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G. G. Anderson im Interview: Seine Musik rettete Mädchen aus Koma

Bewegendes Geständnis

Schlagerstar G. G. Anderson spricht im Interview mit SchlagerPlanet über sein neues Album "Summerlove", über seine Familie, Reisen und wie ein Mädchen, das im Koma lag, durch seine Musik wieder zurück ins Leben fand. 

G. G. Anderson im Interview mit SchlagerPlanet.
G. G. Anderson im Interview mit SchlagerPlanet.

G. G. Anderson ist ein bekennender Romantiker und vermittelt in seinen Songs wie „Sommernacht in Rom“ und „Mädchen Mädchen“ Sommer, Sonne und Leichtigkeit. Am 13. Juli 2018 erscheint sein brandneues Album „Summerlove“. Im Interview mit SchlagerPlanet-Chefreporterin Daniela Kerscher spricht der Musiker aus Eschwege (Hessen) über sein neues Album „Summerlove“, seine Familie und die Macht der Musik. 

SchlagerPlanet: Wie würdest Du Dein neues Album selbst beschreiben?

G. G. Anderson: Musik sollte man am besten hören. Aber mein Kollege Olaf, mit dem ich bis Ende Mai auf der großen Schlagerhitparaden-Tournee war, würde sagen: „Weltklasse!“ Die ersten Reaktionen von den Menschen, die es bereits gehört haben, sind einfach erstaunlich … Beim Konzert springen sie regelrecht von ihren Sitzen hoch. „Summerlove“ kommt also unglaublich gut an.

G. G. Andersons neues Album „Summerlove“

SchlagerPlanet: Du bist immer in Top-Stimmung, doch vor wenigen Wochen konntest du sie nicht mehr musikalisch weitergeben. Was war passiert?

G. G. Anderson: Ich hab’ kürzlich eine Zahn-OP gehabt. Wir wollten eigentlich am Montag eine Schlagerreise nach Mallorca antreten. Doch Freitag Nacht bekam ich eine dicke Backe und Schmerzen, so dass ich fast gestorben wäre! So musste ich leider wieder zurück nach Eschwege zu meinem Zahnarzt. Nach der Veröffentlichung des Fotos beim Zahnarzt-Besuch fragten mich viele, warum hast du beim Zahnarzt gelacht?

G. G. Anderson – "Summerlove"
G. G. Andersons neues Album „Summerlove“ ist am 13. Juli erschienen.

SchlagerPlanet: War es Erlösung?

G. G. Anderson: Erst mal das. Ich weiß doch, wenn ich dort sitze, wird mir ja geholfen. Für mich ist Friseur schlimmer als Zahnarzt. Ich bin früher vier Stunden zum Friseur nach Kaiserslautern gefahren  – und jetzt fahre ich nach Wismar. Die schneiden einfach toll. Was den Zahn angeht, die betroffene Krone war auch fast 30 Jahre alt. Da kann das passieren. Ich bin jetzt schmerzfrei, aber ich muss da noch mal hin, denn der Zahnarzt hat noch zwei Wurzeln zu behandeln. Ich hoffe, dann ist alles gut. 

SchlagerPlanet: Was magst Du an Deinem Leben besonders?

G. G. Anderson: Meine Frau, meine Kinder. So wie wir arbeiten, würden andere gerne Urlaub machen. Und damit ist eigentlich alles gesagt. Wir haben einen tollen Job, wir sehen die Welt. Ich habe das Glück, mit meinen Songs – so hoffe ich – Freude bereiten zu können. 

SchlagerPlanet: Was steht in nächster Zeit bei Dir an?

G. G. Anderson: Das wird ein heißer Sommer mit der Promotion-Tour. Sechs Wochen komplett unterwegs in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Aber ich bin ja über Facebook mit vielen Freunden verbunden. Wenn ich mein neues Video anschaue, stimmt mich das wirklich positiv. Zwei Wochen nach der Veröffentlichung hatte ich schon 92000 Klicks. Also ich glaube, die Signale stehen auf Hit.

Durch seine Musik fand ein Mädchen zurück ins Leben

SchlagerPlanet: Was macht Dir neben Auszeichnungen und Chart-Platzierungen noch Freude? 

G. G. Anderson: Wenn ich mit meiner Musik etwas bei Menschen auslöse. Und da denke ich sofort an ein Mädchen, das im Koma lag. Ich wurde von der Schwester angeschrieben, die war ein absoluter G. G. Anderson-Fan. Dann haben sie ihr Kopfhörer aufgesetzt und rund um die Uhr Musik von mir gespielt. Und dann ist sie wieder aufgewacht. Dann bin ich zu ihr hin und hab’ sie kennengelernt. Sie freute sich unheimlich, hat geweint und ist wieder kerngesund. Das ist ein schönes Gefühl. Dann weiß man wenigstens, was man bewirken kann. Scheiß auf Platz 1, auf die ganzen Goldenen Platten und Auszeichnungen. Wenn du damit einem Menschen das Leben retten kannst, das ist in Ordnung!

 SchlagerPlanet: Lieber G. G., danke für das Gespräch!

G.G. Anderson/youtube
Daniela Kerscher
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