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„Jetzt ist Schluss!“: Günther Jauch rastet bei „Wer wird Millionär?“ komplett aus

12.03.2026, 07:50 Uhr

Ein sprichwörtlicher Donnerhall hallte durchs „Wer wird Millionär?“-Studio, als Günther Jauch einem nervösen Kandidaten das schärfste aller TV-Stopp-Signale verpasste – und damit den vielleicht denkwürdigsten Moment der aktuellen Staffel einläutete.

Zweiter Anlauf, große Nervosität: Luke Rothfuchs sitzt endlich bei Jauch

RTL / Stefan Gregorowius
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Für Luke Rothfuchs war es kein gewöhnlicher Auftritt bei „Wer wird Millionär?“. Der Student saß nämlich nicht zum ersten Mal im Studio von Günther Jauch – und genau deshalb war dieser Moment für ihn offenbar noch emotionaler. Schon vor vier Jahren war er einmal in der RTL-Show zu sehen, damals allerdings mit einem ziemlich bitteren Ausgang.

Denn statt auf dem Ratestuhl zu landen, scheiterte Luke seinerzeit bereits an einer Auswahlfrage. Günther Jauch reagierte damals mit einem Spruch, der hängen blieb: „Haben Sie eine Grundschule besucht?“ Genau dieser Moment wurde später im Netz zum kleinen Kultclip und millionenfach angeklickt. Umso größer war diesmal die Erleichterung, dass es Luke nun tatsächlich auf den heißen Stuhl geschafft hat. Und seine Freude darüber war nicht zu übersehen.

„Das ist der Wahnsinn!“: Der Kandidat kann sein Glück kaum fassen

RTL / Stefan Gregorowius
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Als Luke Rothfuchs diesmal wirklich vor Günther Jauch saß, war die Euphorie sofort da. Der Student wirkte überwältigt von dem Moment und machte daraus auch kein Geheimnis. Seine ersten Worte klangen wie die Erfüllung einer späten Revanche: „Und jetzt sitze ich hier, Herr Jauch, das ist der Wahnsinn!“

Gerade weil seine erste Begegnung mit der Show so unerquicklich verlaufen war, bekam dieser Satz eine besondere Bedeutung. Es war, als wolle Luke damit klarstellen: Diesmal bin ich wirklich angekommen. Doch lange hielt die Euphorie nicht ungestört an. Denn schon früh wurde deutlich, dass dieser Abend für ihn nervlich ziemlich anstrengend werden würde. Bereits bei einer vergleichsweise kleinen Summe kam er ins Straucheln – und musste viel früher auf Hilfe zurückgreifen, als ihm lieb gewesen sein dürfte.

Schon bei 200 Euro wird es heikel

RTL / Stefan Gregorowius
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Normalerweise hoffen viele Kandidaten, ihre Joker möglichst lange zu sparen. Bei Luke Rothfuchs lief das allerdings ganz anders. Bereits bei der 200-Euro-Frage musste er den 50:50-Joker einsetzen. Gesucht war die Bezeichnung für die eher unglamouröse Haarfarbe „straßenköterblond“ – und schon hier wurde es für ihn unsicher.

Spätestens an diesem Punkt war klar: Dieser Auftritt würde kein lockerer Durchmarsch werden. Statt souverän von Frage zu Frage zu marschieren, kämpfte Luke früh mit der Nervosität. Das machte ihn für viele vermutlich umso greifbarer – aber eben auch anfälliger für Druck. Und genau dieser Druck entlud sich später bei einer deutlich wichtigeren Frage. Dort wurde die Lage so angespannt, dass sogar Günther Jauch irgendwann eingreifen musste.

Bei 8.000 Euro kippt die Stimmung plötzlich

RTL / Stefan Gregorowius
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Besonders dramatisch wurde es bei der 8.000-Euro-Frage. Luke sollte wissen, wie lange die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt, Säuglinge zu stillen. Eigentlich eine Wissensfrage, bei der ein Telefonjoker helfen sollte – doch genau dieser rettende Anruf brachte zunächst eher zusätzliche Verunsicherung.

Denn der Telefonjoker tippte zuerst auf die falsche Antwort. Für Luke begann damit sichtbar das Grübeln. Je länger er nachdachte, desto mehr stieg die Anspannung – und die entlud sich schließlich verbal. Laut Berichten fluchte er mehrfach mit deutlicher Fäkalsprache vor sich hin. Das ließ Günther Jauch nicht einfach laufen. Mit trockenem Ton zog der Moderator eine klare Grenze und sagte: „So, Sie haben jetzt drei Mal ‚Scheiße‘ gesagt, jetzt ist Schluss! Dreimal ‚Scheiße‘ und einmal ‚Kacke‘.“ Damit war der Moment plötzlich nicht nur nervös, sondern auch ziemlich skurril.

Entschuldigung im Studio – und dann rettet eine Dame aus dem Publikum

RTL / Stefan Gregorowius
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Luke Rothfuchs merkte offenbar selbst schnell, dass er sich im Ton vergriffen hatte. Er ruderte zurück und entschuldigte sich noch im Studio. Seine Worte klangen ehrlich – und ziemlich überfordert: „Es tut mir leid wegen dem ganzen Fluchen, aber es ist auch einfach eine Situation hier.“

Genau dieser Satz machte klar, wie sehr ihn der Moment mitgenommen hatte. Um doch noch zur richtigen Antwort zu kommen, zog er schließlich den Zusatzjoker. Und ausgerechnet eine Dame aus dem Publikum wusste die Lösung. Damit wurde die Situation doch noch gerettet – wenn auch über Umwege. Für Luke war das offenbar ein wichtiger Moment, um wieder etwas Boden unter die Füße zu bekommen. Trotzdem blieb der Abend bis zum Schluss eine Mischung aus Nervenkitzel, Pannen und sympathischer Überforderung.

Am Ende 16.000 Euro – und ein Wiedersehen, das hängen bleibt

RTL / Stefan Gregorowius
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Am Ende verabschiedete sich Luke Rothfuchs mit 16.000 Euro aus der Sendung. Kein Jackpot, aber für ihn wohl trotzdem ein deutlich versöhnlicheres Ergebnis als bei seinem ersten, legendär schiefgelaufenen Auftritt vor vier Jahren.

Besonders in Erinnerung bleibt dabei nicht nur seine Gewinnsumme, sondern vor allem das Zusammenspiel mit Günther Jauch. Der Moderator zeigte einmal mehr, warum er seit Jahren das Gesicht der Show ist: trocken, schlagfertig und trotzdem souverän genug, um auch dann ruhig zu bleiben, wenn im Studio plötzlich derb geflucht wird. Genau diese Mischung machte auch Lukes zweiten Anlauf so sehenswert. Statt eines perfekten Quiz-Abends bekamen die Zuschauer einen Auftritt voller Nervosität, Patzer und kurioser Momente – also genau die Art Fernsehen, die bei „Wer wird Millionär?“ oft am längsten hängen bleibt.

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