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ESC 2027: Dieses Land kehrt nicht zurück – der Grund

24.08.2026, 15:20 Uhr

Der Eurovision Song Contest 2027 in Burgas hat seine erste Absage – und sie kommt von einem Land mit großer ESC-Geschichte. Der zuständige Sender begründet den Rückzug mit einem Vorwurf, der den gesamten Wettbewerb trifft. Und er lässt eine Frage offen, die für Fans besonders bitter ist.

Es ist erst wenige Tage her, dass die Europäische Rundfunkunion (EBU) den Austragungsort für den Eurovision Song Contest 2027 verkündet hat. Statt Vorfreude bestimmt nun aber eine Absage die Schlagzeilen: Der niederländische Sender Avrotros wird beim ESC 2027 nicht antreten. Das teilte der Sender am Montag, 24. August 2026, mit.

Avrotros sagt den ESC 2027 ab

Für die Niederlande ist es die zweite Absage in Folge. Schon beim ESC 2026 in Wien fehlte das Land, das 1956 zu den Gründungsnationen des Wettbewerbs gehörte und fünf Mal gewonnen hat. Avrotros-Generaldirektor Taco Zimmerman erklärte, es sei „unbestreitbar, dass internationale Konflikte sich zunehmend auf den Wettbewerb auswirken und seinen neutralen Charakter untergraben“. Der ESC sei „zu einer Plattform für Spaltung geworden“.

Dass die Entscheidung dem Sender nicht leichtfällt, machte Zimmerman ebenfalls deutlich.

„Das ist schmerzlich, weil wir im nächsten Jahr sehr gerne wieder Teil des Wettbewerbs gewesen wären.“

Taco Zimmerman, Generaldirektor von Avrotros, laut „t-online“

Zu den Grundwerten des öffentlich-rechtlichen Rundfunks sagte der Sender-Chef: „Sie leiten uns in allem, was wir tun, auch wenn das bedeutet, dass wir uns von einer Veranstaltung zurückziehen.“

Der Streit dreht sich um Israels Teilnahme

Hinter dem Rückzug steht ein Konflikt, der den ESC seit Jahren begleitet: die Teilnahme Israels. Die wichtigsten Punkte im Überblick:

  • Die Niederlande boykottierten 2026 gemeinsam mit vier weiteren Ländern – darunter Spanien – den Wettbewerb in Wien.
  • Grund war der Protest gegen die israelische Militäraktion im Gaza-Krieg.
  • Mitte August 2026 reagierte die EBU mit einer neuen Regel: Länder, die sich im Kriegszustand befinden, dürfen den ESC nicht ausrichten.
  • Avrotros hält diese Maßnahme für nicht ausreichend – und bleibt deshalb auch 2027 fern.

Die neuen Vorgaben der Rundfunkunion sorgten schon bei ihrer Bekanntgabe für Diskussionen. Welche Punkte die EBU im August beschlossen hat, hat SchlagerPlanet in diesem Artikel zusammengefasst: ESC 2027: Neue Regeln sorgen für Diskussionen.

Die bulgarische Sängerin Dara beim ESC-Finale 2026 in Wien
Dara beim Finale des Eurovision Song Contest, Wiener Stadthalle, 16.05.2026. Foto: IMAGO / TT (Jessica Gow)

ESC 2027: Das steht bereits fest

Der nächste Song Contest findet am 15. Mai 2027 in Burgas statt. Die bulgarische Küstenstadt setzte sich als Gastgeberin durch, nachdem Dara 2026 mit „Bangaranga“ den ersten Sieg für Bulgarien geholt hatte. Warum nicht die Hauptstadt Sofia den Zuschlag bekam, lesen Sie hier: ESC 2027: Diese Gastgeber-Stadt überrascht alle Fans.

ESC 2027 im Überblick Stand
Finale 15. Mai 2027
Gastgeberland Bulgarien
Gastgeberstadt Burgas
Titelverteidigerin Dara mit „Bangaranga“
Erste Absage Niederlande (Avrotros)
Dara feiert ihren ESC-Sieg mit Fans in Sofia
Dara feiert ihren ESC-Sieg bei einer Feier in der Innenstadt von Sofia, 19.05.2026. Foto: IMAGO / ZUMA Press (Igor Lenkin)

Ist die Tür für die Niederlande noch offen?

Ganz endgültig ist das Aus für die niederländische Teilnahme nicht: Avrotros ist zwar der Sender, der den ESC-Beitrag traditionell verantwortet – theoretisch könnte aber ein anderes niederländisches Haus einspringen. Genau darauf setzt ESC-Direktor Martin Green, der die Hoffnung äußerte, dass ein anderer Sender aus den Niederlanden die Aufgabe übernimmt.

Ob sich tatsächlich jemand findet, ist offen. Für die Fans bedeutet das: Bis zum Finale am 15. Mai 2027 in Burgas bleibt unklar, ob eines der ESC-Gründungsländer nach zwei Jahren Pause zurückkehrt – oder ob der Wettbewerb erneut ohne die Niederlande über die Bühne geht.

Von: Julian Weber bearbeitet mit KI

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