Er war der Kommissar, dem ganz Europa zusah, und stand für Quentin Tarantino vor der Kamera: Am 5. Oktober 2026 zieht Gedeon Burkhard bei „Promi Big Brother“ in den Container. Mit 57 Jahren wagt sich der Schauspieler damit in ein Format, das mit seiner bisherigen Karriere wenig gemein hat. Wer ist der Mann hinter Alexander Brandtner – und warum tut er sich das an?
Steckbrief: Gedeon Burkhard auf einen Blick
| Angabe | Detail |
|---|---|
| Name | Gedeon Burkhard |
| Geburtsdatum | 3. Juli 1969 |
| Geburtsort | München |
| Alter | 57 Jahre |
| Sternzeichen | Krebs |
| Wohnort | Berlin |
| Beruf | Schauspieler, Synchronsprecher, Regisseur |
| Bekannt aus | „Kommissar Rex“, „Alarm für Cobra 11“, „Inglourious Basterds“ |
| Auszeichnung | Goldene Romy 1999 (beliebtester Serienstar) |
| Kinder | eine Tochter (geboren 2004) |
| Reality-Erfahrung | „Ballando con le stelle“ (2011), „Licht aus“ (2024) |
| @gedeonburkhard_homepage (rund 15.000 Follower) |
Aus einer Künstlerfamilie: Kindheit in München
Gedeon Burkhard wurde am 3. Juli 1969 in München geboren – in eine Familie, in der die Bühne zum Alltag gehörte. Seine Mutter Elisabeth von Molo ist Schauspielerin, sein Urgroßvater Walter von Molo war Schriftsteller, ein weiterer Urgroßvater der Burgtheater-Schauspieler Alexander Moissi. Der Beruf lag also nahe, auch wenn Burkhard sich seinen Platz darin selbst erarbeiten musste.
Den Sprung ins Kino schaffte er Anfang der 1990er-Jahre. Mit der Komödie „Kleine Haie“ (1992) und „Abgeschminkt!“ gehörte er zu jener Generation deutscher Darsteller, die das Kino des Jahrzehnts prägte. Heute lebt Burkhard in Berlin.
„Kommissar Rex“: Die Rolle, die alles veränderte
Der Durchbruch kam 1998 – und er kam über einen Schäferhund. Als Kriminalinspektor Alexander Brandtner übernahm Burkhard in der österreichisch-deutschen Erfolgsserie „Kommissar Rex“ die Hauptrolle von Tobias Moretti. Bis 2001 stand er für rund 44 Folgen vor der Kamera. Die Serie lief in dutzenden Ländern, Burkhard wurde dadurch weit über den deutschsprachigen Raum hinaus bekannt.
1999 erhielt er für diese Rolle die Goldene Romy als beliebtester Serienstar – bis heute die wichtigste Auszeichnung seiner Laufbahn.
Auch danach blieb er dem Krimigenre treu: Von 2007 bis 2008 ermittelte er als Chris Ritter in rund 22 Folgen von „Alarm für Cobra 11“.
Von Tarantino bis Synchronkabine
Burkhards Karriere beschränkt sich nicht auf deutsche Serienrollen. 2006 war er in dem Drama „Der letzte Zug“ zu sehen, 2009 folgte eine Nebenrolle in Quentin Tarantinos „Inglourious Basterds“ – ein internationaler Auftritt, der ihm bis heute nachhängt. 2016 verkörperte er in „Die Geliebte des Teufels“ den Schauspieler Gustav Fröhlich.
Weniger sichtbar, aber mindestens so präsent ist Burkhard als Synchronsprecher: Er lieh unter anderem Keanu Reeves und Joaquin Phoenix die deutsche Stimme. Auf seinem Instagram-Profil beschreibt er sich inzwischen als „Writer, Director, Actor, Editor & AI Filmmaker“ – er arbeitet also längst auch hinter der Kamera.
Karriere-Stationen im Überblick
| Jahr | Projekt | Rolle / Funktion |
|---|---|---|
| 1992 | „Kleine Haie“ | Kinodurchbruch |
| 1998–2001 | „Kommissar Rex“ | Kriminalinspektor Alexander Brandtner |
| 1999 | Goldene Romy | Beliebtester Serienstar |
| 2006 | „Der letzte Zug“ | Kinorolle |
| 2007–2008 | „Alarm für Cobra 11“ | Chris Ritter |
| 2009 | „Inglourious Basterds“ | Nebenrolle bei Quentin Tarantino |
| 2011 | „Ballando con le stelle“ (Italien) | Tanzshow, Platz 5 |
| 2016 | „Die Geliebte des Teufels“ | Gustav Fröhlich |
| 2024 | „Licht aus“ | Reality-Experiment in völliger Dunkelheit |
| 2026 | „Promi Big Brother“ | Bewohner der 14. Staffel |
Privatleben: Eine Tochter, Berlin – und eine Beziehung zu dritt
Burkhard war 1996 kurzzeitig verheiratet. Aus der Beziehung mit Filomena Iannacone stammt seine 2004 geborene Tochter.
