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„The Masked Singer“: Diese Abrechnung sorgt für Aufsehen

08.07.2026, 12:27 Uhr

Nach sechs Jahren ist bei „The Masked Singer“ Schluss: Die preisgekrönte Kostümbildnerin Alexandra Brandner arbeitet nicht mehr für die ProSieben-Show – und rechnet nun öffentlich mit den Verantwortlichen ab.

Nach sechs Jahren: Aus für die Kostümbildnerin der ersten Stunde

Alexandra Brandner war von Anfang an dabei: Seit der ersten Staffel von „The Masked Singer“ im Jahr 2019 entwarf die Schneiderin und Maskenbildnerin gemeinsam mit ihrem elfköpfigen Team die aufwendigen Kostüme der ProSieben-Show. Zwischen 300 und 600 Arbeitsstunden und rund 20.000 Euro steckten jeweils in den kunstvollen Anzügen, die die Show über Jahre optisch prägten.

Sänger Pietro Lombardi als Figur „Rave-Ioli
Sänger Pietro Lombardi als Figur „Rave-Ioli“ bei „The Masked Singer“, Köln, 13.12.2025. Foto: IMAGO / Panama Pictures (Christoph Hardt)

Jetzt ist die Zusammenarbeit beendet – und Brandner erfuhr davon offenbar nicht auf dem direkten Weg, den sie sich nach sechs gemeinsamen Jahren gewünscht hätte.

„Wie ein alter Putzlappen“ – deutliche Worte auf Instagram

In einem Instagram-Video macht die Kostümbildnerin ihrem Ärger Luft. Besonders die Art der Kommunikation habe sie getroffen, so Brandner:

„Was mich natürlich nachdenklich macht, ist, dass man nach sechs Jahren ‚Masked Singer‘ entsorgt wird wie ein alter Putzlappen.“

Alexandra Brandner auf Instagram

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Statt eines Anrufs habe sie sich ein klares Gespräch gewünscht. In ihrem Instagram-Beitrag schreibt Brandner weiter:

„Dass man keinen Respekt und keine Wertschätzung mehr vor der Arbeit des anderen hat, dass ein Team und die Liebe zur Arbeit nichts mehr wert ist. Ich hätte erwartet, dass man den Telefonhörer in die Hand nimmt, und ganz einfach sagt: ‚Alex, deine Kostüme sind für die Sendung mittlerweile zu teuer und wir müssen uns nach etwas Billigerem umsehen.'“

Alexandra Brandner auf Instagram

Für das Kostenargument selbst habe sie durchaus Verständnis – ihre Arbeit sei „höchste Handwerkskunst“ und entsprechend teuer. Den viel größeren Skandal sieht sie aber in der Art und Weise, wie mit ihr und ihrer Firma umgegangen wurde. Sie wirft den Verantwortlichen vor:

  • Mutlosigkeit, das Gespräch nicht persönlich gesucht zu haben
  • fehlenden Anstand im Umgang mit einem langjährigen Team
  • fehlende Wertschätzung für sechs Jahre Handwerksarbeit

Brandner bleibt der Show treu – nur nicht mehr in Deutschland

Trotz des Bruchs mit ProSieben verschwindet Brandner nicht aus der „Masked Singer“-Welt. Bereits seit 2020 verantwortet sie die Kostüme der belgischen Version, seit 2023 auch die der niederländischen Ausgabe der Show. 2020 wurde sie für ihre Arbeit an der deutschen Version zudem mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet.

Alexandra Brandner
Beruf Kostümbildnerin & Maskenbildnerin
Bei „Masked Singer“ (Deutschland) 2019 – 2026
Teamgröße 11 Personen
Aufwand pro Kostüm 300–600 Stunden, ca. 20.000 Euro
Auszeichnung Deutscher Fernsehpreis (2020)
Weitere Länderversionen Belgien (seit 2020), Niederlande (seit 2023)

Neue Staffel, alte Probleme: Sender kämpft mit sinkenden Quoten

Der Umbruch bei den Kostümen trifft die Show in einer ohnehin schwierigen Phase. Seit Jahren kämpft „The Masked Singer“ mit sinkenden Reichweiten: Staffel elf (November/Dezember 2024) erzielte mit durchschnittlich 5,4 Prozent Marktanteil enttäuschende Quoten. ProSieben-Sprecher Christoph Körfer kündigte daraufhin an, die Show lege 2025 eine längere Pause ein und komme nur einmal.

Erst am Montag hatten die Macher der deutschen Version einen Umbau der Sendung angekündigt. Für die neue Staffel im Herbst ist geplant:

  • mehr Promis pro Staffel
  • zwei Demaskierungen pro Folge statt bisher einer
  • Aufzeichnung statt Live-Ausstrahlung

Ob die Veränderungen – samt neuer Kostüme ohne Brandner – der Show wieder zu besseren Quoten verhelfen, bleibt abzuwarten. Auf eine Anfrage von t-online zu den Vorwürfen der Kostümbildnerin reagierte ProSieben zunächst nicht.

Von: Julian Weber bearbeitet mit KI

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