Jedes Jahr fiebern Fans dem Moment entgegen, in dem Susanne Daubner die Kandidaten für das Jugendwort des Jahres vorstellt – und regelmäßig sorgt die „Tagesschau“-Sprecherin dabei für Gesprächsstoff. 2026 setzt sie noch eins drauf: Diesmal blieb es nicht beim reinen Vorlesen.
Daubner sorgt mit ungewöhnlichem Auftritt für Aufsehen
Seit dem 28. Juli 2026 läuft die erste Abstimmungsrunde zum Jugendwort des Jahres. Bis zum 20. August können vor allem Jugendliche zwischen elf und 20 Jahren aus zehn nominierten Begriffen ihren Favoriten wählen. Wie schon in den vergangenen Jahren übernahm Susanne Daubner (65) die Präsentation der Kandidaten – diesmal auf dem Instagram-Kanal der „Tagesschau“. Dort wartete sie mit einer Überraschung auf: Einen der zehn Begriffe trug sie nicht einfach vor, sondern sang ihn in die Kamera.
„Du bist gut genuuuuug“, sang Susanne Daubner in die Kamera und fragte anschließend in der Bildunterschrift: „Welches Wort ist für euch gut genug?“
Woher die gesungene Zeile stammt
Hinter „Du bist gut genug“ steckt ein viraler Song des Produzentenduos KitschKrieg gemeinsam mit Blumengarten und Shirin David. Der in Kopfstimme gesungene Refrain verbreitete sich zunächst über TikTok und zog zahlreiche Memes und Parodien nach sich. Genau dieser Ohrwurm schaffte es nun als eigenständiger Begriff auf die Top-10-Liste des Jugendworts – und Daubner intonierte ihn mit sichtlichem Spaß vor der Kamera.
In den Kommentaren unter dem Instagram-Clip überschlugen sich die Fans regelrecht. Neben zahlreichen Herz-Emojis war unter anderem zu lesen: „Susanne ist und bleibt einfach eine Legende!“ und „Ich sehe Susanne und die Welt ist für einen kurzen Moment wieder in Ordnung.“
Diese zehn Begriffe stehen 2026 zur Wahl
Neben „Du bist gut genug“ haben es folgende Begriffe unter die zehn Kandidaten für das Jugendwort des Jahres 2026 geschafft:
| Jugendwort | Bedeutung |
|---|---|
| 67 | Bedeutungsloser Insider-Begriff, der über TikTok und Basketball-Memes viral ging |
| Crashout | Ein emotionaler Ausraster oder Kontrollverlust |
| Digga | Lockere Anrede unter Freunden, ähnlich wie „Alter“ oder „Bro“ |
| Gute Käse | Ausdruck der Zustimmung für etwas, das man richtig gut findet |
| Macker | Steht je nach Kontext für den Freund, einen Schwarm oder einfach einen Typen |
| Peak | Der absolute Höhepunkt oder das Bestmögliche |
| Ragebait | Absichtlich provokanter Online-Inhalt, der Wut auslösen soll |
| Schere | Aus der Gaming-Szene, bedeutet so viel wie „Sorry, mein Fehler“ |
| Süper | Türkisch für „super“, bekannt durch das virale Video eines Ultramarathonläufers |
Warum „Mehrzweckeier“ nicht zur Wahl steht
Ein besonders häufig eingereichter Begriff fehlt in der Auswahl: „Mehrzweckeier“. Der Ausdruck geht auf eine Protestaktion gegen die Wehrpflicht und CDU-Chef Friedrich Merz zurück und wurde massenhaft für die Abstimmung vorgeschlagen. Der Langenscheidt-Verlag entschied sich jedoch gegen die Aufnahme: Das Wort basiere sowohl auf einer politischen Kampagne als auch auf einer persönlichen Beleidigung und erfülle damit gleich zwei Ausschlusskriterien.
So geht es mit der Abstimmung weiter
Der Weg zum Jugendwort des Jahres 2026 verläuft in mehreren Etappen:
- 28. Juli bis 20. August: Abstimmung über die Top 10
- Bis 27. August: Die Jury bestimmt die drei Finalisten
- 28. August bis 28. September: Erneute Abstimmung über die Top 3
- 10. Oktober: Verkündung des Siegerworts auf der Frankfurter Buchmesse
Im vergangenen Jahr setzte sich der Ausdruck „Das crazy“ durch, den der Langenscheidt-Verlag als moderne Alternative zu einem simplen „Okay“ beschrieb. Ob Susanne Daubner auch 2026 wieder für einen viralen Moment sorgt, dürfte sich spätestens bei der Bekanntgabe der drei Finalisten zeigen.
Von: Julian Weber bearbeitet mit KI