Heino hat sich im Juni 2026 am Herzen operieren lassen – abseits der Öffentlichkeit. Erst rund drei Monate später spricht der 87-Jährige über den Eingriff, und seine Schilderung macht deutlich, wie knapp es für ihn war.
Der Volkssänger stand in diesem Jahr so oft auf der Bühne wie kaum ein anderer Künstler seiner Generation. Dass er zwischen zwei Auftritten eine Herzoperation hinter sich gebracht hat, wusste bis vor wenigen Tagen niemand. Gegenüber der „Bild“-Zeitung hat Heino, mit bürgerlichem Namen Heinz Georg Kramm, den Eingriff nun selbst öffentlich gemacht.
Zwei Stents in der Uniklinik Salzburg
Im Juni setzten Ärzte in der Uniklinik Salzburg dem Sänger zwei Stents ein – kleine Metallröhrchen, die verengte Herzkranzgefäße von innen stützen und offen halten. Auffällig war der Befund vor allem deshalb, weil Heino selbst nichts gespürt hatte.
„Ich hatte auch vor der OP keinerlei Beschwerden, aber bei einer speziellen Untersuchung kam heraus, dass meine Herzkranzgefäße verengt waren“, sagte er im Gespräch mit dem Blatt. „Das hat mich überrascht. Die Ärztin riet mir zur Operation, weil mir sonst ein Herzinfarkt drohen würde.“
Der Eingriff im Überblick:
- Zeitpunkt: Juni 2026
- Klinik: Uniklinik Salzburg
- Eingriff: zwei Stents zur Stützung verengter Herzkranzgefäße
- Auslöser: eine Szintigrafie, bei der eine koronare Herzerkrankung entdeckt wurde
- Beschwerden vorher: keine
„Er hat mir damit das Leben gerettet“
Dass die Untersuchung überhaupt stattfand, führt Heino auf seinen Manager Helmut Werner (42) zurück. Der hatte ihm die Szintigrafie geraten – von allein wäre der Sänger nicht darauf gekommen, wie er einräumt.
„Er hat mir damit das Leben gerettet. Denn irgendwann hätten sich sonst meine Herzkranzgefäße geschlossen, ich wäre umgefallen und vermutlich nicht mehr aufgestanden.“
Heino über seinen Manager Helmut Werner, im Interview mit der „Bild“-Zeitung

Wenige Tage später stand er wieder auf der Bühne
Eine längere Pause legte Heino nach der Operation nicht ein. Nach eigenen Angaben hat er den Eingriff „sehr gut überstanden“ und stand bereits wenige Tage danach wieder vor Publikum – unter anderem im Bierkönig auf Mallorca. „Das war für mich die beste Kur und Medizin“, sagte er der „Bild“.
Wer seinen Sommer verfolgt hat, hätte von einer Herz-OP nichts geahnt: Ende August trat Heino beim Traditionsvolksfest in Mühldorf am Inn auf und teilte danach selbst Eindrücke davon mit seinen rund 91.000 Instagram-Followern.
Insgesamt absolvierte der Sänger in diesem Jahr dem Bericht zufolge fast 100 Konzerte und stand mehrfach am Ballermann auf Mallorca auf der Bühne. Auch abseits der Musik blieb er präsent: Im Frühjahr feierte seine Dokuserie in Kitzbühel Premiere, im Sommer sorgte er mit einer Rücktrittsdrohung für Schlagzeilen und wehrte sich gegen zwei Sätze, die er nicht stehen lassen wollte.
Nicht der erste Herz-Alarm
Für Heino ist das Thema nicht neu – und in seiner Familie hat es eine traurige Vorgeschichte.
| Jahr | Ereignis |
|---|---|
| 2004 | Ehefrau Hannelore Kramm erleidet einen Infarkt, ihr werden drei Bypässe gelegt |
| 2007 | Heino bricht wegen verengter Herzkranzgefäße zusammen; eine OP ist nicht nötig, er erholt sich mehrere Wochen in einer Rehaklinik und sagt seine Deutschlandtournee ab |
| 2023 | Hannelore Kramm stirbt im Alter von 82 Jahren an einem plötzlichen Herzstillstand |
| Juni 2026 | Herzoperation in der Uniklinik Salzburg, zwei Stents |
| September 2026 | Heino macht den Eingriff im „Bild“-Interview öffentlich |
Im November jährt sich der Tod seiner Ehefrau zum dritten Mal. Vor diesem Hintergrund bekommt Heinos Bilanz des Sommers ein anderes Gewicht: Dasselbe Schicksal hätte nach Einschätzung seiner Ärzte auch ihn treffen können.

Heinos Appell an ältere Menschen
Genau deshalb spricht der Sänger den Eingriff jetzt überhaupt an. Er rät vor allem älteren Menschen zu regelmäßiger Vorsorge – die „kann Leben retten“, sagt er. „Eine Herzerkrankung kann jeden erwischen. Aber es gibt heute Wege, sie frühzeitig zu erkennen.“
Aus Sicht der Branche ist das eine ungewöhnlich offene Ansage für einen Künstler, der Gesundheitsfragen sonst konsequent aus dem Bühnenprogramm heraushält – und der selbst für skurrile Auftrittsgründe gut ist.
Und wie geht es jetzt weiter?
Nach eigener Aussage fühlt sich Heino inzwischen wieder „fit und leistungsstark“ – und Pläne für den Ruhestand gibt es keine. Seine nächste Deutschlandtour soll im Januar beginnen. Und der Vertrag mit seinem Manager reicht noch weit darüber hinaus.
„Der Vertrag mit meinem Manager läuft bekanntlich, bis ich 104 bin“, sagte der 87-Jährige. „Und den will ich einhalten und auch noch verlängern.“
Heißt: Zwei Stents später denkt Heino nicht ans Aufhören, sondern an die kommenden 17 Jahre.
Von: Julian Weber bearbeitet mit KI