Heidi Brühl: Hommage an die verstorbene Sängerin

Zum Geburtstag

Das Grab Heidi Brühls ist immer noch Pilgerstätte für ihre vielen Fans – obwohl Heidi Brühl 1991 gestorben ist, hat sie nach den vielen Jahren immer noch treue Anhänger, die sie für ihre Person, ihre Musik und den Kampf gegen Krebs vergöttern.

Heidi Brühl Krebs
Sie schaffte es von Gräfelfing bei München ins internationale Filmgeschäft: Heidi Brühl.

Heidi Brühl: Gestorben am 8. Juni 1991 in Starnberg bei München, geboren am 30. Januar 1942 in München. Sie wurde nur 49 Jahre alt. Heidi Brühl litt an Krebs und in der Folge einer Operation verstarb sie an Herz- und Kreislaufversagen. Mittlerweile wäre sie 77 Jahre alt. Lest hier unsere Hommage an die verstorbene Sängerin und Legende.

Die Anfänge

Heidi Rosemarie Brühl war Schauspielerin und Sängerin. Schon im zarten Alter von fünf Jahren begann sie mit dem Tanzen und als Zwölfjährige stand sie zum ersten Mal vor der Kamera. Der Regisseur Harald Braun sah ihre Begabung und engagierte sie für die Nebenrolle in „Der letzte Sommer als kleine Schwester“ neben Liselotte Pulver.

Als freche Dalli wurde sie einem größeren Publikum in den drei Filmen „Die Mädels vom Immenhof“, „Hochzeit auf Immenhof“ und „Ferien auf Immenhof“ bekannt. In den 50er-Jahre-Filmen schauspielerte sie nicht nur, sondern konnte auch ihr Talent als Sängerin beweisen. Sie wollte sich allerdings nicht mit Kinderliedern wie „Ponyhof“ zufrieden geben.

Heidi Brühl absolvierte eine fundierte Ausbildung, fünf Jahre lang lernte sie intensiv Tanz, Gesang, Schauspiel und so nebenbei auch noch die Sprachen Englisch und Französisch. Das Multitalent wurde schon 1959 von der Plattenfirma Philips unter Vertrag genommen, nachdem ihr Vater ein Demo eingeschickt hatte.

Von Dalli zu den Dolly Sisters: Gemeinsam mit Corina Corten wurde sie als Duo auf das Publikum „losgelassen“, aber schnell machte sie sich auf Solopfade. Noch im gleichen Jahr erschien ihr Solo-Song „Chico Chico Charlie“ und konnte sich bis auf Platz 5 in den deutschen Charts katapultieren. Bis 1967 war sie mit einem Dutzend weiterer Titel in den Hitparaden, der populärste Song bleibt bis heute wahrscheinlich „Wir wollen niemals auseinandergehn“.

Grand Prix Eurovision de la Chanson

Trotz des Erfolgs in den Charts blieb ihr der große Erfolg beim Grand Prix Eurovision de la Chanson verwehrt. Beim Vorentscheid 1960 schaffte sie es auf Platz 2, 1963 durfte sie am Wettbewerb teilnehmen, gelangte aber „nur“ auf Platz 9. Im Vergleich zu heutigen deutschen Leistungen aber ein recht ansehnliches Ergebnis.

Schicksalsschläge

Mit jungen 20 Jahren ist ein wichtiger Mensch Heidi Brühls gestorben. Ihr Vater und Manager Friedrich Brühl musste sie verlassen. Einen Neuanfang suchte die junge Frau in Rom, fasste Fuß im internationalen Filmgeschäft und heiratete den amerikanischen Schauspieler Brett Halsey, mit dem sie zwei Kinder hat. Mit ihm zog sie 1970 in die USA und hatte Engagements in dem damals noch viel mehr glitzernden Las Vegas – unter anderem mit dem legendären Sammy Davis Junior**.

Comeback

Nach der Scheidung von Brett Halsey kehrte Heidi Brühl nach Deutschland zurück. 1980 zog sich die damals 37-Jährige für den Playboy aus, sie feierte ihr Comeback als Sängerin und wurde selbst Produzentin mit einem eigenen Musikverlag. Sie synchronisierte Filme wie „Kuck mal, wer da spricht“, spielte in TV-Sendungen mit und war aus der Entertainment-Branche nicht mehr wegzudenken.

 

Heidi Brühl Grab
Heidi Brühl: Grab auf dem Münchner Waldfriedhof.
©Oliver Barchewitz

Der Tod

Umso überraschender kam das abrupte Ende dieses aufregenden Lebens. Heidi Brühl: Krebs wurde ihr zum Verhängnis, dabei lief alles so gut. Sie hatte Brustkrebs und wollte sich nicht den Busen amputieren lassen, nur den Knoten entfernen. Alles lief gut, sie gab sogar Interviews – und trotzdem ist Heidi Brühl gestorben. Gestorben an den Folgen der Operation. Herz- und Kreislaufversagen wurden 1991 als Grund angegeben. Sie wurde auf dem Münchner Waldfriedhof beigesetzt, Heidi Brühls Grab ist immer noch Anlaufstelle für ihre Fans.

Jennifer Victoria Withelm
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