Die besten Santiano Songs

Echte Seebären!

Oft reichen eingängige Melodien, um tolle Lieder zu schreiben. Doch echte Vollblutmusiker schreiben dazu auch tolle Texte – wie die Band Santiano. Lyrics und Klänge verbinden sich hier harmonisch zu wunderschöner Musik.

Santiano Songs Lyrics
Santiano machen Seemannslieder zum Mitsingen.

Sie sind echte Seebären. Die Santiano Lyrics ihrer Lieder handeln vom Meer, dem Segeln, der Freiheit und dem Leben als Seemann. Dem Leben des klassischen Seemanns – nicht dem des Kapitäns eines schicken Kreuzfahrtschiffes mit allem elektronischen Schnickschnack. Bei ihren Melodien und Lyrics bedienen sich Santiano der meist englischen Shantys, der Lieder der Matrosen, die zusammen harte Arbeit auf Segelschiffen verrichten mussten, z.B. auf Piraten- oder Sklavenschiffen. Im Laufe der Zeit entwickelten sich verschiedene Formen der Shantys. So gibt es auch Lieder, die beim Lichten des Ankers oder beim Setzen der Segel gesungen werden. Von den Shantys leitet sich auch der Bandname ab. Die norddeutsche Band Santiano macht eine moderne Mischung aus Rock, Pop und Seemannsliedern mit Irish-Folk Einflüssen. Santianos Lyrics sind überwiegend auf Deutsch verfasst.

Alles über das aktuelle Album „Mit den Gezeiten“ und die Tour-Termine Santianos findet Ihr hier!

Bereits zwei Nummer-1-Alben mit zahlreichen Seemanns-Lyrics haben Santiano bereits herausgebracht: „Bis ans Ende der Welt“ und „Mit den Gezeiten“. Ihre Lieder handeln von den alltäglichen Dingen der Seefahrer. Wir haben uns die Songtexte mal näher angeschaut.

„Santiano“ Lyrics

In den Lyrics des gleichnamigen Titels „Santiano“ geht es um die Freiheit, die das Segeln einem gibt. Sie singen davon, am Hafen immer wieder Abschied nehmen zu müssen und geliebte Menschen zurücklassen zu müssen, um auf große Fahrt zu gehen:

„Der Abschied fällt schwer, sag mein Mädchen ade“.

Doch die Leidenschaft zur See zu fahren überwiegt. Das zufriedene Gefühl auf See besiegt den Abschiedsschmerz. Das Abenteuer und die Freiheit sind wichtiger als jede Bindung und jeder Luxus – der Seemann folgt dem Ruf des Meeres („Volle Fahrt Santiano, geradeaus wenn das Meer uns ruft“). Ein Leben ohne Geld und Eigentum, immer unterwegs die Welt zu entdecken:

„Ich brauche kein zuhaus’ und ich brauch kein Geld, Leinen los“ und „Unser Schloss ist die ganze Welt,“ singen sie. Es geht darum das pure Leben zu genießen, draußen in der Natur leben zu können. „Unsere Decke ist das Himmelszelt.“

„Gott muss ein Seemann sein“ Text

Inhaltlich behandeln all die Lyrics der Santiano Songs ähnliche Themen rund um das Seemannsleben. Auch bei „Gott muss ein Seemann sein“ geht es um das Gefühl der Freiheit, das ein Leben auf See bietet:

„Lass die Angst und Sorgen los. Hier bist du frei - frei - frei - frei. Jede Fahrt ist wie ein neuer Tag.“

Dort kann man die Sorgen ablegen und immer wieder neu anfangen. Man spürt die besondere Macht des Wassers. Es befreit, entspannt und lässt einen zur Ruhe kommen. Das Ziel liegt stets am Horizont. Ein Seemann ist immer unterwegs und das Zuhause liegt immer in der Ferne – der Weg ist das Ziel.

„Wo die Wellen nach dem Himmel greifen, in der Ferne sind wir zu Haus’“, kann man in den Lyrics hören. Aber das Leben auf dem Meer kann auch sehr bedrohlich sein und birgt durchaus Gefahren. Gott muss wohl auch ein Seemann sein, denn die Seefahrer haben den „Allmächtigen“ an ihrer Seite. Er beschützt sie auch in stürmischen Zeiten und lässt sie sicher wieder in den Hafen einlaufen:

„Gott muss ein Seemann sein, keiner geht verloren [...],er lässt die Mannschaft nie allein.“

„Es gibt nur Wasser“ Songtext

Ein Seemann lebt im Allgemeinen ein sehr spartanisches Leben. Er schläft auf einfachen Pritschen oder in Hängematten, hat keine großen Besitztümer und ernährt sich von dem was an Bord zur Verfügung steht. Und wenn der Wind stoppt, ist er recht hilflos auf hoher See ausgeliefert. Davon erzählt der Song „Es gibt nur Wasser“:

„Wir haben Flaute und krepieren daran, denn schon seit Tagen geht es nicht mehr voran.“

Der Text erzählt vom Leben der Extreme und dem Leben unter Männern. Und wenn man den Elementen ausgesetzt ist und das lebensnotwendige Trinkwasser ausgeht, hilft nur noch Rum:

„Wir brauchen Rum, Rum, Rum, sonst verdursten wir.“

Doch wenn auch der zur Neige geht, droht man den Verstand zu verlieren. Umgeben von Wasser und trotzdem besteht die Gefahr zu verdursten. „Es gibt nur Wasser, Wasser, Wasser überall, doch wir haben nichts zu trinken.“

„Hoch im Norden“

Der Text von „Hoch im Norden“ ist eine Liebeserklärung an die Heimat der norddeutschen Musiker. Egal ob Nordsee oder Ostsee, alle Bandmitglieder sind echte Norddeutsche, die auch mal Plattdeutsch schnacken. Von ihrer Verbundenheit zu ihrer Heimat handelt ihre norddeutsche Hymne:

„Hoch im Norden weht ein rauer Wind, hoch im Norden wo wir zuhause sind, liegt das Land in dem wir leben, liegt das Land aus dem wir sind.“

„Gestrandet“

Dass es sich immer wieder lohnt sich nicht nur in der Musik zu verlieren, sondern auch hin und wieder auf den Text zu hören, zeigt die schöne Ballade „Gestrandet“. Diese Santiano Lyrics erzählen davon, dass es bei all den Seefahrer-Abenteuern und der Freibeuter-Romantik auch eine Schattenseite gibt. Träume können platzen, das Bestreben kann vergebens sein und das Glück lässt einen auch mal im Stich:

„Wir sind gestrandet, kein Weg zurück. Haben aufgegeben, Land ohne Glück. Die große Freiheit hat uns eiskalt erwischt, zu hoch geflogen, hart gelandet, wir sind gestrandet.“

Und selbst die größte Liebe hat Schwierigkeiten die Entfernung eines Ozeans zu überstehen: „Wo ist das Licht, das Licht, das einst so lodernd brannte, wir sind gestrandet.“

Eva Zinser
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