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Beatrice Egli: „Auf brutale Weise“ für ihren Körper verurteilt

16.10.2026, 15:47 Uhr

Auf der Bühne strahlt sie, doch hinter dem Erfolg stecken auch verletzende Erfahrungen: Beatrice Egli (38) hat im Schweizer Fernsehen offen darüber gesprochen, wie sehr sie Kritik an ihrem Aussehen getroffen hat. Ihre Worte sind ehrlich – und sie enthalten eine klare Botschaft an andere Frauen.

Beatrice Egli bei „Gredig direkt“: Ein ungewohnt offenes Gespräch

Anlass für das Interview war ein besonderer Meilenstein: Als erste Schweizer Solokünstlerin trat Beatrice Egli am 10. Oktober 2026 im Zürcher Hallenstadion auf. Kurz davor war sie zu Gast in der SRF-Sendung „Gredig direkt“, die am 8. Oktober 2026 um 22.25 Uhr auf SRF 1 lief. Laut SRF ging es mit Moderator Urs Gredig um ihren Weg im Schlager, ihr Schauspieldebüt in der Serie „Die Landarztpraxis“, um Hasskommentare – und um Bodyshaming.

Das Interview im Überblick
Sendung „Gredig direkt“ mit Urs Gredig
Sender & Termin SRF 1, 8. Oktober 2026, 22.25 Uhr
Anlass Konzert im Zürcher Hallenstadion am 10. Oktober 2026
Themen Karriere, Schauspieldebüt, Hasskommentare, Bodyshaming

„Klar, manchmal tut es weh“

Vor allem ein Satz lässt aufhorchen. In der Gesprächsfassung, die SRF am 9. Oktober online veröffentlichte, sagt die Sängerin über die Kritik an ihrem Körper:

„Ich erfuhr auf brutale Weise, wie es ist, verurteilt zu werden für einen gesunden Körper, der aber nicht dem gängigen Ideal entspricht.“

Beatrice Egli bei SRF

Auf die Frage, ob die ständige Bewertung ihres Äußeren an ihr nagt, antwortet sie ehrlich: „Klar, manchmal tut es weh.“ Gleichzeitig ordnet sie ein: „Aber in der Öffentlichkeit zu stehen, ist auch ein Privileg.“

„Ein gesellschaftliches Ding“ – und älter werden kommt dazu

Für Egli ist Bodyshaming kein Problem, das nur Promis betrifft. Laut der Nachrichtenagentur teleschau sagte sie in der Sendung: „Wir sehen in der ganzen Gesellschaft, dass es einen großen Raum einnimmt, zu werten, wie jemand aussieht und sich darstellt.“ Ihr nüchternes Fazit gegenüber SRF: „Das ist ein gesellschaftliches Ding und wird so bleiben.“

Abgeschlossen ist das Thema für sie deshalb nicht. „Dieser Prozess dauert bis heute. Denn der Körper verändert sich weiterhin“, zitiert teleschau die Sängerin. Und weiter: „Ich werde nie so bleiben wie jetzt.“ Sie rechnet sogar damit, dass die Kritik mit den Jahren nur die Form wechselt – dann werde man wieder verurteilt, dass man älter wird.

Schon bei DSDS ging es um ihr Aussehen

Neu sind solche Erfahrungen für Beatrice Egli nicht. 2013 gewann sie die zehnte Staffel von „Deutschland sucht den Superstar“ – doch schon in der RTL-Castingshow war ihr Äußeres Thema. Wie t-online berichtet, erzählte sie 2020 im YouTube-Format „Webtalkshow“ über Juror Dieter Bohlen: „Der Dieter meinte auch, ‚Du musst abnehmen, du musst ins Solarium gehen‘.“ Ihre Reaktion damals: „Und dann habe ich echt gedacht, jetzt reicht’s aber.“

Beatrice Egli nach ihrem DSDS-Sieg 2013 bei der Aftershow-Party in Köln
Beatrice Egli nach ihrem DSDS-Sieg bei der Aftershow-Party im Kölner MMC-Studio, 11.05.2013. Foto: IMAGO / Future Image (P. Mertens)

Mehr zu den Gewinnern der Castingshow lesen Sie in unserem Überblick DSDS: Was aus den Siegern wurde.

So geht Beatrice Egli heute mit Kritik um

Statt sich von den Urteilen anderer bestimmen zu lassen, setzt die Schweizerin auf Selbstliebe. Gegenüber SRF beschreibt sie, was ihr hilft:

  • Sich selbst annehmen: „Aber ich kann lernen, mich zu lieben, wie ich bin und mir selbst die beste Freundin zu sein.“
  • Geduld mit sich haben: „Dieser Prozess geht ein Leben lang weiter.“
  • Gegenwind als Antrieb nutzen: „Jeder Gegenwind war für mich stets Antrieb.“

Mit ihren offenen Worten reiht sich Egli in eine Reihe von Stars ein, die Bodyshaming öffentlich machen – zuletzt etwa Sarah Engels. Erst vor wenigen Tagen sorgte die Sängerin zudem mit einem ganz anderen Thema für Gesprächsstoff: Beatrice Egli plant eine Auszeit.

Ihre Botschaft an alle Frauen

Am Ende des Gesprächs wird klar, worum es Beatrice Egli wirklich geht: Sie will ihre Erfahrungen nutzen, um anderen Mut zu machen. Ihre Worte richten sich direkt an Frauen, die sich ebenfalls bewertet fühlen:

„Ich kann anderen Frauen sagen: ‚Du bist gut, so wie du bist – und du bist wunderbar!‘“

Beatrice Egli bei SRF

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