Patricia Blanco hat am Sonntag, 18. Oktober 2026, ihren 55. Geburtstag gefeiert. Die Tochter von Schlagerlegende Roberto Blanco ist heute vor allem aus dem Reality-TV bekannt – und für eine Verwandlung, die sie nie versteckt hat. Fast 60 Kilo weniger, ein Magenbypass, mehrere Schönheitsoperationen und ein Eingriff, der gründlich schiefging: Ein Blick zurück auf einen langen und schmerzhaften Weg.
Patricia Blanco vor den OPs: Die Tochter des Schlagerstars
Geboren wurde Patricia Blanco am 18. Oktober 1971 in Unterhaching bei München, ihr bürgerlicher Name lautet Patricia Zerquera. Lange Zeit war sie in der Öffentlichkeit vor allem eines: die Tochter von Roberto Blanco („Ein bisschen Spaß muss sein“). Auf Fotos aus den 2000er-Jahren zeigt sie sich bei Premieren, Bällen und auf dem Oktoberfest – deutlich fülliger als heute.

Wie sie sich damals fühlte, hat sie später in einem Interview mit der „Bild“ beschrieben:
„Ich habe mir durch mein Gewicht eine Schutzhülle aufgebaut und mich nie als schön empfunden.“
Patricia Blanco gegenüber der „Bild“ (zitiert nach t-online)
Auch ihre Ernährung schilderte sie offen: „Mein ganzer Tag bestand aus Süßigkeiten“, sagte sie der Zeitung. Einem Interview mit der „Bild“ zufolge, über das web.de 2023 berichtete, sieht sie die Ursachen bis in ihre Kindheit zurückreichen. Als Tochter eines berühmten Vaters habe sie sich „verloren“.
Dschungelcamp, Magenbypass und die große Abnahme
Bekannt wurde Patricia Blanco einem breiten Publikum spätestens 2015 bei „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“, wo sie Platz zehn belegte. Um diese Zeit begann auch ihre radikale Gewichtsabnahme. Laut t-online verlor sie innerhalb von rund anderthalb Jahren etwa 60 Kilo und halbierte damit ihr Gewicht. Je nach Bericht ist insgesamt von 55 bis knapp 60 Kilo die Rede.
Geholfen hat ihr dabei ein Magenbypass. Den Eingriff beschrieb sie gegenüber der „Bild“ als „kein Spaziergang“:
„Es waren unendlich viele Schmerzen nach der OP.“
Patricia Blanco gegenüber der „Bild“ über den Magenbypass
Drei Monate lang hätten sie Übelkeit und Müdigkeit begleitet. Dazu kamen eine Ernährungsumstellung und viel Sport: 2016 berichtete t-online von Crossfit-Training viermal pro Woche und dem Vorsatz, nach 18 Uhr kaum noch etwas zu essen.
Sieben Stunden auf dem OP-Tisch – vor laufender Kamera
Nach der Abnahme blieb überschüssige Haut. 2016 ließ sich Patricia Blanco in einer rund siebenstündigen Operation behandeln, bei der unter anderem Haut gestrafft und Fett an Bauch, Beinen und Po abgesaugt wurde. Ein Kamerateam der Vox-Doku „Goodbye Deutschland“ begleitete den Eingriff. Ihr damaliges Motto, das bild.de zitierte: „Mein Körper bleibt meine Lebensaufgabe.“
Das Brust-Drama von 2017
Der schwerste Rückschlag folgte Ende 2017. Im August hatte sie t-online noch erzählt, dass sie sich die Brust straffen lassen wolle – „Das ist keine aufwendige OP, der Busen soll einfach nur ein bisschen weiter nach oben.“ Doch nach dem Eingriff in einer Düsseldorfer Klinik waren bei der Nachkontrolle die Brustwarzen schwarz verfärbt, die Durchblutung war gestört, das Gewebe abgestorben. Die Klinik erklärte laut t-online, während der Operation habe es keine Komplikationen gegeben, Blanco habe die Klinik vorzeitig und gegen ärztlichen Rat verlassen. Die Frage der Verantwortung blieb offen.
