"Kontakte und viel Liebe und Freude!"

Der Beruf des Promoters

Promoter werden

Promotion - das ist in der Musikbranche die gezielte Vermarktung von Künstlern und deren Musik. Vom Beruf des Promoters hat wohl jeder schon einmal gehört. Doch was genau macht ein Promoter eigentlich?

Franca Barthel
Franca Barthel

In einem exklusiven Interview hat sich Franca Barthel von franel die Zeit genommen ihren beruflichen Werdegang und den Arbeitsalltag als Promoterin etwas genauer zu beleuchten.

SchlagerPlanet: Können Sie sich für unsere Leser bitte kurz vorstellen?

Franca Barthel: Mein Name ist Franca Barthel, geboren 1982 in der Eifel/Rheinland Pfalz. 2011 gründete ich in München meine eigene Promotionagentur franel. Seit 2013 lebe und arbeite ich überwiegend in Hamburg.

SP: Wie sind Sie zu Ihrem Beruf gekommen und welche Vorerfahrung brachten Sie in der Branche bereits mit?

F.B.: Ich habe an der Universität Paderborn in Kooperation mit der Musikhochschule in Detmold meinen Master in „Populärer Musik und Medien“ absolviert. Durch das Studium konnte ich meine privat erworbenen Vorkenntnisse im Bereich der Medien und der Musik ausweiten. Ergänzend hierzu boten mir Praktika bei den Fernsehunternehmen RTL und PRO SIEBEN wie auch bei der Fernsehproduktionsfirma Hurricane die Möglichkeit in die Praxis eines Berufsalltages im Medienbereich einzutauchen.

SP: Ganz kurz: Wie sieht ein typischer Tagesablauf als Promoter aus?

F.B.: Als Promoter sollte man in jedem Falle eines nie tun: Dinge aus den Augen verlieren. Sprich als Promoter sind die Aufgaben sehr vielfältig, was den Job gleichzeitig sehr spannend macht. Ob für den Bereich Radio, TV, Online oder der Presse-Pr, als Promoter ist man stets sehr bemüht, das zu promotete Produkt (in meinem Falle die CD) so gut und breit wie möglich zu platzieren. Wo liegen die Zielgruppen? Welches Umfeld ist für meinen Künstler das Geeignetste? Wenn hier der Plan aufgestellt wurde, geht es darum, Promotionreisen zu organisieren und präzise zu koordinieren. Dazu gehört es im regelmäßigen Austausch mit dem Künstler / Plattenfirma / Management auf der einen Seite und mit den Medienpartner auf der anderen Seite zu stehen. Neben den Promotionreisen sind Fotogeschichten für große Produktionen ebenfalls ein wichtigstes Feld.
Wo lässt sich noch eine Rezension platzieren - oder eine Verlosungsaktion? Wie reagiert man auf Nagativ-Schlagzeilen und welche Medien werden zu einer groß ausgelegten PK eingeladen? Auch mit diesen - aber auch vielen weiteren Fragen - ist man als Promoter vielseitig beschäftigt.

Andreas Gabalier" title="Pressetag in München mit Andreas Gabalier" />
Franca Barthel und Andreas Gabalier
©franel/Dominik Beckmann

SP: Was macht an Ihrem Beruf besonders Spaß?

F.B.: Wie schon erwähnt ist sicherlich die Abwechslung ein Faktor, der den Beruf nie langweilig gestaltet. Wenn man Freude am Reisen hat und nicht menschenscheu ist, so kommt man als Beruf des Promoters voll auf seine Kosten. Ob bei Pressereisen, bei Preisverleihungen oder Fotoshootings, jedes Thema bringt neue spannende Herausforderungen mit sich und ermöglicht einem in die Welt der Musik und Medien einzutauchen. Über all diesem steht aber natürlich der Faktum, dass man mit Menschen und der Musik an sich zu tun hat. Ein kollegialer und freundlicher Umgang mit dem gesamten Umfeld tragen enorm viel dazu bei, dass dieser Job, zumindest für mich, ein Job ist, den ich nicht mehr missen möchte und mich dankbar fühlen lässt, in der Branche mit tollen Persönlichkeiten spannende Aufgaben bearbeiten zu dürfen.



Zur Person

Seit mehrere Jahren arbeitet Franca Barthel bereits als Online Managerin und Promoterin im Musikbusiness. Dabei erstellt sie für jeden ihrere Kunden individuell zugeschnittene Pressekonzepte, die auf einen nachhaltigen Erfolg ausgelegt sind. Essentiell ist hierfür vor allem ein umfassendes Netzwerk und die entsprechenden Soft-Skills.


SP: Neben den fachlichen Fähigkeiten – welche persönlichen Eigenschaften und Charakterzüge sollte man für Ihren Job mitbringen?

F.B.: Flexibilät, Zuverlässigkeit und keine Scheu vor neuen Herausforderungen.

SP: Welche Möglichkeiten gibt es, sich aus dem Beruf des Promoters beruflich noch weiter zu entwickeln?

F.B.: Das ist schwer zu sagen und hängt sicherlich stark von den Kontakten und den eigenen Fähigkeiten ab. Eine Weiterentwicklung könnte sein, dass man seinen Bereich erweitert und neben zum Beispiel des Pressebereiches sich in den Online Bereich einarbeitet. Du bist musikalisch sehr talentiert und schreibst eigenen Songs? Vielleicht kann dieser der Plattenfirma angeboten werden. Wenn man einen sehr engen Draht zum Künstler aufgebaut hat und dieser derzeit ohne Management ist, könnte dies auch zu einer Option werden, sich umfassend neben der Promoarbeit auch um das Booking zu kümmern. Es gibt auch Beispiele aus der Branche, die zeigen, dass man als Promoter auch sein eigenes Label gründen kann.

SP: Können Sie Berufseinsteigern und Interessierten einen Tipp mitgeben?

F.B.: Kontakte, Kontakte, Kontakte und viel Liebe und Freude an allem, was man tut.

Wir bedaken uns sehr herzlich bei Franca Barthel für das spannende Interview und den Einblick in den Berufsalltag eines Pomoters!

Maximilian Hitzler
Lade weitere Inhalte ...