Geschwisterpaare: Gemeinsam durchs Leben

Familienbande

Die Bee Gees, die Jackson Five oder Oasis – es gibt unzählige Geschwisterpaare, die gemeinsam mit ihrer Musik zu Weltstars wurden. Auch im Schlagerbereich tummeln sich viele Geschwister. Heute, am „Tag der Geschwister“ stellen wir sie Euch vor!

Geschwisterpaare Musik Band Schlager
Früher spielten Anita und Alexandra Hofmann für ihre Familie. Heute stehen sie auf den großen Bühnen.

Man kennt es aus der eigenen Familie. Niemand kann einen so leicht ärgern, wie der Bruder oder die Schwester. Bei niemandem sonst ist ein Streit aber auch so schnell vergeben und vergessen. Die gemeinsame Kindheit verbindet. Kommunikation kann häufig auch ohne viele Worte geschehen. Das hilft natürlich auch auf der Bühne und beim Musizieren. Und deshalb gibt es zahlreiche erfolgreiche Beispiele von Geschwisterpaare, die gemeinsam in einer Band spielen – heute ist „Tag der Geschwister“ – Grund genug, sie Euch vorzustellen!

Brunner & Brunner

Seit Mitte der 1980er-Jahre sind die Brunner Brüder Karl (Charly) und Johann (Jogi) Brunner fester Teil der deutschsprachigen Schlager- und Volksmusikszene. Zunächst traten die Zwei noch unter dem Namen „Happy“ auf, doch ab 1991 machten sie ihren Namen und ihr Verwandtschaftsverhältnis zur Marke: Brunner & Brunner ist heute eigentlich jedem ein Begriff. Gleich zehn Mal ergatterten die beiden Sänger die Goldene Stimmgabel. 2003 gab es den „ECHO“ und drei „Amadeus Awards“ stehen mittlerweile bei ihnen Zuhause. 2011 betrat Charly Brunner mit seiner Single „Was immer du willst“ erstmals Solopfade. Mittlerweile betritt er wieder zu zweit die Bühne. Gemeinsam mit Simone Stelzer stürmt Charly in den letzten Jahren die Hitparaden. Auch sein Bruder Jogl Brunner ist seit diesem Jahrt solo unterwegs.

Die Jacob Sisters

Nicht nur Brüder teilen sich den Platz auf der Bühne. Bei den Jacob Sisters handelt es sich allerdings nicht um ein Geschwisterpaar: Johanna, Rosi, Eva und Hannelore machten seit den 1950er Jahren zu viert Musik. Nach dem Tod von Hannelore im Jahr 2008 machten sie zunächst als Trio weiter. Mittlerweile ist Johanna an Demenz erkrankt und lebt in einem Pflegeheim, weshalb an eine Musikarierre nicht mehr zu denken ist. Obwohl die vier Frauen aus Sachsen stammen, haben sie sich einen englischen Bandnamen gegeben. Auf dem Höhepunkt ihrer Karriere in den 1960er-Jahren traten sie nämlich gemeinsam mit Größen wie Louis Armstrong oder Sammy Davis Jr. In den USA auf. Auch wenn die Jacob Sisters ihr Erfolgslevel nicht bis zum Schluss halten konnten, sind sie ein Beispiel dafür, dass Geschwister mit ihrer Musik gemeinsam durchs Leben gehen können.

Die Amigos

Die Amigos zeigen, dass sich ein gemeinsamer Wille auszahlen kann. Lange Zeit wollte ihre Karriere keine Fahrt aufnehmen. Doch die Brüder Bernd und Karl-Heinz Ulrich glaubten an ihren Traum. Musikalisch ergänzten sie sich schon seit dem Kindesalter. Karl-Heinz erlernte die Akkordinstrumente Keyboard und Gitarre. Bernd konnte mit dem Schlagzeug für die Rhythmen sorgen. Ihre erste „ECHO“-Nominierung erhielten sie 2007 im Alter von 56 beziehungsweise 58 Jahren. Heute gehören sie zur ersten Liga der Schlagerbands im deutschsprachigen Raum. Wer weiß, ob der Traum ohne die Unterstützung des Bruders nicht längst begraben worden wäre.

Anita und Alexandra Hofmann

Anita und Alexandra Hofmann stehen schon seit frühester Kindheit gemeinsam auf Bühnen. Zunächst traten sie nur vor der Familie auf, doch schon bald präsentierten sie ihr Können auch vor größeren Menschenmassen. Auf ihrer Homepage beschreiben sich Anita und Alexandra gegenseitig. Alexandra nennt Anita ihre „beste Freundin“. Diese könnte sich widerum „keine bessere Schwester“ wünschen. Seit 2012 treten die beiden Sängerinnen nicht mehr unter der Namen Geschwister Hofmann, sondern als Anita & Alexandra Hofmann auf. Auch wenn ihr aktuelles Album „Wir“ heißt, wird deutlich: Trotz aller Gemeinsamkeit sind die Geschwister immer noch Einzelpersonen und wollen auch als solche wahrgenommen werden. Dann kann es auch als Team mit der großen Karriere funktionieren – ohne Neid und Streitereien.

Lenne Kaffka
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