Ihr Lied lief 1976 im Radio und in der ZDF-Hitparade – kurz darauf verschwand Elke Best von der Bühne. Der Grund war ein Mann aus Hamburg, dessen Name später in ganz anderem Zusammenhang durch die Stadt ging.
Der Hit, der alles möglich machte
Elke Best, am 18. Dezember 1956 in Duisburg als Elke Droßard geboren, stand früh auf der Bühne: Ab 1972 sang sie bei der Kölner Gruppe Sandwich, erste Soloaufnahmen entstanden unter der Regie von Peter Maffay und Michael Kunze, später arbeitete sie mit Gunter Gabriel zusammen.
Der große Moment kam im September 1976 mit der Single „Die Babies krieg‘ immer noch ich“. Das Lied kletterte bis auf Platz 34 der deutschen Singlecharts und hielt sich dort sieben Wochen – gesungen hat sie es auch in der ZDF-Hitparade, der wichtigsten Schlagerbühne jener Jahre. Das berichtet t-online in einem Rückblick auf ihre Karriere.
| Steckbrief | Elke Best |
|---|---|
| Geboren | 18. Dezember 1956 in Duisburg (als Elke Droßard) |
| Erste Band | Kölner Gruppe Sandwich (ab 1972) |
| Größter Hit | „Die Babies krieg‘ immer noch ich“ (1976), Platz 34 |
| Comeback-Single | „Du bist der Größte“ (Anfang 1979) |
| Karriereende | Anfang der 1980er-Jahre |
| Ehen | Thomas Born (ab 1977), Christian Kohlund (seit 1982) |
| Kinder | Francesca (1984) und Luca (1993) |
Die Hochzeit, die alles veränderte
Kurz nach dem Charterfolg heiratete die Sängerin den Hamburger Kampfsportler Thomas Born, in der Stadt bekannt als „Karate-Tommy“. Er hatte 1976 eine Sportschule am Hofweg in Uhlenhorst eröffnet. Best zog nach Hamburg – und ließ die Musik liegen. Statt im Studio stand sie in der Sportschule ihres Mannes.
„Erst kommt die Liebe, dann die Musik.“
Elke Best 1979 im Hamburger Abendblatt, zitiert nach t-online
Rückblickend fiel ihr Urteil über das Geschäft noch deutlicher aus: „Ein solches ‚Star-Dasein‘ passte mir nicht“, sagte sie später. Rund 18 Monate dauerte die selbst gewählte Pause.
Vom Sportlehrer zur Kiez-Größe
Während seine Frau aus dem Rampenlicht verschwand, rückte Born in ein ganz anderes Milieu. Laut t-online, das sich auf Recherchen des NDR beruft, wurde er Anführer der sogenannten „Nutella-Bande“ und galt als „starker Arm“ der „Abteilung Stress“, die in den 1980er-Jahren Teile des Prostitutionsgeschäfts auf St. Pauli kontrollierte.
Comeback – und der endgültige Abschied
Anfang 1979 meldete sich Elke Best mit „Du bist der Größte“ zurück, einem Lied, das sie ihrem Ehemann widmete. Ein zweiter großer Hit wurde daraus nicht. Anfang der 1980er-Jahre zerbrach die Ehe mit Born, und kurz darauf endete auch die Karriere der Sängerin – nach rund zehn Jahren im Geschäft. Ein Abschied in jungen Jahren, wie ihn in der Branche andere Stars erst nach Jahrzehnten vollziehen.
- 1972: Einstieg als Sängerin bei der Gruppe Sandwich
- 1976: größter Hit und Auftritt in der ZDF-Hitparade
- 1977: Hochzeit mit Thomas Born, Umzug nach Hamburg, Bühnenpause
- 1979: Comeback mit „Du bist der Größte“
- Anfang 1980er: Trennung von Born und Karriereende

Was aus Elke Best wurde
Die Auflösung der Geschichte hat einen Namen, den Millionen Fernsehzuschauer kennen: Christian Kohlund. Der Schweizer Schauspieler, bekannt aus der „Schwarzwaldklinik“, dem „Traumschiff“ und seit Jahren als Anwalt Thomas Borchert im „Zürich-Krimi“, heiratete Elke Best im Jahr 1982. Kennengelernt hatten sich die beiden in New York, näher kamen sie sich beim Wiedersehen in Hamburg.
Das Paar ist seit mehr als 40 Jahren zusammen und hat zwei erwachsene Kinder, Tochter Francesca (Jahrgang 1984) und Sohn Luca (Jahrgang 1993). Dass beide Elternteile aus dem Showgeschäft kommen, ist in der Branche keine Seltenheit – viele Kinder von Schlagerstars wachsen so auf.

Über das Geheimnis der langen Ehe sagte Kohlund 2019 laut t-online: „Das hat viel mit Glück, ja vielleicht sogar Schicksal zu tun.“ Seine Frau blieb dem Musikgeschäft fern – aus einer Sängerin, die 1976 kurz ganz oben stand, wurde eine Ehefrau und Mutter, die das Rampenlicht ihrem Mann überließ. Wie unterschiedlich Liebesgeschichten in der Schlagerwelt verlaufen, zeigt kaum ein Lebenslauf so deutlich wie ihrer.
Von: Julian Weber bearbeitet mit KI