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Nadja Benaissa bei „Promi Big Brother“: Wer ist die Sängerin?

11.09.2026, 14:17 Uhr

Sie war 18, als sie über Nacht zum Popstar wurde – und 27, als ihr Leben öffentlich auseinanderfiel. Jetzt zieht Nadja Benaissa in den wohl unbarmherzigsten Raum des deutschen Fernsehens: den Container von „Promi Big Brother“. Warum ausgerechnet diese Show für die No-Angels-Sängerin mehr ist als ein TV-Job, zeigt ein Blick auf ihren Weg.

Am 5. Oktober 2026 startet in Sat.1 die 14. Staffel von „Promi Big Brother“. Unter den zehn Bewohnerinnen und Bewohnern ist eine Frau, die man in einem Reality-Format nicht unbedingt erwartet hätte: Nadja Benaissa, Gründungsmitglied der erfolgreichsten Girlgroup, die Deutschland je hervorgebracht hat. Wer sie ist, was sie mitbringt – und was sie sich von zwei Wochen unter Dauerbeobachtung erhofft.

Steckbrief: Nadja Benaissa auf einen Blick

Name Nadja Araceli Benaissa
Geburtstag 26. April 1982
Alter 44 Jahre
Geburtsort Frankfurt am Main
Aufgewachsen in Langen (Hessen)
Wohnort Berlin
Beruf Sängerin, Songwriterin, Personal Trainerin
Bekannt aus No Angels, „Popstars“, „Die Passion“, „The Masked Singer“, „Let’s Dance“
Familie Tochter (geboren 1999)
Bei „Promi Big Brother“ Staffel 14, Einzug am 5. Oktober 2026
Infografik mit dem Steckbrief von Nadja Benaissa zu Promi Big Brother 2026
Steckbrief von Nadja Benaissa zur 14. Staffel von „Promi Big Brother“. Grafik: SchlagerPlanet

Der Popstars-Moment: Wie aus einer 18-Jährigen ein No Angel wurde

Nadja Benaissa wurde am 26. April 1982 in Frankfurt am Main als Tochter eines marokkanischen Vaters und einer deutschen Mutter geboren und wuchs im hessischen Langen auf. Im Jahr 2000 setzte sie sich beim Casting der RTL-II-Show „Popstars“ durch – gemeinsam mit Lucy Diakovska, Sandy Mölling, Vanessa Petruo und Jessica Wahls.

Was danach folgte, war beispiellos: Mit über fünf Millionen verkauften Tonträgern gelten die No Angels bis heute als erfolgreichste Girlgroup Kontinentaleuropas. Für Benaissa bedeutete das Ruhm im Rekordtempo – und das als junge Mutter. Ihre Tochter war im Oktober 1999 zur Welt gekommen, also noch vor dem Casting.

Solokarriere, Bundesvision Song Contest und der ESC 2008

Nach der ersten Trennung der Band im Jahr 2003 versuchte sich Benaissa solo. Ihr Debütalbum „Schritt für Schritt“ erschien im Februar 2006 und erreichte Platz 71 der deutschen Albumcharts. Die Single „Ich hab dich“ kam auf Platz 36 – und brachte ihr beim Bundesvision Song Contest 2006 den vierten Platz ein.

2007 kehrten die No Angels als Quartett zurück. Ein Jahr später traten sie für Deutschland beim Eurovision Song Contest in Belgrad an. Mit „Disappear“ landeten sie im Finale allerdings auf Platz 23 – ein Ergebnis, das die Band lange begleitete.

  • 2000: Sieg bei „Popstars“, Gründung der No Angels
  • 2003: Erste Trennung der Band
  • 2006: Soloalbum „Schritt für Schritt“, Platz 4 beim Bundesvision Song Contest
  • 2007: Reunion der No Angels
  • 2008: Eurovision Song Contest in Belgrad mit „Disappear“
  • 2010: Ausstieg aus der Band
  • 2021: Comeback zum 20-jährigen Jubiläum

Der Bruch: Was 2009 und 2010 geschah

2009 wurde öffentlich, dass Nadja Benaissa seit ihrer Schwangerschaft 1999 mit einer HIV-Infektion lebt. Es folgte ein Gerichtsverfahren, weil sie Sexualpartner nicht über die Infektion informiert hatte. Im August 2010 verurteilte das Amtsgericht Darmstadt sie zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren auf Bewährung sowie zu 300 Arbeitsstunden in einer AIDS-Einrichtung.

