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Marius Borg Høiby bleibt freiwillig in U-Haft – und sucht Arbeit

05.10.2026, 15:36 Uhr

Er könnte die Untersuchungshaft unter Auflagen verlassen – doch Marius Borg Høiby sagt Nein. Der 29-jährige Sohn von Königin Mette-Marit bleibt lieber weitere vier Wochen mit Fußfessel auf Gut Skaugum. Und er hat einen Plan für diese Zeit, der überrascht.

Vier weitere Wochen mit Fußfessel auf Skaugum

Wie norwegische Medien am 1. Oktober 2026 übereinstimmend berichteten, hat Marius Borg Høiby der Verlängerung seiner Untersuchungshaft zugestimmt. Laut Polizeijuristin Oda Karterud wird die Haft weiterhin mit elektronischer Kontrolle auf Skaugum vollzogen, dem Anwesen seiner Mutter und von König Haakon. Die Staatsanwaltschaft sehe nach wie vor Wiederholungsgefahr.

Bemerkenswert ist der Grund für die Zustimmung: Es habe Gespräche mit der Polizei über die Bedingungen einer möglichen Entlassung gegeben, sagte sein Verteidiger Alexander Greaker der Zeitung „Dagbladet“. Diese Auflagen hält Høiby jedoch für unzumutbar. Welche Bedingungen genau gemeint sind, geht aus den Berichten nicht hervor. Statt die Haft unter diesen Vorgaben zu verlassen, behält er also die bisherige Regelung bei.

Marius Borg Høiby will einen festen Job

Die kommenden Wochen will der Royal offenbar für einen beruflichen Neustart nutzen. Sein Anwalt formulierte es gegenüber „Dagbladet“ so:

„Høiby stimmt der fortgesetzten Untersuchungshaft für vier Wochen zu. Er ist motiviert, mit der Arbeit anzufangen.“

Verteidiger Alexander Greaker zu „Dagbladet“, 01.10.2026 (Übersetzung; Original: „Høiby samtykker til fortsatt varetekt i fire uker. Han er motivert for å komme i gang med arbeid.“)

Laut den Berichten will Høiby die Zeit nutzen, um sich ein konkretes Stellenangebot zu sichern. In welcher Branche, ist nicht bekannt. Ein Blick auf seinen bisherigen Werdegang zeigt, wie unstet dieser verlief:

  • 2017 begann er ein Wirtschaftsstudium in den USA, das er laut t-online nicht abschloss.
  • Im selben Jahr absolvierte er ein Praktikum beim Modedesigner Philipp Plein.
  • Danach arbeitete er als Style-Redakteur für das britische Modemagazin „Tempus“, bis es Ende 2018 eingestellt wurde.
  • Zuletzt war er laut t-online als Mechaniker in einer Motorradwerkstatt tätig.

Neue Anwälte, neue Strategie

Erst Ende September hatte Høiby sein Verteidigerteam ausgetauscht. Statt Ellen Holager Andenæs und Petar Sekulic vertreten ihn nun Alexander Greaker und Daniel Storrvik. Greaker kündigte im norwegischen Sender TV 2 einen neuen Kurs an:

„Jetzt kommen wir mit einer neuen Perspektive und der Möglichkeit, eine neue Strategie zu entwickeln.“

Alexander Greaker zu TV 2, 24.09.2026 (Übersetzung; Original: „Nå kommer vi inn med et nytt perspektiv og muligheten til å legge en ny strategi.“)

Die Strategie wird im Berufungsverfahren gebraucht. Im Juni 2026 hatte das Osloer Bezirksgericht Høiby zu vier Jahren Haft verurteilt, unter anderem wegen zweier Vergewaltigungen nach norwegischem Recht und Gewalt in einer nahen Beziehung. Von zwei weiteren Vergewaltigungsvorwürfen wurde er freigesprochen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig, Høiby ging in Berufung. Mehr zu den Folgen lesen Sie in unserem Artikel Warum Marius Borg Høiby jetzt mehr Haft droht.

Die wichtigsten Daten im Überblick

Was Wann
Beginn der Untersuchungshaft Februar 2026
Urteil Bezirksgericht Oslo (vier Jahre Haft) 15. Juni 2026
U-Haft mit Fußfessel auf Skaugum seit Mitte Juli 2026
Teilnahme an der Trauerfeier für König Harald V. 9. September 2026
Wechsel zu Greaker und Storrvik Ende September 2026
Zustimmung zu vier weiteren Wochen U-Haft 1. Oktober 2026
Beginn Berufungsprozess, Borgarting lagmannsrett (16 Verhandlungstage) 9. Februar 2027

Wie es für Mette-Marits Sohn weitergeht

Wie ungewöhnlich seine Haft ohnehin abläuft, hatten wir bereits hier beschrieben. Öffentlich zu sehen war Høiby zuletzt am 9. September, als er mit einer Sondergenehmigung an der Trauerfeier für König Harald V. im Osloer Dom teilnahm. Ein Auftritt, der für scharfe Kritik sorgte.

Bis zum Berufungsprozess im Februar 2027 bleiben noch gut vier Monate. Ob die U-Haft nach den nun vereinbarten vier Wochen erneut verlängert wird oder ob Høiby und die Polizei sich doch noch auf Auflagen für eine Entlassung einigen, ist offen. Fest steht nur: Der Sohn der Königin will die Zeit bis dahin nicht untätig verbringen, sondern arbeiten.

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