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Königin Camilla: Dieses Geheimnis wurde ihr fast zu viel

19.08.2026, 11:10 Uhr

Königin Camilla hat erstmals öffentlich beschrieben, wie schwer ihr die Tage vor der Bekanntgabe der Krebsdiagnose von König Charles III. gefallen sind. In einem neuen Film für die Krebshilfe-Organisation Maggie’s erinnert sich die 79-Jährige an einen Termin, bei dem sie das Wissen um die Erkrankung ihres Mannes für sich behalten musste – ausgerechnet in einem Zentrum für Krebspatienten.

Anlass ist das 30-jährige Bestehen von Maggie’s. Zum Jubiläum haben der Buckingham Palace und die Organisation einen rund siebenminütigen Film veröffentlicht, in dem Camilla im Clarence House mit Maggie’s-Chefin Dame Laura Lee ins Gespräch kommt. Camilla ist seit 2008 Präsidentin der Organisation und hat bislang 18 der 27 britischen Zentren besucht.

Ein Termin, bei dem niemand etwas sagen durfte

Am 31. Januar 2024 eröffnete Camilla offiziell das neue Maggie’s Centre am Royal Free Hospital in London. Was die Öffentlichkeit damals nicht wusste: Die Krebsdiagnose ihres Mannes lag zu diesem Zeitpunkt bereits vor. Der Palast machte sie erst fünf Tage später, am 5. Februar 2024, bekannt.

„Ich erinnere mich, dass ich ein Maggie’s besucht habe, kurz nachdem der König diagnostiziert worden war“, sagte Camilla in dem Film. „Niemand durfte damals etwas sagen. Das war recht schwierig.“ Sie habe mehrfach nah davor gestanden, sich zu öffnen: „Ich habe fast etwas gesagt, aber ich hatte das Gefühl, dass es nicht der richtige Moment war.“

„Ich habe mich einfach danach gesehnt, es herauszulassen – aber natürlich konnte ich es nicht.“

Königin Camilla im Maggie’s-Jubiläumsfilm über den Besuch im Januar 2024

Die Gespräche mit den Betroffenen vor Ort seien dadurch anders verlaufen als sonst. „Ich habe sie fast ausgefragt. Ich wollte nicht zu tief bohren … ich habe einfach mit ihnen geredet, aber ich hatte das Gefühl, dass es viel tiefer ging“, schildert die Königin. Krebs sei bis dahin nie wirklich in ihrem eigenen Zuhause angekommen – und plötzlich habe sie mit der Diagnose ihres Ehemannes selbst dort gestanden, wo die Menschen sitzen, mit denen sie jahrelang gesprochen hatte.

Dame Laura Lee wandte sich in dem Gespräch direkt an die Königin und sprach von dem Mut, den dieser Auftritt gekostet haben müsse – nur kurz bevor die Nachricht öffentlich wurde. Für Maggie’s sei es eine große Ehre, dass Camilla so offen über ihre eigenen Gefühle bei diesem Besuch spreche.

„Nichts hat ihn gestoppt“

Über die Reaktion ihres Mannes auf die Diagnose spricht Camilla mit sichtbarem Respekt. „Schauen Sie sich meinen Mann an. Nichts hat ihn gestoppt. Er hat einfach gesagt: ‚Das ist mein Weg. Ich werde damit umgehen.'“

König Charles III. und Königin Camilla gemeinsam bei den Commonwealth Games in Glasgow 2026
König Charles III. und Königin Camilla bei der Eröffnungsfeier der Commonwealth Games, Glasgow, 23.07.2026. Foto: IMAGO / ZUMA Press Wire (Mickael Chavet)

Die Offenheit des Königs hat messbare Folgen: Maggie’s verzeichnet nach eigenen Angaben seit der öffentlichen Bekanntgabe der Diagnose einen Anstieg männlicher Besucher um zwölf Prozent. Ein Effekt, der in der Krebshilfe seit Jahren erhofft wird – Männer suchen psychosoziale Unterstützung deutlich seltener als Frauen.

Was Maggie’s leistet

  • 27 Zentren in ganz Großbritannien, jeweils in der Nähe großer NHS-Krebskliniken
  • Kostenlose psychologische, emotionale und praktische Unterstützung – für Patienten und Angehörige
  • Kein Termin nötig: Wer Hilfe braucht, kann einfach hineingehen
  • Ziel ist ein Ausbau auf 60 Zentren; für dieses Jahr sind 30 Millionen Pfund an Spenden angepeilt
  • Camilla fordert ein Maggie’s Centre an jedem Krankenhaus

Die Chronologie

Datum Ereignis
31. Januar 2024 Camilla eröffnet das Maggie’s Centre am Royal Free Hospital in London – die Diagnose ist ihr bereits bekannt
5. Februar 2024 Der Buckingham Palace gibt die Krebsdiagnose von König Charles III. öffentlich bekannt
April 2024 Charles nimmt öffentliche Termine wieder auf
12. Dezember 2025 Charles teilt mit, dass seine Behandlung im neuen Jahr reduziert werden kann
18. August 2026 Camilla spricht im Maggie’s-Jubiläumsfilm erstmals über diese Zeit

Wie es König Charles heute geht

Die Krebserkrankung war Anfang 2024 im Zusammenhang mit einer Behandlung wegen einer vergrößerten Prostata entdeckt worden. Um welche Krebsart es sich handelt, hat der Palast nie mitgeteilt. Bereits im April 2024 kehrte der heute 77-Jährige zu öffentlichen Terminen zurück.

Am 12. Dezember 2025 meldete sich Charles in einer Videobotschaft selbst zu Wort: Dank „früher Diagnose, wirksamer Behandlung und dem Befolgen der Anweisungen der Ärzte“ könne sein Behandlungsplan im neuen Jahr reduziert werden. Er nannte das „sowohl einen persönlichen Segen als auch ein Zeugnis für die bemerkenswerten Fortschritte in der Krebsversorgung“.

Von einer Heilung ist dabei ausdrücklich nicht die Rede. Der Palast erklärte, der König habe „außerordentlich gut auf die Behandlung angesprochen“; die weiteren Maßnahmen gingen nun in eine „vorsorgliche Phase“ über. Eine Remission wurde nicht bestätigt.

Camillas Schilderung macht damit vor allem eines deutlich: Während der Palast im Januar 2024 noch schwieg, saß die Königin in einem Krebszentrum – und musste ausgerechnet dort dichthalten, wo Offenheit das Prinzip ist.

Von: Julian Weber bearbeitet mit KI

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