Im selben Jahr verließ sie die No Angels – nach eigener Darstellung wegen körperlicher und psychischer Erschöpfung. Danach verschwand sie fast vollständig aus der Öffentlichkeit.

Abitur, Ausbildung, Neuanfang: die stillen Jahre

Statt eines schnellen Comebacks kam eine Phase, die wenig mit Showbusiness zu tun hatte. 2011 holte Benaissa am Berlin-Kolleg ihr Abitur nach. Sie absolvierte eine Ausbildung zur Veranstaltungskauffrau und machte im September 2021 zusätzlich die A-Lizenz als Fitnesstrainerin. Seither arbeitet sie auch als Personal Trainerin und Health Coach.

Musikalisch blieb sie trotzdem aktiv: Von 2019 bis 2021 sang sie bei der A-cappella-Band medlz, danach arbeitete sie an eigenen Songs. Parallel engagiert sie sich öffentlich – unter anderem für die Enttabuisierung von HIV, für die Sichtbarkeit von People of Color in deutschen Medien und für Aufklärung über psychische Erkrankungen. Im Februar 2025 wurde sie in die Jury des Preises für Popkultur berufen.

Comeback: „Die Passion“, „The Masked Singer“ und „Let’s Dance“

2021 kehrten die No Angels zum 20-jährigen Jubiläum zurück – mit Benaissa. Seitdem ist sie wieder regelmäßig im Fernsehen zu sehen: Im März 2024 spielte sie in der RTL-Liveshow „Die Passion“ die Maria, im Mai 2024 stand sie als „Elgonia“ im Halbfinale von „The Masked Singer“.

2026 folgte der bislang größte TV-Erfolg: Bei „Let’s Dance“ tanzte sie mit Profi Vadim Garbuzov und entwickelte sich zur heimlichen Favoritin. Am 1. Mai 2026 bekam sie für ihren Tango die Höchstwertung von 30 Punkten – und schied trotzdem aus. Sie beendete die Staffel auf Platz sieben. Nach der Show sagte sie ihrem Partner und den Zuschauern Danke: „Vielen Dank, dass ihr uns auf dieser Reise begleitet habt.“

Nadja Benaissa und Vadim Garbuzov nach ihrem Ausscheiden bei Let's Dance 2026
Nadja Benaissa und Tänzer Vadim Garbuzov nach ihrem Ausscheiden bei „Let’s Dance“, Köln, 01.05.2026. Foto: IMAGO / Panama Pictures (Christoph Hardt)

Wie sehr sie die Show verändert hat, zeigte sich danach auch privat: Im Sommer 2026 erzählte sie offen von einem kurzen Ausflug in die Welt der Dating-Apps – und davon, warum sie ihn nach sechs Wochen wieder beendete.

Nadja Benaissa bei „Promi Big Brother“ 2026: alle Infos zur Staffel

Die 14. Staffel steht unter dem Motto „Nur die Harten kommen in den Garten“. Gesendet wird ab dem 5. Oktober 2026 täglich um 20:15 Uhr in Sat.1, dazu läuft auf Joyn ein 24-Stunden-Livestream. Moderiert wird wie gewohnt von Marlene Lufen und Jochen Schropp. Für die Bewohnerinnen und Bewohner geht es um ein Preisgeld von 100.000 Euro.

Bewohner/in Bekannt als
Nadja Benaissa (44) Sängerin der No Angels
Axel Schulz (57) Ex-Profiboxer
Gedeon Burkhard (57) Schauspieler
René „Redo“ Dost (57) Gastronom und Unternehmer
Christian Lell Ex-Profifußballer (Bayern München, Hertha BSC)
Gia Georgina (37) Podcast-Hosterin
Godfrey Egbon (35) GNTM-Zweiter 2026
Maurice Dziwak (28) Reality-TV-Star
Francesca Morgese (28) Bachelor-Gewinnerin (Schweiz)
Nina Bridney (23) Content-Creatorin

Über einen der Mitbewohner hat SchlagerPlanet bereits ausführlich berichtet: Wer der Gastronom Redo ist, liest sich als Kontrastprogramm zu Benaissas leisem Auftreten.

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„Jetzt ist die Bombe geplatzt“: Das Geheimnis war eine Belastung

Dass sie dabei ist, musste Benaissa lange für sich behalten – und das mitten in einem vollen Kalender. Die No Angels sind 2026 mit ihrer Jubiläumstour „TwentyFive Live“ unterwegs, zuletzt spielte die Band Anfang September in Hannover.

