BAP

BAP

BAP ist eine dieser Bands, deren Erfolg heute so selbstverständlich und leicht scheint, auf der anderen Seite aber nicht mehr gottgegeben wirkt, wenn man über die Ausgangslage sinniert. Kölsche Mundart, deutscher Rock und das ganze unter dem Banner einer Band, die ihre Besetzung so oft wechselt wie Helene Fischer ihre atemberaubenden Outfits. All das scheint nicht die ideale Ausgangslage für einen permanenten, deutschlandweiten Erfolg zu sein. Trotzdem ist BAP seit fast 40 Jahren ganz vorne mit dabei.

Wolfgang Niedecken

BAP ist Wolfgang Niedecken. Daran bestand selten ein Zweifel. Wolfgang Niedecken schreibt die Texte der Band, er singt die Songs und steht mit seinem Namen dafür ein. Gegründet als „Wolfgang Niedecken's BAP“, wurde der Bandname 1980 zu BAP gekürzt, um dann im Jahr 2014 wieder den Frontmann in den Mittelpunkt zu stellen. Seitdem nennen sich die Jungs nämlich „Niedeckens BAP“. Die Besetzung wechselt regelmäßig, Niedecken bleibt. Er hatte auch vor BAP einen Namen, galt als der Bob Dylan der Kölner Südstadt und feiert auch heute mit Soloalben Erfolge.

BAP

BAPP ist ein Wort aus dem Unkeler Platt und bedeutet Papa. Vor dem ersten Auftritt hatte man sich noch nicht auf einen Namen der Band verständigt, weswegen man einfach Wolfgang Niedeckens Spitznamen wählte. Dieser nämlich sprach das Unkeler Platt, was in Köln durchaus eine Art Kuriosität darstellte und sich unmittelbar in seinen Spitznamen wiederfand.

Die Erfolge BAPs

Mittlerweile gibt es etwa zwei Dutzend Alben der Kölner Rockband. Fast alle schafften es in die Top Ten und die Konzerte der Band sind regelmäßig ausverkauft. Ihr Esprit auf der Bühne ist geradezu sprichwörtlich geworden und so wird ein jedes BAP-Konzert zum Erlebnis. Auch international haben BAP ein ums andere Mal ihr Können unter Beweis gestellt und waren neben dem deutschsprachigen Raum unter anderem in China, Nicaragua und Mosambik unterwegs.

Fun Facts

Der berühmte Altar begleitet BAP nunmehr seit Jahrzehnten bei jedem ihrer Konzerte. Auf diesem findet sich, neben allerlei Fotos und vermeintlich unnützem Zeug, ein Foto der „heiligen drei Könige“ des Rock'n Roll“. Bob Dylan, Keith Richards und Ron Wood, von denen sich die Jungs von BAP Unterstützung beim Konzert erhoffen.

Die Karriere

BAP existiert seit Mitte der 70er und hat dementsprechend schon eine Menge Gelegenheiten gehabt, sich feiern zu lassen. Der Bravo Otto etwa gehört dazu, zahlreiche Goldene Schallplatten und natürlich die treue Liebe der zahlreichen Fans. Die Tatsache, dass sich von 1981 bis 1990 kein BAP-Album findet, das es nicht auf Platz eins der Charts schaffte, ist auch einer der Erfolge, die für die Band sprechen. 1980 erschien das letzte Album, das nicht die Top drei der deutschen Charts knackte. Unvergessen sind Meisterwerke wie das Album „für usszeschnigge!“ aus 1981 oder „Aff und zo“ aus 2001. Den Song „Verdamp lang her“ aus 2006 kennt man genauso wie „Fortsetzung folgt...“ aus 1986. BAP ist eine deutsche Institution und wird hoffentlich noch lange Zeit den Kölner in uns zu wecken verstehen.

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