Am Ballermann ist der Ton rau – aber selten so rau wie in diesen Tagen. Partysängerin Mia Julia und DSDS-Jurorin Isi Glück liefern sich einen öffentlichen Schlagabtausch in den sozialen Medien. Angefangen hat alles mit einer Kritik an neuen Gesichtern auf Mallorca. Doch wer beide Seiten hört, merkt schnell: Hinter der Fehde steckt deutlich mehr als ein Streit über Nachwuchs.
Zwischen den Entertainerinnen Mia Julia und Isi Glück herrscht gerade offene Uneinigkeit. Auslöser war laut t-online die Frage, wie viele Influencer und Reality-TV-Teilnehmer in der Malle-Szene Fuß fassen – und dort Geld verdienen – sollten. Innerhalb weniger Tage wurde daraus ein Streit, in dem es um Charakter, Mobbing und alte Rechnungen geht.
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Mia Julias Appell an die „Möchtegern-Sänger“
In einem Instagram-Video richtete sich die selbst ernannte „Queen of Party“ an alle „Möchtegern-Sänger“ und an jene, „die sich einfach an unserer Szene bereichern wollen und dadurch unsere Szene immer mehr kaputt machen“.
Ihre Kritik hat zwei Stoßrichtungen. Zum einen geht es der Sängerin um Content Creator, die an der Playa de Palma Straßenumfragen mit Betrunkenen durchführen und mit den Videos auf Klicks hoffen.
„Ich ertrage es nicht mehr, lasst die Leute in Ruhe. Hört auf, Leute bloßzustellen.“
Mia Julia in einem Instagram-Video
Zum anderen zielt sie auf C-Promis aus Trash-TV-Sendungen, die den Ballermann sonst belächeln würden und nun mit eigenen Songs auf „einen schnellen Euro“ hoffen. „Es ist ein Arschtritt für uns Künstler, die sich hier jeden Tag mit der Szene beschäftigen, die das leben, die das lieben, die das fühlen“, so die 39-Jährige. Pauschalisieren wolle sie dabei ausdrücklich nicht: Es gebe auch Influencer, die sich ernsthaft mit der Malle-Musik identifizieren.
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Isi Glück widerspricht – aus den eigenen Reihen
Neben Zuspruch bekam Mia Julia für die offenen Worte auch Kritik. Und die kam aus der eigenen Szene: DSDS-Jurorin Isi Glück erklärte ebenfalls auf Instagram, sie sehe das anders.
„Das ist nicht die vorherrschende Meinung hier, ich sehe das anders. Wer sind wir denn, dass wir vorher entscheiden, wer hier eine Chance bekommen darf und wer nicht?“
Isi Glück auf Instagram
Wem es ausschließlich um die Kohle gehe, der werde ohnehin „schnell auf die Fresse fliegen“, ergänzte sie.

Andeutungen über eine „große Headlinerin“
Parallel dazu teilte Isi Glück Ausschnitte aus einer RTL-Dokumentation, in der sie von ihren eigenen Anfängen am Ballermann berichtet. Diese seien schwierig gewesen, weil sie als ehemalige „Miss Germany“ auf Mallorca nicht ernst genommen worden sei. Hinzu seien Mobbingvorfälle gekommen – sie sei durch eine harte Schule gegangen.
„Die Person, von der ich rede, war schon damals ein großer Headliner“, sagt die 35-Jährige in der Doku. Sie habe Screenshots als Beweise, DJs hätten ihre Songs nicht mehr gespielt. Lange habe sie sich gefragt: „Warum hassen die mich alle?“ Im Nachhinein sei ihr klar geworden: „Immer wenn jemand nett zu mir war, hat er später Ärger von dieser Person bekommen.“ Wen sie mit „dieser Person“ meint, ließ Isi Glück offen.
