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Jimi Blue Ochsenknecht: Neuer Haftbefehl erlassen

09.10.2026, 10:43 Uhr

Kaum ist das Betrugsurteil von Innsbruck gesprochen, holt Jimi Blue Ochsenknecht (34) die nächste offene Rechnung ein. Diesmal geht es nicht um eine Hotelparty in Tirol, sondern um eine Behandlung beim Zahnarzt – und um einen Termin, zu dem der Schauspieler nicht erschienen sein soll. Die Folge: ein neuer Haftbefehl aus Deutschland.

Amtsgericht Hannover erlässt neuen Haftbefehl

Wie t-online unter Berufung auf die „Bild“ und die Deutsche Presse-Agentur berichtet, hat das Amtsgericht Hannover als Vollstreckungsgericht einen Haftbefehl gegen den früheren „Die Wilden Kerle“-Star erlassen. Ein Sprecher bestätigte dies gegenüber der „Bild“.

Im Kern geht es um eine Forderung von rund 7.000 Euro aus einer Zahnarztrechnung. Laut dem österreichischen Portal oe24, das sich ebenfalls auf die „Bild“ bezieht, stammt die Forderung von einer Berliner Zahnarztpraxis. Der zugrunde liegende Vollstreckungstitel datiert bereits aus dem Jahr 2021. Nach Angaben von oe24 wurde der Haftbefehl schon am 20. August 2026 erlassen und ist weiterhin gültig.

Vermögensauskunft verpasst: Darum geht es

Hintergrund ist ein Termin zur sogenannten Vermögensauskunft. Zu diesem soll Jimi Blue Ochsenknecht trotz ordnungsgemäßer Ladung nicht erschienen sein. Der Haftbefehl soll ihn nun dazu bewegen, seine Vermögensverhältnisse offenzulegen.

Wichtig für die Einordnung: Eine Gefängnisstrafe ist das nicht. Es handelt sich um ein Zwangsmittel der Zwangsvollstreckung. Das bedeutet konkret:

  • Die Haft endet, sobald Ochsenknecht die geforderte Auskunft über sein Vermögen abgibt.
  • Die Schulden selbst bleiben bestehen – die rund 7.000 Euro sind damit nicht beglichen.
  • Nach deutschem Recht darf eine solche Haft höchstens sechs Monate dauern (§ 802j ZPO).

Jimi Blue Ochsenknecht hat sich zu dem neuen Vorwurf bislang nicht geäußert.

Jimi Blue Ochsenknecht vor Prozessbeginn am Landesgericht Innsbruck
Jimi Blue Ochsenknecht vor Prozessbeginn am Landesgericht Innsbruck, 22.08.2025. Foto: IMAGO / Eibner (Groder)

Erst vor wenigen Tagen in Innsbruck verurteilt

Der neue Haftbefehl wird nur wenige Tage nach einem Urteil in Österreich bekannt. Am 1. Oktober 2026 verurteilte das Landesgericht Innsbruck den in Dubai lebenden Schauspieler wegen schweren Betrugs zu einer Geldstrafe von 34.500 Euro. Sein Anwalt hatte vor Gericht argumentiert, Ochsenknecht habe ohne Betrugsvorsatz gehandelt. Gegen das Urteil hat er Berufung wegen Nichtigkeit und Strafe angemeldet, darüber entscheidet nun das Oberlandesgericht Innsbruck. Das Urteil ist damit nicht rechtskräftig.

In dem Verfahren ging es um eine Hotelrechnung von knapp 14.000 Euro für eine Geburtstagsfeier im Jahr 2021 in einem Vier-Sterne-Hotel in Tirol. Im Juni 2025 war Ochsenknecht deswegen am Hamburger Flughafen festgenommen worden. Die Rechnung wurde im Sommer 2025 beglichen. Alle Details zum Urteil lesen Sie hier: Jimi Blue Ochsenknecht: Gericht verhängt 34.500 Euro Strafe.

Die Justiz-Chronik im Überblick

Zeitpunkt Was passierte
2021 Geburtstagsfeier in einem Tiroler Hotel, Rechnung über knapp 14.000 Euro bleibt offen; Vollstreckungstitel wegen der Zahnarztrechnung
Juni 2025 Festnahme am Hamburger Flughafen wegen der Hotelrechnung
Sommer 2025 Hotelrechnung wird beglichen
März 2026 Strafbefehl des Amtsgerichts München wird rechtskräftig (Restaurantrechnung in Graz)
1. Oktober 2026 Landesgericht Innsbruck verurteilt ihn zu 34.500 Euro Geldstrafe (nicht rechtskräftig)
Oktober 2026 Neuer Haftbefehl des Amtsgerichts Hannover wird bekannt – es geht um rund 7.000 Euro aus einer Zahnarztrechnung

Was jetzt auf Jimi Blue Ochsenknecht zukommt

Ob und wann der Haftbefehl vollstreckt wird, ist nicht bekannt. Der einfachste Weg aus der Situation ist zugleich der naheliegendste: Gibt er die Vermögensauskunft ab, ist der Haftbefehl erledigt – die offene Zahnarztrechnung allerdings noch nicht.

Für den Sohn von Natascha und Uwe Ochsenknecht reißt die Serie juristischer Probleme damit nicht ab. Bereits im März 2026 sorgte ein weiterer Fall für Schlagzeilen: Schon wieder: Strafbefehl gegen Jimi Blue Ochsenknecht. Auch privat lief es zuletzt nicht nach Plan: Yeliz Koc und Jimi Blue: Plan vom zweiten Baby geplatzt.

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