Vor 20 Jahren starb mit Rudi Carrell einer der größten Showmaster Deutschlands. Jetzt verrät seine Tochter, welche moderne TV-Sendung ihrem Vater besonders am Herzen gelegen hätte – und was er von deren heutigen Moderatoren hielt.
Mit Formaten wie „Am laufenden Band“, „Herzblatt“ und „Rudis Tagesshow“ prägte der gebürtige Niederländer Rudi Carrell jahrzehntelang die Samstagabend-Unterhaltung im deutschen Fernsehen. Am 7. Juli 2006 starb er im Alter von 71 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung. Nun hat seine Tochter Annemieke Kesselaar-Klar im Gespräch mit der „Bild“-Zeitung verraten, welche Verbindung ihr Vater kurz vor seinem Tod noch zu einem ganz bestimmten TV-Format hatte.
Diese Sendung hätte er gern selbst moderiert
Im April 2006, nur zwei Monate vor Carrells Tod, startete RTL ein neues Tanzformat: „Let’s Dance“. Laut Kesselaar-Klar war das genau die Art von Show, die ihrem Vater gefallen hätte. Als er erfuhr, dass Hape Kerkeling die Moderation übernehmen würde, habe er sich positiv geäußert.
„Das ist eine Sendung, die er gerne moderiert hätte.“
Annemieke Kesselaar-Klar über ihren Vater Rudi Carrell, gegenüber „Bild“
„Let’s Dance“ läuft seit 2006 auf RTL und zählt bis heute zu den erfolgreichsten Samstagabend-Formaten des Senders – ausgerechnet in einem Genre, das Carrells eigene Shows über Jahrzehnte geprägt hatten.

Die Moderatoren von „Let’s Dance“ im Wandel der Zeit
Seit der Premiere 2006 hat die RTL-Tanzshow mehrfach ihr Moderationsduo gewechselt:
- 2006–2007: Hape Kerkeling und Nazan Eckes
- 2007/2008: Daniel Hartwich und Nazan Eckes
- Ab 2011: Daniel Hartwich und Sylvie Meis
- Seit 2018: Daniel Hartwich und Victoria Swarovski
Kritischer Blick auf das heutige Fernsehen
Mit Blick auf das aktuelle TV-Programm glaubt Kesselaar-Klar, dass ihr Vater vieles kritisch gesehen hätte. „Wenn er das sehen würde, würde er wahrscheinlich herumschreien“, sagt sie lachend. Er hätte sich vermutlich gefragt, ob er je etwas bewirkt habe – vor allem große Showpersönlichkeiten, wie er selbst eine war, würden ihrer Einschätzung nach heute fehlen.
| Kategorie | Angabe |
|---|---|
| Bürgerlicher Name | Rudolf Wijbrand Kesselaar |
| Geboren | 19. Dezember 1934 in Rotterdam |
| Gestorben | 7. Juli 2006 in Bremen |
| Bekannte Shows | „Am laufenden Band“, „Herzblatt“, „Rudis Tagesshow“, „Die verflixte 7″, „Unterm Regenbogen“ |
| Tochter | Annemieke Kesselaar-Klar |
Das soll von Rudi Carrell bleiben
Trotz der kritischen Töne ist Kesselaar-Klar heute vor allem stolz auf das Fernsehvermächtnis ihres Vaters. Was von Rudi Carrell bleiben solle? „Die Menschen sollen an die vielen Stunden denken, in denen sie von ihm gut entertaint wurden“, sagt seine Tochter. Fast 20 Jahre nach seinem Tod zeigt die Erinnerung an „Let’s Dance“: Der Entertainer hatte auch am Ende seines Lebens noch ein feines Gespür dafür, welche TV-Formate beim Publikum funktionieren würden.
Quelle: t-online, die sich auf ein Interview der „Bild“-Zeitung beruft.
Von: Julian Weber bearbeitet mit KI