Er brüllt „Gastro ist geil“ in die Kamera, fährt im lila Lamborghini über den Ku’damm und zieht am 5. Oktober 2026 in den „Promi Big Brother“-Container: Redo, bürgerlich René Dost, ist der wohl meistdiskutierte Gastronom Deutschlands. Dieser Steckbrief zeigt, wer hinter dem Slogan steckt, wie aus einem Imbisswagen in Brandenburg ein Firmengeflecht mit mehr als 40 Geschäftsbereichen wurde – und warum ausgerechnet diese Show für ihn zur echten Bewährungsprobe wird.
Steckbrief: Redo auf einen Blick
| Angabe | Detail |
|---|---|
| Bürgerlicher Name | René Dost |
| Künstlername | Redo |
| Geboren | 6. November 1968 |
| Alter | 57 Jahre |
| Wohnort | Ketzin/Havel (Brandenburg) |
| Beruf | Gastronom, Unternehmer, Content Creator |
| Herkunft | aufgewachsen in einer Gastronomenfamilie in der DDR |
| Bekannt für | den Slogan „Gastro ist geil“ (GIG), die Marke Redo XXL |
| TV-Auftritte | u. a. „Mein Lokal, Dein Lokal“, „Promi Big Brother“ 2026 |
| @rene.redo, rund 682.000 Follower (Stand: 11.09.2026) |
Vom Imbisswagen in Ketzin zum Gastro-Imperium
René Dost wuchs nach Angaben des Streamingdienstes Joyn in einer Gastronomenfamilie in der DDR auf und lernte in den 1980er-Jahren Koch und Restaurantfachmann. Kurz nach der Wende, Anfang der 1990er-Jahre, startete er mit einem eigenen Imbisswagen in Ketzin bei Potsdam. Zu den genauen Jahreszahlen gibt es unterschiedliche Angaben: Das Branchenmagazin food-service schreibt, Dost sei beim Start 22 Jahre alt gewesen, die Fachseite campus a college datiert den ersten Imbisswagen auf 1990. Seine erste feste Gaststätte eröffnete er laut t-online 1997 in Ketzin.
Aus dem Imbiss wurde über drei Jahrzehnte ein weit verzweigtes Unternehmen. Heute führt Dost die Redo-Unternehmensgruppe mit nach Joyn-Angaben über 40 Geschäftsbereichen und mehr als 210 Mitarbeitenden. Gegenüber food-service bezifferte er den Jahresumsatz nach eigenen Angaben auf rund 20 Millionen Euro – bei zehn Läden allein in Potsdam und insgesamt 38 Outlets in den Bereichen Gastronomie, Catering & Event sowie Media & Service. Zum Portfolio zählen unter anderem:
- Redo XXL – das Konzept mit den überdimensionierten Portionen, das ihn bekannt machte
- GIG – Gastro ist geil – ein Streetfood-Lokal am Potsdamer Nauener Tor
- 800° Prime Beef – ein Steakhouse-Konzept
- Café Heider – das Traditionscafé am Nauener Tor
- dazu Foodtrucks, Catering, ein Hotel am Motzener See, Immobilienverwaltung, eine Werbeagentur und eine Führungskräfteakademie
„Ich bin jetzt 35 Jahre lang Unternehmer mit derselben Steuernummer.“
René Dost im Interview mit dem Branchenmagazin food-service
„Gastro ist geil“: Wie Redo zum Meme-König wurde

Den Sprung vom regionalen Gastronomen zur bundesweiten Internetfigur schaffte Dost 2025 und 2026 – mit lauten, bunten Videos, in denen er tanzt, gestikuliert und seinen Schlachtruf „Gastro ist geil“ in die Kamera ruft. Aus dem Slogan wurde das Kürzel GIG, aus dem Kürzel ein Meme. Auf Instagram folgen ihm inzwischen rund 682.000 Menschen (Stand: 11. September 2026), zusammen mit TikTok kommt er nach Angaben von food-service auf über eine Million Follower. Der Berliner KURIER sprach im August 2026 sogar von 1,4 Millionen Followern.