„Das war auf jeden Fall schwer, weil ich musste ja auch irgendwie trotzdem noch meine anderen Termine koordinieren, mit der Band und mit der Familie.“

Nadja Benaissa gegenüber Promiflash über die Geheimhaltung

Mit der offiziellen Bekanntgabe fiel die Anspannung ab: „Wow. Ich bin aufgeregt. Natürlich. Aber ich bin auch gerade so ein bisschen erleichtert“, sagte sie Promiflash. Und weiter: „Jetzt ist die Bombe geplatzt. Und jetzt muss auch niemand mehr seinen Mund halten.“ Das erste Treffen mit einigen Mitstreitern habe ihr zusätzlich Sicherheit gegeben – ihr Fazit zum Cast: „Ich muss sagen, ich finde, es ist wirklich ein toller Cast.“

Kein Kaffee-Entzug, dafür innere Ruhe: So bereitet sie sich vor

Eine klassische Vorbereitung auf den Container gibt es bei ihr nicht. Auf die Frage, ob sie ihren Konsum vorher herunterfahre, antwortete sie deutlich:

„Ich bereite mich nicht ernsthaft darauf vor, im Sinne von, dass ich jetzt meinen Kaffee reduziere und so. Ich denke mir, das tue ich mir jetzt nicht an. Dann muss ich da irgendwie zwei, drei Tage durch.“

Nadja Benaissa gegenüber Promiflash

Mental sieht das anders aus: „Ich war die letzten Wochen auch sehr aufgeregt und war eigentlich hauptsächlich damit beschäftigt, meine innere Ruhe wiederzufinden. Das war auch schon genug Arbeit.“

Die Kameras: Fluch und Schutz zugleich

Die permanente Überwachung sieht Benaissa erstaunlich nüchtern – und durchaus als Vorteil. Wer rund um die Uhr gefilmt wird, kann sich hinterher nicht auf einen ungünstigen Schnitt berufen:

„Der Vorteil ist natürlich, dass man immer so einen Beweis hat, wie eine Situation wirklich war, und dann nicht behaupten kann: ‚Das wurde so geschnitten‘. Aber es ist natürlich auch ein Nachteil, wenn man sich daneben benommen hat.“

Nadja Benaissa gegenüber Promiflash

Auch mit Gegenwind rechnet sie: „Natürlich wird es auch negatives Feedback geben und negative Resonanz. Das ist immer so. Das muss man halt irgendwie ein bisschen ausblenden.“

Darum ist der Container für Nadja Benaissa mehr als eine TV-Show

Und damit ist man beim eigentlichen Punkt. Nadja Benaissa hat zwei Jahrzehnte damit verbracht, Abstand zu halten: erst als Teenagerin im Popstar-Karussell, dann als Frau, über die in einer der härtesten Medienphasen der 2000er-Jahre bundesweit berichtet wurde, schließlich als jemand, der sich bewusst zurückzog und neu anfing. Kontrolle über das eigene Bild war für sie jahrelang kein Luxus, sondern Selbstschutz.

„Promi Big Brother“ ist das Gegenteil davon. Zwei Wochen ohne Rückzugsort, ohne Möglichkeit, eine Fassade zu halten – genau das ist für sie der Reiz:

„Ich erhoffe mir, dass ich einen guten Eindruck bei den Zuschauern und meinen Mitbewohnern hinterlassen kann. Und dass ich mich ein bisschen mehr öffne. Das denke ich, wird auf jeden Fall dort passieren, weil man dort auch keine andere Wahl hat. Man kann da auch keine Fassade aufrechterhalten.“

Nadja Benaissa gegenüber Promiflash

Was die Zuschauer nach zwei Wochen über sie denken sollen, hat sie dabei ziemlich präzise formuliert: „Ah, okay. Da ist doch irgendwie ganz schön viel Emotion dahinter.“

Aus Sicht der Branche ist das eine riskante Wette. Reality-Formate belohnen selten die Leisen, und Benaissa bringt weder Krawall noch eine Skandal-Strategie mit. Was sie mitbringt, hat sie selbst so beschrieben: „Eine gute Portion Neugier und Ehrgeiz.“ Bei „Let’s Dance“ hat genau diese Mischung sie bis auf Platz sieben getragen – und zur Publikumsfavoritin gemacht, deren Aus für Kritik sorgte.

Der Container könnte also ausgerechnet für sie die passende Bühne sein: keine Choreografie, keine Jury, keine zweite Aufnahme. Nur eine Frau, die seit Jahren daran arbeitet, sich nicht mehr verstecken zu müssen – live ab dem 5. Oktober 2026 um 20:15 Uhr in Sat.1.

Von: Julian Weber bearbeitet mit KI

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