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Rudi Carrell: Diese Sendung wollte er unbedingt moderieren

06.07.2026, 14:08 Uhr

Vor 20 Jahren starb mit Rudi Carrell einer der größten Showmaster Deutschlands. Jetzt verrät seine Tochter, welche moderne TV-Sendung ihrem Vater besonders am Herzen gelegen hätte – und was er von deren heutigen Moderatoren hielt.

Mit Formaten wie „Am laufenden Band“, „Herzblatt“ und „Rudis Tagesshow“ prägte der gebürtige Niederländer Rudi Carrell jahrzehntelang die Samstagabend-Unterhaltung im deutschen Fernsehen. Am 7. Juli 2006 starb er im Alter von 71 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung. Nun hat seine Tochter Annemieke Kesselaar-Klar im Gespräch mit der „Bild“-Zeitung verraten, welche Verbindung ihr Vater kurz vor seinem Tod noch zu einem ganz bestimmten TV-Format hatte.

Diese Sendung hätte er gern selbst moderiert

Im April 2006, nur zwei Monate vor Carrells Tod, startete RTL ein neues Tanzformat: „Let’s Dance“. Laut Kesselaar-Klar war das genau die Art von Show, die ihrem Vater gefallen hätte. Als er erfuhr, dass Hape Kerkeling die Moderation übernehmen würde, habe er sich positiv geäußert.

„Das ist eine Sendung, die er gerne moderiert hätte.“

Annemieke Kesselaar-Klar über ihren Vater Rudi Carrell, gegenüber „Bild“

„Let’s Dance“ läuft seit 2006 auf RTL und zählt bis heute zu den erfolgreichsten Samstagabend-Formaten des Senders – ausgerechnet in einem Genre, das Carrells eigene Shows über Jahrzehnte geprägt hatten.

Rudi Carrell bei Dreharbeiten zu einer Fernsehshow in Hamburg 1988
Rudi Carrell bei Dreharbeiten zu einer Fernsehshow, Hamburg, Februar 1988. Foto: IMAGO / Stephan Wallocha

Die Moderatoren von „Let’s Dance“ im Wandel der Zeit

Seit der Premiere 2006 hat die RTL-Tanzshow mehrfach ihr Moderationsduo gewechselt:

  • 2006–2007: Hape Kerkeling und Nazan Eckes
  • 2007/2008: Daniel Hartwich und Nazan Eckes
  • Ab 2011: Daniel Hartwich und Sylvie Meis
  • Seit 2018: Daniel Hartwich und Victoria Swarovski

Kritischer Blick auf das heutige Fernsehen

Mit Blick auf das aktuelle TV-Programm glaubt Kesselaar-Klar, dass ihr Vater vieles kritisch gesehen hätte. „Wenn er das sehen würde, würde er wahrscheinlich herumschreien“, sagt sie lachend. Er hätte sich vermutlich gefragt, ob er je etwas bewirkt habe – vor allem große Showpersönlichkeiten, wie er selbst eine war, würden ihrer Einschätzung nach heute fehlen.

Kategorie Angabe
Bürgerlicher Name Rudolf Wijbrand Kesselaar
Geboren 19. Dezember 1934 in Rotterdam
Gestorben 7. Juli 2006 in Bremen
Bekannte Shows „Am laufenden Band“, „Herzblatt“, „Rudis Tagesshow“, „Die verflixte 7″, „Unterm Regenbogen“
Tochter Annemieke Kesselaar-Klar

Das soll von Rudi Carrell bleiben

Trotz der kritischen Töne ist Kesselaar-Klar heute vor allem stolz auf das Fernsehvermächtnis ihres Vaters. Was von Rudi Carrell bleiben solle? „Die Menschen sollen an die vielen Stunden denken, in denen sie von ihm gut entertaint wurden“, sagt seine Tochter. Fast 20 Jahre nach seinem Tod zeigt die Erinnerung an „Let’s Dance“: Der Entertainer hatte auch am Ende seines Lebens noch ein feines Gespür dafür, welche TV-Formate beim Publikum funktionieren würden.

Quelle: t-online, die sich auf ein Interview der „Bild“-Zeitung beruft.

Von: Julian Weber bearbeitet mit KI

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