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Nach CSD-Anschlag: Diese Stars melden sich jetzt zu Wort

27.07.2026, 10:26 Uhr

Der Anschlag beim Christopher Street Day in Berlin beschäftigt weiterhin die gesamte Szene. Immer mehr Künstlerinnen und Künstler, die am Wochenende selbst auf einer der CSD-Bühnen standen, melden sich seither auf Instagram zu Wort – erschüttert, aber auch mit einem klaren Appell an Zusammenhalt.

Der Abend, der aus den Fugen geriet

Hunderttausende Menschen feierten am Samstag beim Christopher Street Day in Berlin für Vielfalt und Sichtbarkeit, Regenbogenfahnen wehten an der Siegessäule. Gegen 22 Uhr fuhr in der Nähe des Brandenburger Tors ein 21 Jahre alter Verdächtiger mit einem Kastenwagen in eine Menschenmenge. Eine Frau kam dabei ums Leben, mindestens 16 weitere Menschen wurden verletzt. Der mutmaßliche Täter wird nach bisherigen Ermittlungen der islamistischen Szene zugerechnet und ist inzwischen tot. Auch Schlagersängerin Kerstin Ott und Sarah Connor hatten sich bereits emotional zu dem Vorfall geäußert.

Jochen Schropp: „Ich hoffe, wir kommen als Community gut durch“

Jochen Schropp moderierte den CSD gemeinsam mit Ricarda Hofmann und meldete sich noch in der Nacht mit einem Video bei seinen Followern. Er habe sehr viele Menschen gesehen, „denen es danach gar nicht gut ging und die unter Schock standen“, berichtete der Moderator auf Instagram.

„Es war ein so schöner Tag, voll mit Liebe. […] Es war wirklich unbeschreiblich. Und dann passiert so was. Ich hoffe irgendwie, wir kommen da als Community gut durch.“

Jochen Schropp via Instagram

Ikkimel war einen Tag zuvor auf der Bühne gestanden

Ikkimel performt auf der CSD-Bühne vor dem Brandenburger Tor in Berlin
Ikkimel bei ihrem Auftritt am Brandenburger Tor beim Christopher Street Day, Berlin, 24.07.2026. Foto: IMAGO / ZUMA Press Wire (Vasily Krestyaninov)

Rapperin Ikkimel hatte bereits am Freitag beim CSD vor dem Brandenburger Tor performt. Nach dem Anschlag meldete sie sich fassungslos: „Ich hoffe, ihr seid in Ordnung – ich kann es nicht fassen“, schrieb die 29-Jährige auf Instagram. Sie betonte, wie wichtig Zusammenhalt gerade jetzt sei.

„Liebe ist niemals der Fehler, Angst und Hass niemals eine Antwort. Bitte, bitte, bleibt stark! Ich werde immer für uns einstehen.“

Ikkimel via Instagram

„Wir müssen heilen“ – weitere Musiker aus dem CSD-Line-up

Auch andere Künstler, die am Wochenende auf einer der Bühnen standen, äußerten sich. Wavvyboi, der am Samstag performte, schrieb, er habe schnell evakuiert werden können, seine Kraft gelte „allen Betroffenen“. Sängerin Mariybu berichtete, sie sei früh nach Hause gegangen, sei aber „gerade nur am Heulen“. Besonders eindringlich äußerte sich Karaoke Jesus, der ebenfalls am Samstag auftrat:

„Tausende Menschen sind gekommen und haben sich für Liebe entschieden. Eine einzige Person ist gekommen und hat sich für Hass entschieden. Wir müssen reden. Wir müssen heilen. Wir müssen uns gegenseitig schützen. Aber wir werden uns nicht verstecken.“

Karaoke Jesus via Instagram

Weitere Stimmen aus Show und Medien

  • Barbie Breakout, die den CSD am Vortag moderiert hatte, zeigte sich „sprachlos und entsetzt“ und richtete ihre Gedanken an die Opfer.
  • Ruth Moschner rief dazu auf, Berlin „mit Regenbögen zu pflastern und unendlich viel Liebe zu verbreiten“.
  • ZDF-Journalistin Dunja Hayali schrieb, ihr Mitgefühl gelte allen, die aus Angst ihre Liebe nicht offen zeigen können, sowie den Angehörigen des Todesopfers.
  • Jenny Elvers postete eine Regenbogenfahne mit den Worten: „Mir fehlen die Worte.“
  • Tokio-Hotel-Frontmann Bill Kaulitz schrieb in seiner Instagram-Story, er denke an alle Opfer, Freunde und Familien beim CSD in Berlin.
Symbolbild: Regenbogenfahne und Kerzen als Zeichen der Solidarität vor der Silhouette des Brandenburger Tors
Symbolbild: Regenbogenfahne und Kerzen als Zeichen der Solidarität. Grafik: Schlagerplanet

Wie es weitergeht

Auch aus der Politik kamen Reaktionen: Die frühere Grünen-Vorsitzende Ricarda Lang, die selbst beim CSD sprach, bezeichnete sowohl Islamismus als auch Rechtsextremismus als Feinde der Menschenwürde. Die Ermittlungen zum genauen Hintergrund der Tat dauern an. Für die Szene steht unterdessen vor allem eines im Vordergrund: der Zusammenhalt, den so viele Stars in ihren Botschaften beschworen.

Von: Julian Weber bearbeitet mit KI

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