TV Shows

„Gefragt – Gejagt“: Kandidat spricht nach Finale von Betrug

08.07.2026, 11:18 Uhr

Ein Finale mit 108.000 Euro, eine bittere Niederlage gegen „Quizgott“ Sebastian Jacoby – und am Ende der öffentliche Vorwurf, betrogen worden zu sein: Kandidat Michael Meichsner sorgt bei „Gefragt – Gejagt“ für einen der größten Eklats in der Geschichte der ARD-Quizshow.

In der ARD-Quizshow „Gefragt – Gejagt“ kommt es fast täglich zu knappen Entscheidungen. Was Kandidat Michael Meichsner aus Knüllwald jedoch nach seinem Auftritt öffentlich machte, ging weit über die übliche Enttäuschung eines verlorenen Finales hinaus. Der Diplomverwaltungswirt erhob schwere Vorwürfe gegen den Sender und die Produktion – und sprach in einem Interview mit der Bild-Zeitung offen von Betrug.

108.000 Euro erspielt – und in letzter Sekunde verloren

Meichsners Team hatte sich im Finale eine beachtliche Summe von 108.000 Euro erspielt, ehe es in der Schlussrunde gegen Jäger Sebastian Jacoby unterlag. Auf Meichsner persönlich wären davon 36.000 Euro entfallen. Was ihn dabei besonders ärgerte, war nicht die Niederlage an sich, sondern die Art, wie sie zustande kam: Er fühlte sich durch eine ungleiche Regelauslegung um seinen Gewinn gebracht.

ARD GEFRAGT – GEJAGT mit Moderator Alexander Bommes, immer montags bis freitags um 18:00 Uhr im Ersten.
Der Jäger Sebastian Jacoby.
© ARD/Uwe Ernst

Kleeblatt gegen Manhattan: Die zwei strittigen Antworten

Im Gespräch mit der Bild-Zeitung schilderte Meichsner zwei konkrete Szenen, die für ihn den Verdacht der Ungleichbehandlung begründen:

  • Frage an den Jäger: Bei einer Frage nach einer glücksbringenden Pflanze, deren Name zugleich der Nachname eines berühmten Künstlers ist, antwortete Sebastian Jacoby mit „Kleeblatt“. Laut Meichsner wäre ausschließlich „Klee“ korrekt gewesen – die Jury akzeptierte die Antwort des Jägers dennoch.
  • Frage an das Kandidatenteam: Auf die Frage, in welchem New Yorker Stadtteil sich der legendäre „Cotton Club“ befand, antworteten Meichsner und seine Mitstreiter mit „Manhattan“. Die Redaktion bestand jedoch auf „Harlem“ und wertete die Antwort als falsch – obwohl Harlem Teil von Manhattan ist.

Für Meichsner war das der entscheidende Beweis: Dem Jäger sei eine großzügige Auslegung gewährt worden, seinem eigenen Team dagegen nicht.

„Betrug“

Michael Meichsner im Interview mit der Bild-Zeitung über die Entscheidung der Redaktion

Der Fall im Überblick

Details Angaben
Kandidat Michael Meichsner (Knüllwald)
Jäger Sebastian Jacoby
Erspielte Team-Summe im Finale 108.000 Euro
Persönlicher Anteil Meichsner 36.000 Euro
Vorwurf Ungleiche Regelauslegung durch die Redaktion
Reaktion der ARD Keine Korrektur der Entscheidung

Nicht die erste Diskussion um Regeln bei „Gefragt – Gejagt“

Vorwürfe rund um vermeintliche Ungleichbehandlungen sind bei „Gefragt – Gejagt“ kein Einzelfall. Bereits im Mai 2025 hatten sich Fans in den sozialen Medien beschwert, nachdem ein Kandidatenteam trotz einer erspielten Summe von 55.500 Euro leer ausging – damals ging es allerdings um die Länge der gestellten Fragen, nicht um Regelauslegung. Die Produktion reagierte damals mit dem Hinweis, dass die Kandidat:innen ihre Fragen-Umschläge selbst wählen. Der aktuelle Fall um Michael Meichsner ist damit bereits die zweite öffentlich ausgetragene Fairness-Debatte innerhalb weniger Monate.

Einspruch erfolglos: Preisgeld wandert zurück in den ARD-Topf

Der Versuch, die Entscheidung nachträglich anzufechten, blieb ohne Erfolg. Die Regelauslegung der Redaktion hatte Bestand, eine nachträgliche Korrektur gab es nicht. Michael Meichsner und sein Team gingen leer aus – das gesamte Preisgeld wanderte zurück in den ARD-Topf. Der Fall zählt damit zu den meistdiskutierten Momenten in der Geschichte von „Gefragt – Gejagt“.

Von: Julian Weber bearbeitet mit KI

Zurück zur Startseite →
Kommentare 0
Hinterlassen Sie Ihren Kommentar

Neueste Meldungen