Seit ihrem Durchbruch mit „Küss mich, halt mich, lieb mich“ gehört Ella Endlich zu den festen Größen im deutschen Schlager. Jetzt spricht die Sängerin offen über eine Entwicklung, die ihr in den vergangenen Jahren zunehmend auffällt – und verrät, wie sie Karriere und Familie unter einen Hut bringt.
Mutter und Schlagerstar: „Das sind zwei Welten“
Seit 2023 ist Ella Endlich gemeinsam mit ihrem Partner, dem Medienmanager Marius Darschin, Mutter eines Sohnes. Im Gespräch mit t-online beschreibt die Sängerin, wie unterschiedlich ihr Alltag inzwischen aussieht: An einem Tag sitzt sie zuhause und kümmert sich um ihren Sohn, am nächsten steht sie im Glitzeroutfit vor Tausenden Zuschauern auf der Bühne. Viele Mütter kennen nach ihrer Erfahrung den Wunsch, neben der Familie auch der eigenen Leidenschaft nachzugehen – bei ihr ist das die Musik.
Vor ihrer Schwangerschaft, so Endlich, habe sie sich Karriere und Familie noch nicht gleichzeitig vorstellen können. Der Blick darauf habe sich mit der Zeit verändert, bis sie schließlich eine bewusste Entscheidung getroffen habe.
TV-Auftritte werden härter umkämpft
Ein Thema beschäftigt die Sängerin besonders: der Rückgang klassischer Schlagershows. Formate wie „Immer wieder sonntags“ werden eingestellt, die Sendeplätze für Unterhaltungsformate insgesamt kleiner. Das spürt Endlich unmittelbar – Auftritte bei Shows von Florian Silbereisen oder Giovanni Zarrella sind heute begehrter denn je.

Für sie ist Fernsehen dennoch weiterhin enorm wichtig, weil sich ihre Musik dort besonders gut transportieren lasse. Im Vergleich zu anderen Genres stehe der Schlager sogar noch relativ gut da, sagt sie – schließlich erreichen die großen Shows nach wie vor ein Millionenpublikum.
Warum immer mehr Popkünstler im Schlager auftreten
Ein Grund für den Wandel: Entertainment wird heute deutlich breiter gedacht. Immer häufiger treten Popkünstler in klassischen Schlagerformaten auf, weil die Genregrenzen zunehmend verschwimmen.
„Party steht momentan stark im Vordergrund, das merkt man auch an vielen Texten, das ist nicht zu übersehen.“
Ella Endlich im Interview mit t-online
Gleichzeitig beobachtet Endlich eine wachsende Sehnsucht nach Nostalgie: Klassiker wie „Ich liebe das Leben“ würden wiederentdeckt, weil sie zeitlos gut seien. Die Menschen suchten nach Liedern, die bleiben, so die Sängerin.
Neues Kapitel: Premiere bei Circus Roncalli
Für Ella Endlich hält 2026 noch eine Premiere bereit: Erstmals arbeitet sie mit Circus Roncalli zusammen und steht damit zum ersten Mal in einer Manege. Trotz Doppelshows an den Wochenenden freut sie sich auf die intensive Zeit im Ruhrgebiet – ihre Familie begleitet sie dabei.
- Erste Zusammenarbeit mit Circus Roncalli in ihrer Karriere
- Doppelshows an den Wochenenden geplant
- Familie begleitet sie ins Ruhrgebiet
- Wie sich das Format wirklich anfühlt, weiß Endlich eigenen Worten zufolge „wohl erst im September“
Steckbrief: Ella Endlich
| Kategorie | Angabe |
|---|---|
| Bürgerlicher Name | Jacqueline Zebisch |
| Geburtsdatum | 18. Juni 1984 |
| Durchbruch | „Küss mich, halt mich, lieb mich“ (2009) |
| Partner | Marius Darschin (Medienmanager) |
| Familie | Sohn, geboren 2023 |
| Neues Projekt 2026 | Premiere bei Circus Roncalli |
Zukunftspläne: Songwriterin für andere Stars
Am Ende des Gesprächs verrät Ella Endlich, worauf sie sich künftig am meisten freut: Gemeinsam mit ihrem musikalischen Leiter Joachim Wolf arbeitet sie derzeit intensiv als Songwriterin an neuen Ideen. Diesen Prozess beschreibt sie als besonders bereichernd. Langfristig kann sie sich vorstellen, künftig auch für andere Künstler zu schreiben. Für die Sängerin steht fest: Nicht das Alter entscheidet über den Erfolg im Musikgeschäft, sondern gute Songs, Ausstrahlung und ein starkes Team – und genau darauf will sie sich weiter konzentrieren.