Die wahren Hintergründe des Spatzen-Skandals

Spatzen-Affäre

Nun spricht wieder Walter Widemair, Ex-Produzent der Kastelruther Spatzen, und feuert die Diskussion weiter an: Rache – das sei der Grund gewesen, weshalb er behauptet, die Aufnahmen der Spatzen seien mit Studiomusikern produziert worden.

Kastelruther Spatzen
Die Spatzen zeigen Eintracht

Es war ein regelrechter Krieg, der in den letzten Tagen in der Schlagerszene für Furore sorgte: Die Kastelruther Spatzen sollen laut Ex-Produzent Walter Widemair, Studiomusiker für ihre Aufnahmen engagiert haben. Ein Skandal in der heilen Welt der Schlagerszene! Die Spatzen wiederum verteidigten sich in einer Stellungnahme: „Das ist weltweit und über alle musikalischen Genres üblich und rechtfertigt auch den Beruf des Studiomusikers. Die mitwirkenden Musiker wurden immer im CD-Booklet veröffentlicht und sind dort nachzulesen.“ (SchlagerPlanet.com berichtete)

Jetzt die Erklärung seitens Widemair, warum er petzte und die Spatzen bloßstellte. Laut Informationen der Bild am Sonntag war es einzig und allein Rache, weshalb er behauptete, die Kastelruther Spatzen würden nicht selbst singen. Im Interview mit der BamS sagt er: „Nach allem, was ich 30 Jahre lang für die Kastelruther Spatzen getan habe, wollte ich mich nicht vom Wegbereiter zum einem Hilfsarbeiter machen lassen.“

Spricht hier vielleicht verletzter Stolz, weil die Plattenfirma der Spatzen neue Konditionen aushandeln wollte und er wohl nicht damit einverstanden war? Das jedenfalls sagt „Spatzen“-Keyboarder Albin Gross laut bild.de.
Der Skandal geht in die nächste Runde – die Kastelruhter Spatzen hingegen gehen dem nach, was sie vermeintlich am besten können: der Musik.

Rückendeckung erhalten sie hierbei von Karl Moik. Der ehemalige Moderator des Musikantenstadls hat sich am vergangenen Samstag den Auftritt der Spatzen im Stadl bei Andy Borg in Innsbruck angesehen. Mit ihrem aktuellen Lied „Leben und leben lassen“ haben sie nicht nur die Fans, sondern auch Karl Moik begeistert. Laut bild.de sagte er zu dem Aufritt: „Er war tadellos. 99 Prozent der Zuschauer hätten nicht gemerkt, dass der Auftritt live war, wenn es nicht vorher gesagt worden wäre.“

Weniger überzeugt vom Können der Spatzen zeigen sich ihre Kollegen, die Wildecker Herzbuben! Im Bild-Interview erklärt Herzbube Wolfgang Schwalm: „Wer die Spatzen kennt, weiß, dass sie nicht studiotauglich sind“. So einen Schwindel käme für den 58-Jährigen nicht in Frage: „Ich würde mich schämen, wenn ich bei unseren CDs nicht alle Instrumente selbst spielen würde“.
Man darf gespannt sein, wie es im Spatzen-Skandal weitergeht…

Sarah Köhler
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