Elf Tage nach seiner letzten Live-Sendung im Ersten steht Stefan Mross wieder vor der Kamera – allerdings nicht bei der ARD. Der 50-Jährige ist in der kommenden Woche bei RTL zu sehen, und die Einladung kommt von einem Mann, der sich das Show-Aus schon vor Monaten zur Pointe gemacht hat.
Stefan Mross ist Gast in der „Stefan Raab Show“
Am Donnerstag, 17. September 2026, tritt Stefan Mross ab 22:30 Uhr in einer Spezialausgabe der „Stefan Raab Show“ auf – zu sehen bei RTL und RTL+. Anlass ist der bevorstehende Start des Münchner Oktoberfests: Gastgeber Stefan Raab (59) holt die Wiesn ins Studio, RTL kündigt eine „Oktoberfest-Sause der besonderen Art“ mit „zahlreichen Überraschungen“ an. Laut Promiflash wird die Ausgabe im EMG-Studio in Hürth bei Köln aufgezeichnet.
Neben der Bierzelt-Stimmung steht ein zweiter Programmpunkt im Ablauf: ein Rückblick auf die „Jetski Star WM“, die auf der Regattabahn in Duisburg ausgetragen wurde.
| Sendung | Details |
|---|---|
| Format | „Die Stefan Raab Show“ – Oktoberfest-Spezialausgabe |
| Termin | Donnerstag, 17. September 2026 |
| Uhrzeit | ab 22:30 Uhr |
| Sender | RTL und RTL+ |
| Gastgeber | Stefan Raab (59) |
| Gast | Stefan Mross (50) |
| Themen | Wiesn-Stimmung, Rückblick „Jetski Star WM“ (Duisburg) |
Warum ausgerechnet Stefan Raab?
Die Gästeliste ist kein Zufall – und für Fans von „Immer wieder sonntags“ hat sie einen besonderen Beigeschmack. Als im März 2026 bekannt wurde, dass die ARD-Sonntagsshow eingestellt wird, griff Raab das Thema in seiner RTL-Sendung auf. Gespielt empört kündigte er an, sich persönlich einzuschalten.
„Die können doch nicht ‚Immer wieder sonntags‘ absetzen! Das kann ich natürlich nicht durchgehen lassen, ich rufe jetzt mal bei der ARD an.“
Stefan Raab in seiner RTL-Show im März 2026, zitiert nach der Abendzeitung München
In einem weiteren Sketch bot Raab an, das Format kurzerhand in seiner eigenen Show weiterlaufen zu lassen – untermalt mit Bildern von Mross und Holzwurm Willi, dem Maskottchen der Sendung. Man wolle damit „zwei verlorenen Fernsehseelen ein neues Zuhause“ geben, hieß es damals. Was im Frühjahr noch als Gag gedacht war, bekommt mit dem Auftritt am 17. September eine reale Fortsetzung.

Das Ende von „Immer wieder sonntags“
Der Auftritt fällt in eine Phase, in der bei Stefan Mross gerade ein Kapitel zu Ende geht. Die ARD-Unterhaltungsshow aus dem Europa-Park Rust lief seit 1995; Mross moderierte sie seit 2005. Am 6. September 2026 ging die letzte Live-Ausgabe über den Sender, am 13. September zeigt das Erste noch ein Best-of. Danach ist endgültig Schluss. Als Gründe nannten ARD und SWR finanzielle und strategische Erwägungen.
Das Finale wurde zum Publikumserfolg: 1,59 Millionen Zuschauer schalteten ein, der Marktanteil von 22 Prozent war der beste Wert seit 2013. Emotional war der Abschied trotzdem – oder gerade deshalb.
„Ich wollte stark bleiben und nicht weinen, aber jetzt habt ihr’s geschafft.“
Stefan Mross in der letzten Live-Sendung am 6. September 2026
Kollege Andy Borg (65) fasste die Stimmung hinter den Kulissen laut Promiflash so zusammen: „Das ist wie eine Familie, die auseinanderbricht!“ Wie Mross selbst den Tag erlebt hat und warum er im Anschluss deutliche Worte in Richtung SWR fand, steht hier: Stefan Mross: „Ich wurde vorgeführt!“ – SWR antwortet. Auch Andy Borg meldete sich zum Kurs des Senders zu Wort.

Auf Instagram verabschiedete sich Mross von seinem Publikum mit einem Rückblick auf „22 Jahre voller Begegnungen, Erlebnisse, Erfolge, Herausforderungen und gemeinsamer Erinnerungen“. Sein Fazit dort fiel versöhnlich aus: „Aber ich gehe nicht mit Traurigkeit, sondern mit Dankbarkeit.“
Perfektes Timing zum Wiesn-Start
Der Sendetermin ist bewusst gesetzt. Das Oktoberfest 2026 startet am 19. September mit dem Fassanstich im Schottenhamelzelt und läuft bis zum 4. Oktober. Raabs Spezialausgabe läuft also exakt zwei Tage vor dem „O’zapft is!“ auf der Theresienwiese.
Für Mross ist das Terrain vertraut. Volksmusik, Blasmusik und Trompete gehören seit seinen Anfängen zu seinem Markenzeichen – ein Wiesn-Format spielt damit direkt in seine Kernkompetenz. Was für den Auftritt spricht:
- Reichweite: RTL erreicht am späten Donnerstagabend ein deutlich jüngeres Publikum als die ARD am Sonntagvormittag.
- Timing: Nur elf Tage nach der letzten „Immer wieder sonntags“-Ausgabe bleibt Mross im Gespräch.
- Thema: Wiesn-Musik ist sein Heimspiel – anders als ein reines Talk-Format.
- Vorgeschichte: Der Raab-Sketch vom März liefert den Gesprächsanlass gleich mit.
Was der Auftritt für Stefan Mross bedeutet
Ein Gastauftritt ist noch kein neues Format. Beim SWR ist für Mross nach derzeitigem Stand keine eigene Sendung geplant, und auch RTL hat keine weitere Zusammenarbeit angekündigt. Aus Sicht der Branche ist ein prominenter Late-Night-Slot direkt nach dem Show-Aus dennoch ein Signal: Mross verschwindet nicht aus dem Fernsehen, er wechselt lediglich die Umgebung – vom sonntäglichen Familienpublikum im Europa-Park zum Studiopublikum eines Privatsenders.
Ob daraus mehr wird als ein zünftiger Abend, entscheidet sich vermutlich an der Quote. Die Antwort auf die Frage, wer Stefan Mross nach dem ARD-Aus auffängt, lautet an diesem Donnerstag jedenfalls: ausgerechnet Stefan Raab – der Mann, der vor einem halben Jahr noch Witze über die Absetzung gemacht hat. Mehr zum Menschen hinter dem Moderator gibt es hier: Stefan Mross bricht nach fünf Jahren sein Schweigen.
Von: Julian Weber bearbeitet mit KI