Privatjet nach London, ein geplatzter Weltkarriere-Traum und ein Hit, der eigentlich gar nicht für ihn bestimmt war: G.G. Anderson hat sein Leben aufgeschrieben. Was der Schlagerstar in seinem Buch verrät – und wann Fans es in den Händen halten können.
Seit fast sechs Jahrzehnten steht G.G. Anderson inzwischen auf der Bühne. Viele seiner Geschichten kennen bislang nur Weggefährten. Das soll sich ändern: Der 76-Jährige hat seine Autobiografie fertiggestellt. Auf seiner offiziellen Website schreibt er:
„Meine Autobiografie ‚Sonntagskind – Mein Leben‘ ist fertig geschrieben!“
G.G. Anderson auf g-g-anderson.de
„Es ist vollbracht!“: G.G. Anderson bedankt sich bei seinem Team
Ganz allein hat der Sänger das Buch nicht geschrieben. Wie das Portal Schlagerpuls berichtet, dankt Anderson ausdrücklich den Menschen, die ihn bei dem Projekt begleitet haben:
„Dank meines Produzenten Gerd Jakobs, der mit mir meine Geschichten aufgezeichnet hat, meiner Assistentin Birgit Behle-Langenbach, die meine Worte in ihrem unvergleichlichen Stil aufgeschrieben hat und sich sehr erfolgreich um einen Verlag gekümmert hat – und dem Molino Verlag, der an mich und meine Lebensgeschichte glaubt, können wir nun endlich sagen: Es ist vollbracht!“
G.G. Anderson, zitiert nach Schlagerpuls
Inhaltlich verspricht er offene Einblicke: Er erzähle „von den Höhen und Tiefen meines Lebens, von meiner Musik, von besonderen Begegnungen und unvergesslichen Momenten“, heißt es auf seiner Website.
Im Privatjet nach London – dann platzte der Traum
Einige Anekdoten aus dem Buch hat der Molino Verlag bereits verraten. Die Geschichte beginnt lange vor dem Künstlernamen G.G. Anderson – bei Gerd Grabowski, wie der Sänger bürgerlich heißt. Mit seiner Band Blue Moons hatte er offenbar schon früh das ganz große Ticket in der Hand. Laut Verlag flog Grabowski mit der Band im Privatjet nach London, wurde dort im Rolls-Royce mit deutscher Standarte empfangen, spielte im berühmten Marquee Club und landete auf dem Titel des legendären Musikmagazins „Melody Maker“.
Doch die internationale Karriere kam nie zustande. Der Grund war ganz bodenständig: Die Musiker wollten nicht nach England umziehen. Der Verlag schreibt dazu, es sei „nicht die letzte überraschende Wendung in seinem Leben“ gewesen.

„Mama Lorraine“ war eigentlich für Boney M. gedacht
Die wohl überraschendste Enthüllung betrifft seinen bekanntesten Song. „Mama Lorraine“, mit dem G.G. Anderson 1981 in die deutschen Top 10 kam, war ursprünglich gar nicht für ihn bestimmt. Laut Verlag sollte der Song an Boney M. gehen – bis Erfolgsproduzent Frank Farian das Demoband hörte und entschied:
„Das ist dein Lied!“
Frank Farian zu G.G. Anderson, laut Buchbeschreibung des Molino Verlags
Millionen-Versprechen für „Herzilein“ – schriftlich beim Anwalt
Auch die Geschichte der Wildecker Herzbuben kommt im Buch vor. Das Duo ging aus Andersons Begleitband hervor, ihr Hit „Herzilein“ stammt aus seiner Feder. Um die beiden zu überzeugen, ließ G.G. Anderson laut Verlag sogar anwaltlich festhalten, dass sich die Single mindestens eine Million Mal verkaufen werde. Der Verlag fasst trocken zusammen: „Der Künstler mit dem Gespür für Hits sollte recht behalten.“
Insgesamt beschreibt der Verlag das Buch als „keine glattpolierte Erfolgsgeschichte, sondern ein offener und warmherziger Blick hinter die Kulissen von sechs Jahrzehnten Musikgeschichte und in das Leben des Künstlers“.
Was im Buch steckt – die Stationen im Überblick
- Die frühen Jahre: Gerd Grabowski und die Blue Moons, der Ausflug nach London und der geplatzte Traum von der internationalen Karriere
- Der Neustart: Wie aus Gerd Grabowski G.G. Anderson wurde, der Sänger von „Sommernacht in Rom“
- Der Komponist: Hits für andere, darunter „Herzilein“ für die Wildecker Herzbuben
- Der Zufallshit: „Mama Lorraine“ – eigentlich für Boney M. geschrieben
„Sonntagskind“: Alle Infos zur G.G.-Anderson-Biografie
| Detail | Angabe |
|---|---|
| Titel | Sonntagskind – Mein Leben |
| Autor | G.G. Anderson (mit Gerd Jakobs und Birgit Behle-Langenbach) |
| Verlag | Molino Verlag |
| Erscheinungstermin | voraussichtlich Frühjahr 2027 |
| Umfang | ca. 224 Seiten, Broschur |
| Preis | 20,00 Euro |
| ISBN | 978-3-911682-64-0 |
| Vorbestellung | ab sofort beim Verlag möglich |

G.G. Anderson: Abschied auf Raten
Die Biografie fällt in eine Phase, in der G.G. Anderson Bilanz zieht. Im Juni 2024 veröffentlichte der gebürtige Eschweger, der am 4. Dezember 1949 zur Welt kam, mit „Sieben Leben“ sein 30. Studioalbum. Im Sommer 2026 machte zudem eine mögliche Abschiedstournee die Runde. Wie Echo24 im Juli berichtete, bestätigte seine Managerin: „Ja, es wird eine Abschiedstour geben, aber noch ist nichts fixiert.“
Ganz leise war es um den Sänger zuletzt ohnehin nicht. Im Mai äußerte er sich deutlich zur Song-Zensur auf Volksfesten, zuvor hatte er von einer schmerzhaften Verletzung erzählt. Schon 2025 hatte er verraten, warum er sauer auf Roland Kaiser war.
Fest steht: Mit „Sonntagskind – Mein Leben“ erscheint im Frühjahr 2027 beim Molino Verlag die Lebensgeschichte von G.G. Anderson – vom Privatjet-Abenteuer mit den Blue Moons über den Boney-M.-Song, der zu seinem eigenen Hit wurde, bis zum anwaltlich festgehaltenen Millionen-Versprechen für „Herzilein“. Vorbestellen können Fans das Buch schon jetzt.