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Kristina Vogel: Trotz Rollstuhl hegt sie diesen Wunsch

07.08.2026, 11:38 Uhr

Kristina Vogel hat als Radsportlerin zweimal Olympia-Gold geholt, dann veränderte ein Trainingsunfall ihr Leben für immer. Seit 2018 sitzt die 35-Jährige im Rollstuhl – ihren Kampfgeist hat sie deshalb aber nicht verloren. Im Podcast „WONDERMOM“ von Natascha Ochsenknecht hat Vogel jetzt einen Herzenswunsch verraten, mit dem viele nicht gerechnet haben dürften.

Kristina Vogels Geständnis im Podcast

Zu Gast bei Natascha Ochsenknecht (61) sprach Kristina Vogel offen über ihre Zukunftspläne – und die haben nichts mit dem Radsport zu tun. Auf die Frage nach ihren Fernseh-Wünschen wurde die Ex-Sportlerin deutlich:

„Ich hätte auf alle Fälle Bock auf ‚Let’s Dance‘.“

Kristina Vogel im Podcast „WONDERMOM“

Ganz naiv geht die 35-Jährige die Sache nicht an. Ihr ist bewusst, dass eine Teilnahme an der RTL-Tanzshow für sie eine völlig neue sportliche Herausforderung wäre: „Ich hab das nie gemacht, ich müsste das ja quasi auch lernen“, gab sie unumwunden zu. Genau dieser Reiz des Unbekannten scheint es ihr aber angetan zu haben – schließlich hat sich die gebürtige Kirgisin ihr Leben lang über den Vergleich mit anderen definiert.

Wer ist Kristina Vogel?

Kaum eine deutsche Bahnradsportlerin war so erfolgreich wie Kristina Vogel. Ein Überblick über die wichtigsten Stationen ihrer Karriere:

Kategorie Angabe
Geburtsdatum 10. November 1990
Geburtsort Bischkek, Kirgisistan
Sportart Bahnradsport (Sprint)
Olympiasiege 2012 London (Teamsprint), 2016 Rio (Einzelsprint)
Weitere Erfolge Elffache Weltmeisterin (2012-2017)
Unfall 26. Juni 2018, Bahnrad-Trainingszentrum Cottbus
Heute TV-Expertin, Inklusions-Botschafterin

Der Trainingsunfall, der ihr Leben veränderte

Am 26. Juni 2018 kollidierte Kristina Vogel bei einer Trainingseinheit im Cottbuser Bahnradstadion in hohem Tempo mit einem niederländischen Junioren-Fahrer. Die Wucht des Aufpralls war so massiv, dass sich mehrere Wirbel brachen und ihr Rückenmark am siebten Brustwirbel durchtrennt wurde. Die Diagnose: Querschnittslähmung. Seitdem sitzt die zweifache Olympiasiegerin im Rollstuhl.

Trotz dieses Einschnitts zog sich Vogel nie aus der Öffentlichkeit zurück. Sie engagierte sich politisch, ist als gefragte Speakerin unterwegs und tritt regelmäßig als TV-Expertin und Interviewpartnerin auf – erst kürzlich war sie bei der Bahnrad-Europameisterschaft der U19/U23 in Cottbus als Ehrengast vor Ort.

Kristina Vogel im Rollstuhl bei einer Bahnrad-Veranstaltung in Cottbus
Kristina Vogel im VIP-Bereich der Bahnrad-Europameisterschaften in Cottbus, 11.07.2026. Foto: IMAGO / frontalvision.com (Arne Mill)

Vorbild aus Norwegen: So machte es Birgit Skarstein

Dass Tanzen im Rollstuhl längst kein Widerspruch mehr ist, hat eine andere Para-Sportlerin bereits vorgemacht. Die norwegische Ausnahmeathletin Birgit Skarstein tanzte 2020 bei der norwegischen Version von „Let’s Dance“, „Skal vi danse?“, an der Seite von Profitänzer Philip Raabe – und sorgte damit für eine der emotionalsten Geschichten in der Geschichte des Formats. Selbst Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit zeigte sich damals von der Leistung beeindruckt.

Genau diese Geschichte scheint Kristina Vogel Mut zu machen. Wenn eine Rollstuhlfahrerin in Norwegen zeigen konnte, wie viel Ausdruck und Körperspannung auch ohne Beine möglich sind, warum sollte es bei RTL nicht auch funktionieren?

Kein Wunsch von heute auf morgen

Neu ist der Traum von der Tanzfläche für Kristina Vogel keineswegs. Bereits 2024 hatte sie gegenüber der „Bild“-Zeitung erklärt, trotz ihrer körperlichen Einschränkungen eine neue Form des Selbstausdrucks finden zu wollen. Dass sie das Thema Jahre später erneut öffentlich anspricht, zeigt: Es handelt sich nicht um eine spontane Schnapsidee, sondern um einen echten Herzenswunsch.

Was für eine Teilnahme sprechen würde:

  • Vogel bringt als Spitzensportlerin jahrelange Erfahrung mit Körperbeherrschung und Balance mit.
  • Mit Birgit Skarstein gibt es bereits ein internationales Vorbild für Rollstuhltanz in einem „Let’s Dance“-Format.
  • Vogel ist durch ihre TV-Auftritte bereits bekannt und medienerfahren.
  • Ihre Geschichte von Comeback und Willenskraft würde dem Format neue emotionale Tiefe verleihen.

Wird aus dem Traum Realität?

Ob RTL tatsächlich auf Kristina Vogel zugeht, ist bislang offen – eine offizielle Bestätigung des Senders gibt es nicht. Fest steht: Der Wunsch ist bei der Olympiasiegerin da, und mit jedem Interview, in dem sie ihn wiederholt, wächst der öffentliche Druck auf die Verantwortlichen ein kleines bisschen weiter. Sollte es tatsächlich klappen, wäre Vogel die erste Rollstuhlfahrerin in der deutschen „Let’s Dance“-Geschichte.

Von: Julian Weber bearbeitet mit KI

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