Am Dienstag, dem 25. August 2026, ist Dolly Parton im Alter von 80 Jahren in Nashville gestorben. Rund um den Globus trauern Fans um die „Queen of Country“. Nun haben ihre Sprecher mitgeteilt, woran die Sängerin gestorben ist – und damit eine Erkrankung bestätigt, die Parton selbst nie öffentlich benannt hatte. Ihre letzte Botschaft an die Welt bestand aus fünf Worten.
Dolly Parton: Sprecher nennen die Todesursache
Die Nachricht vom Tod der Country-Legende hatte sich am Dienstagabend deutscher Zeit über die sozialen Kanäle der Sängerin verbreitet. Zur Todesursache schwieg die Familie zunächst. Wenige Stunden später bestätigte ihr Team gegenüber dem US-Magazin „People“, dass Parton an Krebs erkrankt war. In der offiziellen Mitteilung heißt es:
„After bravely facing a brief battle with cancer, Dolly departed her Earthly life today at the Vanderbilt-Ingram Cancer Center surrounded by loved ones.“ – „Nachdem sie einen kurzen Kampf gegen den Krebs tapfer geführt hat, hat Dolly heute ihr irdisches Leben im Vanderbilt-Ingram Cancer Center verlassen, umgeben von ihren Liebsten.“
Statement des Teams von Dolly Parton, 25. August 2026
Das Vanderbilt-Ingram Cancer Center ist die onkologische Klinik der Vanderbilt University in Nashville – jener Stadt, in der Parton ihre Karriere begonnen hatte und in der sie zuletzt lebte. Sie starb dort im Kreis ihrer Familie.

Welche Krebsart? Diese Frage bleibt offen
Um welche Krebsart es sich handelte und wann die Diagnose gestellt wurde, hat ihr Team ausdrücklich nicht mitgeteilt. Auch eine offizielle behördliche Angabe zur Todesursache – etwa aus einem Totenschein – liegt bislang nicht vor. Alles, was öffentlich bestätigt ist, ist die Formulierung vom „kurzen Kampf gegen den Krebs“.
Genau diese Kürze überrascht: Parton hatte in den vergangenen Monaten mehrfach über ihre Gesundheit gesprochen – von Krebs war dabei nie die Rede. Sie nannte Nierensteine, Probleme mit Immun- und Verdauungssystem sowie Kreislaufbeschwerden. Im Oktober 2025 hatte ihre Schwester Freida in einem Post um Gebete für die „große Schwester“ gebeten und damit weltweit Sorge ausgelöst. Parton stellte damals in einem Video selbst klar: „I ain’t dead yet“ – ich bin noch nicht tot. Freida relativierte später, es sei „nichts weiter als eine kleine Schwester, die um Gebete für ihre große Schwester bittet“ gewesen.
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Die letzten Monate: eine Chronologie der Gesundheits-Updates
Rückblickend zeichnen Partons eigene Wortmeldungen das Bild einer Frau, die ihre Fans beruhigen wollte, während sich ihr Zustand offenbar verschlechterte.
| Datum | Anlass | Aussage |
|---|---|---|
| September 2025 | Absage der Las-Vegas-Konzertreihe | Verschiebung wegen „health challenges“ |
| Oktober 2025 | Instagram-Video nach Gerüchten | „I ain’t dead yet“ |
| März 2026 | Saisonstart in Dollywood | „I’ve had a few little health issues, and we’re taking good care of them“ |
| 4. Mai 2026 | Instagram-Update | „I’m responding really well to meds and treatments, and I’m improving every day“ |
| 14. August 2026 | Videobotschaft für Dollywood | „I get a little dizzy, and I get dehydrated“ – „All is going well on the medical end of things“ |
| 21. August 2026 | Interview mit „People“ | Sie sprach von „hard times with my health“ |
| 25. August 2026 | Tod in Nashville | Mitteilung des Teams: „brief battle with cancer“ |
Nur vier Tage vor ihrem Tod hatte Parton dem Magazin „People“ erklärt, sie habe ihre eigene Gesundheit vernachlässigt, während sie sich um ihren kranken Ehemann Carl Dean kümmerte. Dean, mit dem sie seit 1966 verheiratet war, starb im März 2025. Wenige Monate später verlor sie auch ihren älteren Bruder Denver.
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Ein Neffe als Stimme der Familie
Verkündet wurde der Tod nicht von einer PR-Agentur, sondern von Bryan Seaver – dem Sohn ihrer Schwester Cassie, der mehr als zwei Jahrzehnte lang Partons Sicherheitschef war. In einem Video auf ihrem Instagram-Kanal trat er im Namen der Familien Parton und Owens vor die Kamera. Die Aufgabe hatte Parton ihm selbst übertragen, lange vorher.
