Falcos Todestag - Ein tragischer Unfall

Im Gedenken

Heute vor 21 Jahren starb der Musiker Falco bei einem Autounfall. Falcos Tod bewegte die Fans, die bis heute an sein Grab auf dem Wiener Zentralfriedhof pilgern.

Falco Unfall
Falcos Tod erschütterte die Fangemeinde.

Heute vor 21 Jahren verstarb Johann Hölzel alias Falco. Der Sänger, der viele Jahre seines Lebens mit seiner Alkohol- und Drogensucht zu kämpfen hatte, kam bei einem Autounfall ums Leben. Falcos Tod erschütterte die Fans und sorgte für zahlreiche Spekulationen: Zwei Jahre vor seinem Tod hatte er das Lied „Out of the Dark“ veröffentlicht, in dem er die beinahe prophetischen Zeilen „Muss ich denn sterben, um zu leben?“, singt. Es kursierten damals Gerüchte, dass es sich dabei um ein Bekenntnis zum Selbstmord handele.

Kindheit und Jugend

Falco erblickte 1957 als einziger Überlebender von Drillingen das Licht der Welt. Der Bub wuchs bei seiner Mutter auf und es zeigte sich schon früh, dass er ein musikalisches Ausnahmetalent war. Die Wiener Musikakademie bescheinigte dem kleinen Johann, dass er über ein absolutes Gehör verfüge. Das Studium am Wiener Musikkonservatorium brach Falco jedoch schon nach einem Semester ab und zog stattdessen nach Westberlin, wo er als Jazzbassist durch die Kneipen tingelte. Als er wieder nach Wien zurückkehrte, widmete er sich verschiedenen Bandprojekten, wie etwa der Anarcho-Band Drahdiwaberl, bevor er schließlich mit der Solo-Nummer „Ganz Wien“ erste kommerzielle Erfolge verbuchen konnte.

Der Durchbruch

Es folgte 1981 der Titel „Der Kommissar“, mit dem Falco nicht nur national, sondern auch international erfolgreich war. Mit seinem Album „Junge Römer“, das Falco im Anschluss veröffentlichte, konnte er jedoch nicht an den Erfolg des „Kommissars“ anknüpfen. Selbst zu diesem frühen Zeitpunkt seiner Karriere, noch vor „Jeanny“ und „Rock Me Amadeus“, haderte der Künstler bereits mit seinem Erfolg: „Ich hatte ein schizophrenes Verhältnis zu meiner Karriere“, sagte er im Interview mit der Zeitschrift Musikexpress, „Auf der einen Seite war ich der Musiker, der ernst genommen werden wollte, auf der anderen Seite habe ich mein Gesicht in einer Dimension verkauft, die sich völlig meiner Kontrolle entzogen hatte“. Bereits damals machten ihm diese Widersprüche zu schaffen, sagte Falco: „Ich habe ohne Ende Drogen eingeworfen, bin zum Alkoholiker geworden und war phasenweise psychisch völlig von der Rolle.“

Die Sucht hatte Falco während seiner Karriere immer wieder im Griff. War sie der Grund für Falcos Unfalltod an jenem verhängnisvollen Tag im Februar im Jahr 1998? Die Karriere des Künstlers war geprägt von überdimensionalen Erfolgen wie „Rock Me Amadeus“, das es an die Spitze der US-Billboard-Charts schaffte und umso herberen Rückschlägen: Der geplante Durchbruch in den USA scheiterte, weil Falco unter starkem Heimweh litt.

Falcos Tod

Vor seinem Tod war Falco in die Dominikanische Republik gezogen um an einem erneuten Comeback zu arbeiten. Am Tag von Falcos Unfall regnete es stark. Der Künstler war am Nachmittag mit seinem Geländewagen zu einer Diskothek gefahren. Eine Kellnerin will ihn dort gesehen haben, wie er in seinem Auto saß. Falcos Unfall ereignete sich, als der Musiker schließlich wieder losfuhr und in einen Bus raste. Bei seinem Tod hatte Falco 1,5 Promille im Blut.

Das Begräbnis

Falcos Grab ist auf dem Wiener Zentralfriedhof, wo auch andere Berühmtheiten, wie etwa Arnold Schönberg und Franz Schubert begraben liegen. Rund 4000 Fans waren zugegen, als Falco nach der Überführung des Leichnams beerdigt wurde. Falcos Grab liegt auf dem Zentralfriedhof in der Gruppe 40 und hat die Nummer 60. Bis heute besuchen viele Fans Falcos Grab um Blumen niederzulegen und Kerzen anzuzünden.

Jennifer Victoria Withelm
Lade weitere Inhalte ...