Für Schlagzeilen sorgte er 2023, als er seine Lebensform öffentlich machte: Burkhard lebt seither in einer gleichberechtigten Dreierbeziehung mit zwei Frauen, Ann-Britt Dittmar und Sasha Veduta. Gegenüber der „Bunte“ beschrieb er die Konstellation im März 2023 als
„eine richtige Dreierbeziehung, nicht nur sexuell, sondern eine in allen Aspekten ausgewogene.“
Gedeon Burkhard im Interview mit der „Bunte“, März 2023
Das Thema hat Burkhard seitdem mehrfach offen angesprochen – Schlagerplanet berichtete bereits ausführlich über sein Liebesleben zu dritt. Dass dieses Thema im Container zur Sprache kommt, gilt als so gut wie sicher.
Völlig neu ist die Reality-Welt für ihn übrigens nicht: 2011 tanzte er in der italienischen Tanzshow „Ballando con le stelle“, dem Pendant zu „Let’s Dance“, an der Seite von Samanta Togni auf Platz fünf. 2024 nahm er an dem Experiment „Licht aus“ teil, bei dem die Teilnehmenden fünf Tage in völliger Dunkelheit verbrachten – eine Erfahrung, die ihm nach eigener Aussage besser gefiel als erwartet.
„Promi Big Brother“ 2026: Alle Infos zur Staffel
Die 14. Staffel startet am Montag, 5. Oktober 2026, um 20:15 Uhr in Sat.1 und auf Joyn. Neu in diesem Jahr: Die Show läuft komplett in der Primetime statt wie zuletzt im Spätprogramm. Durch die Sendungen führen erneut Marlene Lufen und Jochen Schropp, im Anschluss folgt die „Promi Big Brother – Die Late Night Show“.
| Angabe | Detail |
|---|---|
| Staffel | 14 |
| Start | Montag, 5. Oktober 2026, 20:15 Uhr |
| Sender | Sat.1, Stream auf Joyn |
| Moderation | Marlene Lufen, Jochen Schropp |
| Bewohner | 10 |
| Preisgeld | 100.000 Euro |
| Geplantes Finale | 19. Oktober 2026 |
| Extras | 24-Stunden-Livestream auf Joyn, Late Night Show |
Mit Burkhard ziehen diese neun Mitbewohnerinnen und Mitbewohner ein:
- Axel Schulz (57) – Box-Legende, erstes Reality-Format
- Nadja Benaissa (44) – Sängerin der No Angels
- Redo (57) – Kult-Gastronom und Social-Media-Phänomen
- Maurice Dziwak (28) – Reality-Star aus „Promis unter Palmen“
- Christian Lell (42) – Ex-Profi des FC Bayern München
- Georgina „Gia“ Stumpf (37) – Content-Creatorin
- Nina Bridney (23) – TikTok-Streamerin
- Godfrey Egbon (35) – GNTM-Finalist 2026
- Francesca Morgese (28) – Gewinnerin des Schweizer „Bachelor“ 2020

Das sagt Burkhard selbst über seinen Einzug
In seinem Kandidatenprofil auf Joyn fasst der Schauspieler knapp zusammen, was er mitbringt:
„Mich und gute Laune.“
Gedeon Burkhard über das, was er in den Container mitbringt (Joyn)
Was er sich von der Zeit im Haus erhofft, formuliert er ähnlich unaufgeregt:
„Hoffentlich viele interessante Menschen kennenzulernen und von Anfang bis Ende dabeizubleiben.“
Gedeon Burkhard im Joyn-Kandidatenprofil
Und die 24-Stunden-Überwachung? Die schreckt ihn nach eigenen Angaben weniger als eine ganz andere Kleinigkeit:
„Ich freue mich auf jegliche Herausforderungen außer schnarchende Kollegen.“
Gedeon Burkhard im Joyn-Kandidatenprofil
Wie weit kommt der Schauspieler im Container?
Die Frage aus der Überschrift lässt sich damit beantworten: Gedeon Burkhard ist von allen zehn Bewohnern derjenige mit der längsten klassischen Karriere – ein Serienstar der späten Neunziger, der eine Romy im Regal stehen hat und für Tarantino vor der Kamera stand. Im Container ist er trotzdem kein Neuling in Sachen Ausnahmesituation: „Licht aus“ hat er überstanden, eine Tanzshow im italienischen Fernsehen auch.
Genau diese Mischung könnte ihn im Haus interessant machen. Während jüngere Bewohner wie Maurice Dziwak oder Nina Bridney mit Reality-Routine antreten, bringt Burkhard eine andere Ruhe mit – und mit seinem offen gelebten Privatleben ein Gesprächsthema, das in einem Format wie „Promi Big Brother“ kaum unausgesprochen bleiben wird. Aus Sicht der Branche spricht das für eine lange Verweildauer: Bewohner, die erzählen können und nicht polarisieren müssen, kommen in der Zuschauergunst oft weiter als die lautesten Kandidaten.
Ob das reicht, um bis zum geplanten Finale am 19. Oktober 2026 durchzuhalten und die 100.000 Euro mitzunehmen, entscheidet sich ab dem 5. Oktober in Sat.1 und auf Joyn.
Von: Julian Weber bearbeitet mit KI