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Thomas Gottschalk: Hella von Sinnen findet klare Worte

17.07.2026, 09:40 Uhr

Immer wieder wird Thomas Gottschalk für seinen Umgang mit weiblichen Gästen in seiner einstigen Show „Wetten, dass..?“ kritisiert. Jetzt hat sich Hella von Sinnen zu Wort gemeldet – und findet überraschend milde Worte für ihren langjährigen TV-Kollegen.

Sexismus-Debatte um „Wetten, dass..?“

Im Dokumentarfilm „Was haben wir gelacht“ wird der Sexismus gegenüber Frauen im deutschen Unterhaltungsfernsehen der 1990er- und 2000er-Jahre aufgearbeitet. Im Fokus steht dabei immer wieder Thomas Gottschalk, der in seiner einstigen ZDF-Show mit anzüglichen Sprüchen und Körperkontakt zu weiblichen Gästen auffiel.

Auch Hella von Sinnen ist Teil der Doku. Im Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ) sprach sie nun über ihren TV-Kollegen – und erklärte, warum ausgerechnet er immer wieder im Zentrum der Debatte steht: weil er „der Beliebteste“ gewesen sei und ihm deshalb alle sein Verhalten nachgesehen hätten.

„Er hatte kein Regulativ“

Ganz vom Haken lässt von Sinnen ihren Kollegen zwar nicht, doch einen bösen Willen unterstellt sie ihm nicht:

„Ich unterstelle ihm noch nicht mal Frauenfeindlichkeit oder Sexismus. Er war all die Jahre mit seiner superstarken Thea zusammen. Thomas Gottschalk wollte nur spielen. Der wusste, dass er ein gut aussehender Charming Boy ist, und er hatte kein Regulativ.“

Hella von Sinnen im Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“

Beim ZDF, so von Sinnen weiter, habe ihm zudem nie jemand nahegelegt, sein Verhalten zu überdenken. Ein Umfeld, das ihn nie gebremst habe – das ist der Kern ihrer Erklärung.

Hella von Sinnen beim Kölner Treff
Hella von Sinnen beim Kölner Treff, 16.09.2022. Foto: IMAGO / Future Image (R. Schmiegelt)

Gottschalk äußerte sich schon 2024 selbst

Gottschalk war bereits 2024 im „Spiegel“ mit den Sexismus-Vorwürfen konfrontiert worden. Damals rechtfertigte er sich: „Ich habe Frauen im TV rein dienstlich angefasst. Wie ein Schauspieler, der im Film küsst, weil es im Drehbuch steht. Das lasse ich mir nicht als Attacke vorwerfen.“

Einen Sinneswandel räumte er dennoch ein: Heute würde er es anders machen, „weil ich weiß, dass gewisse Dinge mittlerweile politisch inkorrekt sind, die es damals nicht waren.“

Die wichtigsten Aussagen im Überblick

  • Hella von Sinnen: Gottschalk war „der Beliebteste“ und wurde deshalb selten für sein Verhalten kritisiert.
  • Sie unterstellt ihm weder Frauenfeindlichkeit noch bewussten Sexismus.
  • Beim ZDF habe ihm nie jemand geraten, sein Verhalten zu ändern.
  • Gottschalk selbst räumt ein, manches heute anders zu machen.
Datum Ereignis
2024 Gottschalk rechtfertigt sich im „Spiegel“-Interview
07.07.2026 Premiere der Doku „Was haben wir gelacht“ in Köln
16.07.2026 Hella von Sinnen äußert sich im NOZ-Interview

Am Ende bleibt es die gleiche Erklärung, die schon oft für Gottschalk bemüht wurde: ein Mann seiner Zeit, gefeiert statt gebremst – und mittlerweile selbst um Einsicht bemüht. Ob das ausreicht, um die Debatte um „Wetten, dass..?“ zu beenden, ist damit aber noch nicht gesagt. Weitere Stimmen aus der Doku, etwa von Esther Schweins, fallen deutlich kritischer aus.

Von: Julian Weber bearbeitet mit KI

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