Die Reichweite zahlt sich messbar aus: Gegenüber t-online berichtete Dost, sein Umsatz sei „durch den TikTok-Hype um 30 Prozent gestiegen“. Parallel veröffentlichte er laut Joyn einen eigenen Song und ein Business-Buch über seinen Werdegang.
Wie präsent er auch kurz vor dem Einzug ist, zeigt sein Instagram-Profil: Am 10. September 2026 postete er Eindrücke von seinem ersten Tag in den USA – der Beitrag sammelte binnen eines Tages rund 11.800 Likes.
Die Kehrseite: Fake-Bestellungen und Hass im Netz
Mit der Reichweite kamen die Probleme. Joyn beschreibt „Fake-Bestellungen, Telefon-Terror und eine wachsende Anti-Fangemeinde, die ihn gezielt sabotiert“. In sozialen Netzwerken wird Dost seit dem Frühjahr 2026 zunehmend mit dem YouTuber Rainer Winkler alias „Drachenlord“ verglichen – ein Vergleich, den t-online im Juni 2026 aufgriff und zugleich einordnete: Anders als der Einzel-YouTuber Winkler führe Dost ein etabliertes Unternehmen mit Restaurants, Mitarbeitern und professionellem Markenauftritt.
Wie sehr ihn die Sabotage trifft, machte er selbst öffentlich, als er von 17 Fake-Bestellungen an einem einzigen Tag berichtete.
„Wie krank seid ihr eigentlich?“
René Dost über Fake-Bestellungen in seinen Betrieben, zitiert von t-online
Lamborghini am Ku’damm: Als die Aktion eskalierte
Am Sonntag, dem 23. August 2026, wurde aus einer Social-Media-Aktion ein Polizeieinsatz. Dost hatte seine Follower aufgefordert, ihn auf dem Berliner Kurfürstendamm zu besuchen, und rollte dort im Schritttempo in einem lila Lamborghini Revuelto die Prachtstraße hinunter – den Wagen hatte er laut TV Movie im Juli 2026 für rund 800.000 Euro erworben. Innerhalb weniger Minuten drängten sich Hunderte Schaulustige um das Auto, der Verkehr kam zum Erliegen. Ein Mädchen wurde verletzt, als der Wagen ihr über den Fuß fuhr.
Ein Polizeibeamter stellte Dost vor Ort zur Rede, wie t-online berichtete:
„Sie sind gerade einem Mädchen über den Fuß gefahren. Die ist jetzt verletzt. Das bedeutet, wir müssen jetzt einen Verkehrsunfall aufnehmen.“
Ein Polizeibeamter am Kurfürstendamm, zitiert von t-online
Dost selbst zeigte sich überrascht: „Das habe ich gar nicht mitbekommen“, sagte er demnach vor Ort. Am Abend zog er Bilanz: „Die Situation ist komplett eskaliert. Gott sei Dank war die Berliner Polizei an meiner Seite.“ Eine Wiederholung schloss er aus: „So etwas wird es auf jeden Fall nie wieder geben.“
Kritik an der Hygiene in seinen Betrieben
Für Schlagzeilen sorgte im Frühjahr 2026 auch eine Recherche des Tagesspiegels. Danach fanden Lebensmittelkontrolleure bei sechs Redo-Restaurants in Berlin und Brandenburg – vier davon in Potsdam – Mängel, überwiegend aus dem Jahr 2025, teils auch aus 2024. Genannt werden verdorbene Lebensmittel, Verschmutzungen und Insektenbefall; für das „Café Heider“ und das „Redo XXL“ habe es ordnungsbehördliche Verfügungen gegeben.
Maik Maschke, Vorsitzender des Bundesverbands der Lebensmittelkontrolleure, sah in den Berichten am 31. März 2026 „erhebliche Defizite im unternehmensweiten Hygienemanagement“. Dost widersprach: Die Bewertung sei „nicht als valide einzuschätzen“, man könne nicht „aus historischen Einzelbefunden auf den heutigen Zustand“ schließen. Nach jeder Kontrolle seien die Mängel behoben worden.
