Nach acht Jahren Pause meldet sich Marie Bäumer (57) zurück vor der Kamera – und spricht im Interview mit der Gala erstmals offen darüber, wie sie diese Zeit genutzt hat und wie sich ihr Comeback wirklich angefühlt hat.
Acht Jahre Pause – und ein „Gastauftritt zum Warmlaufen“
Für die Schauspielerin war die Rückkehr vor die Kamera alles andere als selbstverständlich. „Wenn man ein paar Jahre nicht spielt, ist das eine Schwelle“, erklärte Marie Bäumer der Gala. Ihren Gastauftritt im Remake von „Mädchen in Uniform“ beschreibt sie deshalb bewusst zurückhaltend: als „einen herrlichen Gastauftritt zum Warmlaufen“. In der Neuverfilmung des Kultklassikers von 1931 steht sie an der Seite eines großen Ensembles, zu dem unter anderem Jannis Niewöhner, Leonie Benesch und Angela Winkler zählen. Der Kinostart in Deutschland und Österreich ist für 2026 angesetzt.

Was Marie Bäumer in der Auszeit antrieb: „Escapade“
Während sie den Filmsets fernblieb, trieb Marie Bäumer ihr Herzensprojekt voran: Mit „Escapade“ entwickelte sie ein teils pferdegestütztes Programm zur Persönlichkeitsentwicklung. Ein leichter Weg war das nicht, wie sie selbst zugibt.
„Wahnsinn, so viel Blut, Schweiß und Tränen, manchmal fühlte ich mich, als würde ich bis zur Brust im Sumpf stecken.“
Marie Bäumer im Interview mit der Gala
Am Ende zähle für sie aber nicht die Mühe, sondern „die Magie“, so die Schauspielerin. Beim Dreh zu „Mädchen in Uniform“ habe sie sich dadurch wie neu gefühlt: „Ich habe mich wieder gefühlt wie eine Schauspielstudentin mit akribischer Vorbereitung und der dazugehörigen Aufregung.“
Bewusste Grenzen statt Dauerbetrieb
Heute achtet Marie Bäumer gezielt auf ihre eigenen Grenzen. Das äußert sich unter anderem in folgenden Punkten, die sie im Gespräch mit der Gala benannte:
- Sonntage und möglichst auch Samstage gehören ihr bewusst ganz allein.
- Mentale Erschöpfung nimmt sie heute ernster als noch mit Mitte 20.
- Projekte wählt sie inzwischen nach ihrem eigenen Tempo aus.
„Auch die mentale Kraft ist nicht zu unterschätzen, da gibt es schon Momente der Erschöpfung. Das ist jetzt anders als mit Mitte 20“, sagte sie dazu.

Marie Bäumer über Iris Berben: „Phänomenale Ikone des Alterslosen“
Im Gala-Interview kam Marie Bäumer auch auf ihre Kollegin Iris Berben (75) zu sprechen, die zuletzt öffentlich erklärt hatte, das Älterwerden nicht schön zu finden. Bäumer kann diese Haltung nachvollziehen und findet zugleich große Worte für die Kollegin: Sie nennt Iris Berben eine „phänomenale Ikone des Alterslosen“, die mit ihrer Energie aus jeder Produktion herausstrahle. Das Thema Älterwerden begleitet Marie Bäumer nach eigenen Worten schon länger – verstärkt seit ihrem Rückzug aus dem dauernden Drehbetrieb, als innere Balance und Selbstfürsorge stärker in den Vordergrund rückten.
Steckbrief: Marie Bäumer
| Kategorie | Angabe |
|---|---|
| Geburtsdatum | 7. Mai 1969 |
| Beruf | Schauspielerin |
| Bekannte Rollen | Romy Schneider in „3 Tage in Quiberon“, Uschi in „Der Schuh des Manitu“ |
| Auszeichnungen | Deutscher Filmpreis, zweifacher Bayerischer Filmpreis |
| Aktuelles Projekt | Gastrolle im Remake von „Mädchen in Uniform“ (Kinostart 2026) |
| Herzensprojekt | „Escapade“ – pferdegestütztes Coaching-Programm |
Ihre einstige Paraderolle als Uschi aus „Der Schuh des Manitu“, auf deren Rückkehr Fans in der Fortsetzung „Das Kanu des Manitu“ vergeblich gehofft hatten, gehört für Marie Bäumer inzwischen zu einem früheren Kapitel ihrer Karriere. Im Fokus stehen für sie heute vor allem ihre persönliche Weiterentwicklung, ihr Coachingprogramm „Escapade“ und ausgewählte Herzensprojekte vor der Kamera – in einem Tempo, das zu ihr passt.
Von: Julian Weber bearbeitet mit KI