Wie dramatisch die Lage war, schilderte sie 2020 gegenüber RTL: „Als das entfernt worden war, hatte ich da zwei Löcher und habe jeden Tag das Innenleben meines Busens gesehen.“ Der „Bild“ sagte sie: „Ich hätte sterben können, bin aus der Pfusch-Klinik geflüchtet.“
Erst nach rund zwei Jahren kam die Wende: Ein Arzt rekonstruierte die Brustwarzen mit Stammzellen aus der Bauchdecke und Eigenfett, außerdem ließ sie sich laut t-online in einer Essener Beautyklinik die Brustwarzen per 3D-Tätowierung nachbilden. „Endlich fühle ich mich wieder als Frau“, sagte sie der „Bild“.
Diese Eingriffe hat Patricia Blanco öffentlich gemacht
Patricia Blanco hat aus ihren Behandlungen nie ein Geheimnis gemacht. Laut Medienberichten gehören dazu unter anderem:
- Brustvergrößerung (laut t-online schon vor 2016)
- Magenbypass
- Fettabsaugung und Hautstraffung an Bauch, Beinen und Po (2016)
- Bruststraffung mit Komplikationen (2017) und spätere Rekonstruktion
- Eingriffe im Gesicht – an Falten, Oberlidern, Lippen und Nase
- Po-Auffüllung mit Hyaluronsäure (2022)
Über die Po-Behandlung bei Dr. Afschin Fatemi sprach sie im Mai 2022 mit der „Abendzeitung“: „Ich erhoffe mir einen pralleren Po, eine bessere Form“ – und hinterher: „Ich bin super happy.“
Die Verwandlung im Überblick
| Jahr | Station |
|---|---|
| 1971 | Geburt am 18. Oktober in Unterhaching bei München |
| 2015 | Dschungelcamp (Platz 10), Beginn der großen Abnahme |
| 2016 | Rund 60 Kilo weniger, siebenstündige OP für „Goodbye Deutschland“ |
| 2017 | Bruststraffung in Düsseldorf, Brustwarzen sterben ab |
| 2020 | Rekonstruktion der Brustwarzen |
| 2022 | Po-Auffüllung mit Hyaluronsäure |
| 2026 | 55. Geburtstag am 18. Oktober |
Roberto Blanco und die Tochter, die er nicht erkannte
Auch das Verhältnis zu ihrem Vater hat unter den Jahren gelitten. Bei „Promi Big Brother“ 2023 sprach Patricia Blanco über den Bruch. Laut Promiflash soll Roberto Blanco seine Tochter 2017 auf der Frankfurter Buchmesse nach ihren Eingriffen nicht erkannt und gefragt haben: „Wer sind Sie?“ Roberto Blanco selbst sagte der „Bild“ zu dem Thema, es handle sich um „ein Thema für die Familie und kein Thema für die Öffentlichkeit“. Wie schwer ihr das Verhältnis zu schaffen macht, zeigte 2025 auch ihre traurige Beichte über Vater Roberto.

Mit 55: Was hinter den OPs steckt
Heute setzt Patricia Blanco laut t-online neben weiteren Behandlungen vor allem auf Sport und gesunde Ernährung. Und sie hat für sich eine Erklärung gefunden, warum sie sich so oft unters Messer gelegt hat. Ihr „Wunsch, endlich schön zu sein“, sei größer gewesen als die Angst, sagte sie der „Bild“. Und weiter:
„Hinter meinen OPs stand Scham.“
Patricia Blanco gegenüber der „Bild“
Von Kritik lässt sie sich nicht beirren: „Aber ich gehe meinen Weg, und zwar den, den ich für richtig halte“, zitiert sie t-online. Mehr über ihr Leben abseits der Kameras gibt es in unserem Porträt zu Patricia Blanco privat – und was zuletzt im Reality-TV los war, lesen Sie in „Patricia Blanco bricht ihr Schweigen“.