Redo bei „Promi Big Brother“ 2026: alle Infos zur Staffel

Die 14. Staffel von „Promi Big Brother“ startet am Montag, dem 5. Oktober 2026, um 20.15 Uhr in Sat.1 und läuft mit 15 Ausgaben bis zum 19. Oktober. Auf Joyn gibt es einen 24-Stunden-Livestream, im Anschluss an jede Folge eine Late-Night-Show. Durch die Staffel führen Marlene Lufen und Jochen Schropp. Das Motto lautet „Nur die Harten kommen in den Garten“, zu gewinnen sind 100.000 Euro.
Diese zehn Prominenten ziehen ein:
- Redo (René Dost), 57 – Gastronom und Unternehmer
- Axel Schulz, 57 – ehemaliger Profiboxer
- Gedeon Burkhard, 57 – Schauspieler
- Nadja Benaissa, 44 – Sängerin (No Angels)
- Christian Lell, 42 – ehemaliger Fußballprofi
- Georgina „Gia“ Stumpf, 37 – Podcasterin und Content Creator
- Godfrey Egbon, 35 – „Germany’s next Topmodel“-Finalist 2026
- Maurice Dziwak, 28 – Reality-Star
- Francesca Morgese, 28 – Reality-Bekanntheit
- Nina Bridney, 23 – Streamerin
In der Reality-Szene ist Dost längst angekommen: Im August 2026 wurde er laut TV Movie auf einer Geburtstagsparty gemeinsam mit Claudia Obert und Katja Krasavice gesichtet.
Vorbereitung mit KI: So geht Redo die Show an
Auf den Einzug bereitet sich der Unternehmer so vor, wie er auch sein Geschäft führt – systematisch. Im Gespräch mit Promiflash erklärte er am 8. September 2026, er analysiere seine künftigen Mitbewohner mithilfe seines KI-Chatbots „Kira“, der Social-Media-Accounts und Medienberichte auswertet. Ziel: mögliche Verbündete und Konfliktherde schon vor dem Einzug erkennen.
„Ich nehme jetzt jede einzelne Persönlichkeit, also jeden einzelnen Bewohner, natürlich noch mal auseinander. Ich versuche, mich gut vorzubereiten.“
René „Redo“ Dost gegenüber Promiflash, 8. September 2026
Warum der Container für Redo die eigentliche Herausforderung ist
Genau hier liegt die Pointe seiner Teilnahme. Ein Mann, der sein Imperium über Reichweite steuert und jeden Tag Dutzende Entscheidungen trifft, gibt für zwei Wochen alles ab, was ihn ausmacht: kein Handy, keine Firma, keine Mitarbeiter, keine Kontrolle über das eigene Bild. Auf Joyn beschreibt er selbst, was er stattdessen mitbringt.
„Ich bringe vor allem eins mit: 100 Prozent René Redo. Ich bin laut, ich bin direkt, ich bin emotional und manchmal wahrscheinlich auch ein bisschen anstrengend – aber ich bin immer echt.“
Redo im Kandidaten-Steckbrief auf Joyn
Sein Ziel formuliert er so knapp wie seine Videos: „Ich will ins Finale! Definitiv.“ Und auf die Frage nach seiner größten Angst antwortet ausgerechnet der Mann, den das halbe Internet zur Zielscheibe erklärt hat, nicht mit den Mitbewohnern, nicht mit den Zuschauern und nicht mit den Prüfungen: „Den größten Respekt habe ich vor mir selber.“ Ob das Selbstbewusstsein trägt, wenn Kameras rund um die Uhr laufen und kein Mitarbeiter mehr Anweisungen entgegennimmt, entscheidet sich ab dem 5. Oktober.
Von: Julian Weber bearbeitet mit KI