Zwei Wochen nach dem Tod von Dolly Parton hat ihre jüngere Schwester Stella im US-Fernsehen über die letzten Monate gesprochen – und dabei ein Detail genannt, das selbst im engsten Umfeld der Country-Ikone lange niemand wusste.
Dolly Parton starb am 25. August 2026 im Alter von 80 Jahren in Nashville. Ihr Sprecher bestätigte dem US-Magazin „People“, dass die Sängerin nach einem kurzen Kampf gegen eine Krebserkrankung im Vanderbilt-Ingram Cancer Center gestorben ist. Welche Krebsart es war und wann genau die Diagnose gestellt wurde, hat die Familie bis heute nicht öffentlich gemacht. Genau diese Zurückhaltung erklärt Schwester Stella Parton nun – und sie hatte einen sehr persönlichen Grund.
Stella Parton spricht bei „CBS Mornings“
Am Mittwoch, dem 9. September 2026, saß die 77-jährige Sängerin in Nashville für „CBS Mornings“ Moderatorin Gayle King gegenüber. Dort schilderte sie, warum ihre Schwester die Erkrankung selbst vor einem großen Teil der eigenen Familie geheim hielt.
„Dolly wollte nicht, dass das jemand erzählt, denn Dolly konnte nichts Negatives ertragen. Sie hätte nicht gewollt, dass sich ihre Fans deswegen sorgen. Sie wollte nicht, dass sich viele aus der Familie sorgen.“
Stella Parton über ihre Schwester, „CBS Mornings“, 9. September 2026
Eingeweiht war demnach nur ein kleiner Kreis. „Einige von uns wussten es, diejenigen, die ihr näherstanden – aber nicht jeder Verwandte“, sagte Stella Parton in dem Interview. Ihre Schwester habe schlicht nicht gewollt, dass Menschen traurig sind. Über die Anteilnahme der vergangenen Wochen, so Stella, wäre Dolly Parton froh gewesen: Sie hätte gewusst, dass diese Zuneigung der Familie beim Trauern helfe. Weitere Teile des Gesprächs sendete „CBS Mornings“ am Donnerstag, dem 10. September 2026.
Was öffentlich bekannt war – und was nicht
Dolly Parton hatte in ihren letzten Lebensmonaten durchaus über gesundheitliche Probleme gesprochen. Sie nannte Nierensteine, Schwierigkeiten mit dem Verdauungssystem, Schwindel und Dehydrierung. Das Wort Krebs fiel öffentlich nie. Stattdessen betonte sie, ihre Ärzte hätten ihr versichert, alles sei behandelbar.
| Zeitpunkt | Was passierte |
|---|---|
| September 2025 | Parton verschiebt ihre geplanten Las-Vegas-Konzerte, ihr Arzt rät zu „ein paar Eingriffen“. |
| Oktober 2025 | Nach Gerüchten um ihren Zustand meldet sie sich per Video: „I ain’t dead yet!“ |
| 14. August 2026 | Sie sagt einen Dollywood-Termin ab und wird per Video zugeschaltet: „Mein Arzt in Nashville hat mir die Flügel gestutzt.“ |
| 25. August 2026 | Dolly Parton stirbt mit 80 Jahren in Nashville. |
| 9. September 2026 | Schwester Stella spricht bei „CBS Mornings“ über die geheim gehaltene Diagnose. |
Wer die Aussagen nebeneinanderlegt, erkennt ein Muster: Parton sprach offen über alles, was harmlos klang – und ließ das Entscheidende weg. Mehr zu dieser Chronologie steht in unserem Bericht „Dolly Parton: Das hat sie bis zuletzt verschwiegen“.
Die Familie bittet um Rücksicht
Für die Angehörigen sind die Wochen seit dem Tod belastend geblieben. Anfang September wandte sich Stella Parton in den sozialen Medien gegen die Flut an Falschmeldungen und KI-generierten Inhalten, die seit dem Todestag kursieren. Ihr Appell an die Öffentlichkeit lässt sich in drei Punkten zusammenfassen:
- keine erfundenen oder KI-generierten Inhalte über die Verstorbene verbreiten,
- der trauernden Familie mit Rücksicht statt mit Häme begegnen,
- das Andenken durch Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft wahren.

Statt Blumen hatte die Familie bereits nach dem Todestag um Spenden für Partons Kinderbuch-Initiative „Imagination Library“ gebeten.
Der Satz, der alles über Dolly Parton erzählt
Den bewegendsten Teil hob Stella Parton sich für einen Beitrag in den sozialen Medien Ende August auf. Darin schilderte sie, was ihre Schwester ihr kurz vor ihrem Tod anvertraut hatte: Sollte es für sie selbst keine Hoffnung mehr geben, dann solle ihr Ärzteteam trotzdem experimentelle Medikamente an ihr einsetzen dürfen – in der Hoffnung, damit künftigen Patientinnen und Patienten zu helfen.
Es ist dieser Satz, der die Geheimhaltung erklärt: Dolly Parton hat ihre Diagnose nicht verschwiegen, weil sie sich schämte oder Angst vor Schlagzeilen hatte. Sie hat sie verschwiegen, weil sie bis zuletzt nicht wollte, dass sich jemand um sie sorgt – und weil sie selbst im Sterben noch überlegte, wem ihre Krankheit am Ende nützen könnte.
Mehr über das Erbe der Country-Legende lesen Sie in unserem Überblick zu Dolly Partons Vermögen. Wie sie schon 2025 auf Spekulationen über ihre Gesundheit reagierte, zeigt dieser Rückblick.
Von: Julian Weber bearbeitet mit KI