arland: Ich mache im MDR mit „Musik auf dem Lande“ meine eigene Sendereihe. Durch „Let’s Dance“ kamen auch viele Anfragen und tolle Projekte, die ich machen werde. Ich bin jetzt hoffentlich noch ganz viele Wochen mit „Let’s Dance“ beschäftigt. Nebenbei gibt es einige Konzerte. Wir planen gerade die Solo-Tour, die im November starten wird. Es sind wirklich viele spannende Sachen, die in diesem Jahr passieren. Aber erst einmal ist das Tanzen das Allerwichtigste bei mir, da möchte ich wirklich über mich hinauswachsen.

SchlagerPlanet: Lieber Maximilian, wir danken Dir für das Gespräch!

Patrick Kollmer
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