„Isi, du bist so ekelhaft und verlogen“
Kurz darauf meldete sich Mia Julia erneut zu Wort – und wurde deutlich. Sie sprach von Isi Glücks „RTL-Fake-Lüge“ und schrieb: „Jeder erkennt langsam deinen Charakter, Frau Glück.“ Ihre Kollegin versuche wiederholt, mit ihr Streit anzufangen, um die eigene Reichweite zu generieren. Dazu kam eine geheimnisvolle Andeutung: „Seid froh, dass ich nicht mal über gewisse Dinge spreche.“ In ihrer Story wurde sie noch direkter: „Isi, du bist so ekelhaft und verlogen.“
In mehreren Videos legte die Sängerin nach: „Ich habe keinen Bock auf Zickenkrieg, aber es ist an der Zeit, dass ich mir nicht mehr alles gefallen lasse.“ Sie habe jahrelang ihren Mund gehalten. Von mehreren Personen seien über ein Jahrzehnt hinweg Hetzkampagnen gegen sie gestartet worden. „Das ist wirklich bodenlos“, so Mia Julia. Und: „Wer ist hier die Mobberin? Viel Spaß bei deinem Lügenbeitrag.“
Von Isi Glück fühlt sich Mia Julia vorsätzlich missverstanden. Ihr gehe es darum, dass Menschen, die auf Mallorca eine gute Zeit haben wollen, nicht gefilmt und im Internet bloßgestellt werden, wenn sie betrunken sind. Sie wolle etwa „den Lukas, der gerade mit seinem Fußballverein ein bisschen steil geht“, schützen. „Ich will, dass die Stimmung so ausgelassen bleibt, wie sonst auch.“ An Isi Glück gerichtet sagte sie dann: „Jetzt wagst du es, mir die Worte im Mund herumzudrehen. Du bist peinlich und du hast einen ekelhaften Charakter.“
Die Beteiligten im Überblick
| Person | Alter | Rolle | Position im Streit |
|---|---|---|---|
| Mia Julia | 39 | Partysängerin, „Queen of Party“ | Kritisiert Content Creator und Trash-TV-Promis in der Szene |
| Isi Glück | 35 | Partyschlagersängerin, DSDS-Jurorin | Hält Newcomern die Tür offen, verweist auf eigenes Mobbing-Erlebnis |
| Gina Beckmann | 26 | Influencerin, „Big Brother“-Bekanntheit, Megapark-Act | Fühlt sich getroffen, weint – Mia Julia meinte sie nicht |
Wer sich sonst noch einmischt
Der Streit blieb nicht auf zwei Namen begrenzt. In die lebhafte Debatte schalteten sich weitere Stars aus Bierkönig und Megapark ein:
- Schürze – Musiker und Ballermann-Dauergast
- Frenzy – Sängerin aus der Malle-Szene
- DJ Robin – hatte sich bereits einige Tage zuvor öffentlich über Nina Anhan, die Ehefrau von Rapper Haftbefehl, ausgelassen. Die Influencerin hatte einen Song mit ihm aufgenommen und sich nur drei Tage nach der Veröffentlichung wieder zurückgezogen (mehr dazu hier)
Gina Beckmann in Tränen
Besonders hart traf die Debatte eine, die gar nicht gemeint war. Gina Beckmann, die ihre Karriere bei „Big Brother“ startete, erklärte, sie sei traurig und verletzt. „Ich habe sechs Jahre darauf hingearbeitet, irgendwann mal am Ballermann auftreten zu können“, sagte die 26-Jährige, die mit ihrem Song „Jägermeisterin“ inzwischen im Megapark auftritt. Die Malle-Welt versteht sie nicht mehr: „Der Ballermann steht doch für Friede, Freude, Eierkuchen.“ Mia Julias Video habe ihrer Meinung nach viel Hass ausgelöst – Beckmann habe deswegen sogar geweint.
Mia Julia reagierte auch darauf, und zwar deutlich sanfter: „Mäuschen, du musst das Video bitte nochmal anschauen und genau zuhören.“ Sie habe Beckmann gar nicht auf dem Schirm gehabt und mit ihrem Video dementsprechend auch nicht gemeint. Direkt an die Ballermann-Newcomerin gerichtet schrieb sie: „Reiß dir deinen kleinen Bobbes auf und setz dich durch. Dann wird es auch was und dann verdient.“
Warum es um viel mehr geht als um Newcomer
Wer den Schlagabtausch von vorne bis hinten verfolgt, erkennt: Die Debatte über Influencer und Trash-TV-Songs war nur der Anlass. Auf der einen Seite steht Isi Glück, die von jahrelangem Mobbing durch eine namentlich nicht genannte „große Headlinerin“ berichtet. Auf der anderen Seite Mia Julia, die von Hetzkampagnen über ein Jahrzehnt hinweg spricht und sagt, sie habe dazu jahrelang geschwiegen. Zwei Erzählungen, die sich diametral gegenüberstehen – und in denen sich jede der beiden als die Angegriffene sieht.
Genau darin liegt die Auflösung dieses Ballermann-Zoffs: Es ist kein Streit über Nachwuchs, sondern eine alte Rechnung, die nun öffentlich beglichen wird. Am Ende zeigte sich Mia Julia vor allem versöhnlich mit sich selbst. Dass sie jetzt endlich über all das spreche, „gehört zu meiner Heilung“, erklärte sie. An ihre fast 670.000 Follower gerichtet schrieb sie: „Seid wachsam, seid warmherzig, seid menschlich. Seid einfach gute Menschen.“
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Von: Julian Weber bearbeitet mit KI