Acht Jahre lang war Linda Zervakis das Gesicht der „Tagesschau“-Hauptausgabe – seriös, präzise, immer im gleichen Rahmen. Jetzt hat die 51-Jährige Fotos von einem ProSieben-Auftritt geteilt, bei denen selbst langjährige Zuschauer zweimal hinsehen müssen. Von der gewohnten Nachrichten-Optik ist auf den Bildern nämlich so gut wie nichts übrig – und ihre prominenten Kolleginnen und Kollegen reagierten prompt.
Linda Zervakis zeigt sich völlig verändert
Wer Linda Zervakis in den vergangenen Jahren im Fernsehen gesehen hat, kennt sie mit dunklen Haaren und dezentem Make-up. Auf den Fotos, die die gebürtige Hamburgerin nun auf Instagram veröffentlichte, ist von diesem Erscheinungsbild kaum etwas zu erkennen. Der Look ist so weit von ihrem gewohnten Auftreten entfernt, dass unter dem Beitrag mehrfach die Frage auftauchte, ob das wirklich die frühere Nachrichtensprecherin sei. Wie t-online berichtet, war Zervakis auf den Bildern „kaum wiederzuerkennen“.

Ein Ausflug in die Fernsehvergangenheit
Der Hintergrund der Verwandlung ist ein Fernsehauftritt: Zervakis war Teil des „Retro-Specials“ von „TV total“ mit Moderator Sebastian Pufpaff. Die Sonderausgabe führte durch Mode, Musik und Trends der 70er-, 80er- und 90er-Jahre – laut Programmankündigungen von ProSieben lief sie am 18. August 2026 um 20:15 Uhr. Passend zum Thema waren nicht nur Kulisse und Einspieler stilecht angepasst, auch das Team trat in Kostümen der jeweiligen Jahrzehnte auf.
Ihren eigenen Ausflug in die Vergangenheit kommentierte Zervakis auf Instagram mit einer Portion Selbstironie:
„Zurück in eine Zeit, in der Frisuren erst fertig waren, wenn sie bei Gegenwind nicht mehr wackelten und beim Lidschatten galt: mehr ist mehr.“
Linda Zervakis auf Instagram, zitiert nach t-online
Über die Rollenverteilung des Abends schrieb sie: „Sebastian Pufpaff hat den Reiseleiter durch die vergangenen Jahrzehnte gegeben und ich durfte ihn begleiten.“ Ihre Bilderserie überschrieb sie kurzerhand als „herrlichen Quatsch“ – und stellte die rhetorische Frage in die Runde, ob man das damals wirklich freiwillig getragen habe.
Kolleginnen und Kollegen reagieren begeistert
In den Kommentaren melden sich prominente Weggefährten aus der Fernsehbranche. Die Reaktionen fallen durchweg positiv aus:
- NDR-Moderatorin Bettine Tietjen kommentierte knapp: „Steht dir“.
- Caren Miosga und Matthias Opdenhövel, ihr Partner aus der gemeinsamen ProSieben-Sendung, schickten Herz-Emojis.
- Andere Nutzer zogen Vergleiche zur legendären „Tagesschau“-Sprecherin Dagmar Berghoff.
- Ein weiterer Kommentar lautete: „Das kann keiner so großartig tragen wie sie, Frau Zervakis.“
Von der „Tagesschau“ zum Privatfernsehen
Dass Zervakis heute deutlich experimentierfreudiger auftritt als früher, hat auch mit ihrem Karriereweg zu tun. Von 2013 bis 2021 sprach sie die Hauptausgabe der „Tagesschau“ und war damit die erste Nachrichtensprecherin mit Migrationshintergrund in dieser Position. Anfang 2021 verließ sie die ARD und wechselte zu ProSieben, wo sie unter anderem gemeinsam mit Matthias Opdenhövel ein Infotainment-Format moderierte.

| Steckbrief | Linda Zervakis |
|---|---|
| Geboren | 25. Juli 1975 in Hamburg |
| Alter | 51 Jahre |
| Herkunft | deutsch-griechisch, aufgewachsen im Kiosk der Eltern |
| Karrierestart | ab 2001 beim NDR, u. a. Radio N-Joy |
| Regionalnachrichten | ab 2004 „Schleswig-Holstein Magazin“ |
| „Tagesschau“ | Sprecherin der Hauptausgabe von 2013 bis 2021 |
| Seit 2021 | Moderatorin bei ProSieben |
| Privat | verheiratet, zwei Kinder |
Das steckt hinter dem verblüffenden Look
Und was genau hat die Fans nun so überrascht? Zervakis trug für das „Retro-Special“ eine blonde Kurzhaar-Perücke und dazu einen intensiv blauen Lidschatten – eine Kombination, die mit ihrem heutigen Erscheinungsbild praktisch nichts mehr zu tun hat. Die Moderatorin selbst verortete ihre Verkleidung im Jahr 1986: also mitten in jener Ära, in der Volumen, Haarspray und knallige Farben das Fernsehbild prägten.
Die Reaktionen zeigen, dass die Rechnung aufgegangen ist: Aus einem kurzen Kostümauftritt in einer Comedyshow ist ein kleiner Social-Media-Erfolg geworden – und ein Beleg dafür, dass sich die einst strengste Nachrichtenstimme des Landes inzwischen ziemlich gerne selbst auf die Schippe nimmt.
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Von: Julian Weber bearbeitet mit KI