„Diese Video-Ankündigung ist etwas, um das Dolly mich vor Jahren gebeten hat – bevor ich es als künftige Realität wirklich begriffen habe.“
Bryan Seaver, Neffe von Dolly Parton
Seaver betonte, Parton habe nicht nur ihm, sondern „ihrer gesamten Familie Türen geöffnet“ – und darüber hinaus „Generationen von Sängern, Songschreibern, Musikern und Träumern auf jedem Kontinent“. Die Trauer liege bei den Hinterbliebenen, nicht bei Dolly selbst, sagte er; sie sei nun wieder mit ihrem Mann Carl vereint. Sein Schlusssatz spielte auf ihren berühmtesten Song an: „She will always love you.“
Auf ihrem eigenen Instagram-Profil hinterließ die Familie zudem eine letzte Botschaft im Namen der Sängerin – fünf Worte, die zugleich der Titel ihres Welthits von 1974 sind: „I will always love you.“
Trauerfeier im engsten Kreis – Spenden statt Blumen
Eine große öffentliche Gedenkfeier wird es nach dem Willen der Sängerin nicht geben. Geplant ist laut Familie eine kleine, private Trauerfeier ausschließlich für die engsten Angehörigen. Statt Blumen bittet die Familie um Spenden für Partons Kinderbuch-Initiative, die Imagination Library, die monatlich Millionen Bücher kostenlos an Familien verschickt.
Seaver gab auch einen sehr persönlichen Wunsch seiner Tante weiter: Sie habe darum gebeten, in einem Bett aus weicher Baumwolle zur letzten Ruhe gelegt zu werden – nach Jahrzehnten in schweren, strassbesetzten Bühnenkostümen wollte sie am Ende vor allem Bequemlichkeit.
Weltweite Trauer – von Nashville bis Hollywood
Schon am Todestag legten Fans Blumen und Briefe an ihrem Stern auf dem Music City Walk of Fame in Nashville, an ihrem Stern auf dem Hollywood Walk of Fame, an der Bridgestone Arena und vor den Toren ihres Hauses in Brentwood ab. Aus Musik und Politik kamen unzählige Nachrufe:
- Reba McEntire verabschiedete sich von „meiner Freundin Dolly“ und dankte ihr für ihre Musik.
- Kacey Musgraves schrieb schlicht: „Dolly. This really really hurts.“
- Maren Morris nannte sie ein Licht: „there will never be another“.
- Die Country Music Hall of Fame erklärte: „Dolly Parton’s legacy is not celebrity, but humanity.“
- US-Präsident Donald Trump ordnete an, die Flaggen für eine Woche auf halbmast zu setzen.
- J. K. Rowling würdigte die Imagination Library als „den besten Beitrag zur Leseförderung, den je ein Prominenter geleistet hat“.

Sieben Jahrzehnte Karriere: die wichtigsten Daten
| Steckbrief | Dolly Parton |
|---|---|
| Vollständiger Name | Dolly Rebecca Parton |
| Geboren | 19. Januar 1946 in Pittman Center, Tennessee |
| Gestorben | 25. August 2026 in Nashville, Tennessee |
| Familie | viertes von zwölf Kindern; verheiratet mit Carl Dean (1966–2025) |
| Größte Hits | „Coat of Many Colors“ (1971), „Jolene“ (1973), „I Will Always Love You“ (1974), „9 to 5″ (1980) |
| Auszeichnungen | elf Grammy Awards, 25 Nummer-1-Hits in den US-Country-Charts |
| Hall of Fame | Country Music Hall of Fame (1999), Rock & Roll Hall of Fame (2022) |
| Weitere Projekte | Freizeitpark Dollywood, Imagination Library |
Auch im deutschsprachigen Raum war Parton eine Größe: Ihr „Jolene“ gehört zum Standardrepertoire vieler Country- und Schlagerbühnen, und 2024 sorgte ein gemeinsames Foto von Andreas Gabalier mit Dolly Parton für Spekulationen über ein Duett. Deutsche Country-Interpretinnen wie Linda Feller nannten sie über Jahre als Vorbild.
Was bleibt
Bestätigt ist damit: Dolly Parton starb an Krebs, nach einer Erkrankung, die ihr Team als „kurzen Kampf“ beschreibt und über die die Öffentlichkeit bis zu ihrem Tod nichts wusste. Welche Krebsart es war, wann die Diagnose fiel und ob die Behandlungen, von denen sie im Mai noch hoffnungsvoll sprach, mit dieser Erkrankung zusammenhingen – all das hat die Familie bewusst offengelassen. Es ist eine letzte Grenze, die eine Frau zieht, die sieben Jahrzehnte lang fast alles mit ihrem Publikum geteilt hat.
Was sie dagegen sehr wohl geregelt hatte: wer die Nachricht überbringt, wie die Beerdigung aussehen soll, wo Spenden hingehen – und welche fünf Worte am Ende stehen sollten.
Von: Julian Weber bearbeitet mit KI