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Stefanie Hertel: Das musste sie jahrelang ertragen

27.07.2026, 08:19 Uhr

Vor rund 30 Jahren reichte ein einziger Satz, um bei Stefanie Hertel für ungläubige Blicke zu sorgen. Im WDR-„Kölner Treff“ öffnete sich die Schlagersängerin nun über eine Zeit, in der ihr Lebensstil alles andere als selbstverständlich war.

Vom Grand-Prix-Sieg zur Stimme des Tierschutzes

Mit ihrem Sieg beim Grand Prix der Volksmusik 1992 und dem Titel „Über jedes Bacherl geht a Brückerl“ schaffte Stefanie Hertel den Durchbruch. Die heute 47-Jährige, aufgewachsen im vogtländischen Oelsnitz als Tochter des Volksmusikers Eberhard Hertel, gilt seither als eine der bekanntesten Stimmen der Szene. Neben der Musik ist ihr aber noch etwas anderes wichtig: Seit ihrer Jugend lebt sie vegetarisch – eine Entscheidung, die sie über Jahrzehnte hinweg konsequent durchgezogen hat.

„Tierischer Treff“: Hertel zu Gast bei Susan Link und Micky Beisenherz

Anlass für Hertels Rückblick war die Ausgabe des „Kölner Treff“ vom 24. Juli 2026, die unter dem Motto „Tierischer Treff“ in Kooperation mit der WDR-Sendung „Tiere suchen ein Zuhause“ stand. Moderatorin Susan Link und Moderator Micky Beisenherz begrüßten neben Hertel weitere Gäste, die sich im Alltag oder beruflich für Tierschutz einsetzen:

  • Simone Sombecki, Moderatorin von „Tiere suchen ein Zuhause“
  • Schauspielerin Andrea Sawatzki
  • Schauspieler Armin Rohde
  • Hundetrainerin Ellen (de Sousa) Marques
  • Content Creator und „Taubenflüsterer“ Malte Zierden
  • Sonderpädagoge Holger Peters

Stefanie Hertel selbst ist Botschafterin des Deutschen Tierschutzbundes und lebt mit ihrer Familie auf einem ländlichen Anwesen, auf dem auch Tiere ein Zuhause gefunden haben – darunter eine trächtige Hündin, die sie einst auf einer Reise in Griechenland rettete und die anschließend in Deutschland vier Welpen zur Welt brachte.

„Ganz doof angeguckt“ – als Fleischverzicht noch die Ausnahme war

Wie wenig verbreitet eine fleischlose Ernährung noch vor drei Jahrzehnten war, machte Hertel im Gespräch mit Susan Link und Micky Beisenherz an einer konkreten Erinnerung fest.

„Vor 30 Jahren, da hat man einen wirklich noch ganz doof angeguckt, wenn man gesagt hat, man isst kein Fleisch.“

Stefanie Hertel im „Kölner Treff“

Besonders deutlich sei ihr eine Situation in Erinnerung geblieben, in der Kritiker ihr mit einer skurrilen Geste begegneten. „Da kamen sie an und haben irgendwelche Erbsendosen aufgemacht“, erinnerte sich die Sängerin an die teils feindseligen Reaktionen auf ihren Lebensstil.

Vom Spott zur Selbstverständlichkeit

Dass sich die gesellschaftliche Einstellung zur fleischlosen Ernährung seither grundlegend gewandelt hat, beobachtet Hertel mit Freude. Mittlerweile gebe es in nahezu jedem Gasthof entsprechende Alternativen – auch im eigenen Dorfgasthof in ihrer bayerischen Wahlheimat im Chiemgau.

Steckbrief Angaben
Geburtsdatum 25. Juli 1979 (47 Jahre)
Geburtsort Oelsnitz/Vogtland
Bekannt durch Sieg beim Grand Prix der Volksmusik 1992
Beruf Schlagersängerin, Moderatorin, Musicaldarstellerin
Familie Ehemann Lanny Lanner, Tochter Johanna Mross
Engagement Botschafterin des Deutschen Tierschutzbundes
Stefanie Hertel mit Ehemann Lanny Lanner beim SemperOpernball
Stefanie Hertel mit Ehemann Lanny Lanner beim SemperOpernball, Dresden, 06.02.2026. Foto: IMAGO / Future Image (Wehnert)

Hertels Appell: „Das muss die Zukunft werden“

Für Stefanie Hertel ist der eigene Verzicht auf Fleisch längst kein Nischenthema mehr, sondern ein Anliegen, das sie auch anderen ans Herz legen möchte. Im „Kölner Treff“ richtete sie einen unmissverständlichen Appell an das Publikum:

„Das muss die Zukunft werden, dass wir alle über unseren Fleischkonsum oder über tierische Produkte nachdenken. Das kann nur die Zukunft sein!“

Stefanie Hertel im „Kölner Treff“

Ob als Botschafterin des Tierschutzbundes, in ihrem Privatleben oder eben im TV-Talk: Für Stefanie Hertel gehören Musik und Tierschutz längst untrennbar zusammen – ein Engagement, das sie nach eigenen Worten auch in Zukunft nicht aufgeben will.

Von: Julian Weber bearbeitet mit KI

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