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Frauke Ludowigs Tochter Nika: Ein Jahr Klinik – und ein Appell

14.09.2026, 11:16 Uhr

Frauke Ludowig gehört seit Jahrzehnten zu den bekanntesten Gesichtern im deutschen Fernsehen – über das Privatleben ihrer beiden Töchter spricht die RTL-Moderatorin dagegen selten. Nun hat sich ihre jüngere Tochter Nika Röffen selbst zu Wort gemeldet. In einem sehr persönlichen Video schildert sie eine Erkrankung, die ihren Alltag jahrelang bestimmt hat – und ein Jahr, das für sie alles veränderte.

Nika Röffen spricht auf TikTok über ihre Erkrankung

Nika Röffen ist die jüngere der beiden Töchter von Frauke Ludowig, ihre Schwester Nele zeigt sich regelmäßig auf roten Teppichen. Nika selbst arbeitet als Model und studiert an der AMD Akademie Mode & Design in Berlin. Auf TikTok, wo ihr rund 45.000 Menschen folgen, hat sie sich Anfang September einem Thema gewidmet, das sie bislang weitgehend für sich behalten hatte: ihrer Zwangsstörung.

Wie t-online berichtet, begann die Erkrankung, als sie 14 Jahre alt war. Sie beschreibt sie als eine Form des sogenannten magischen Denkens – sie verknüpfte alltägliche Handlungen mit der Angst, dass anderen Menschen etwas zustoßen könnte.

„Ich verbinde Dinge, die ich tue, mit einem Angstgedanken und denke, dass was passiert.“

Nika Röffen in ihrem TikTok-Video, zitiert nach t-online

@nikaroe Zwangsstörungen Talk #ocd #zwangsstörung ♬ original sound – Nika

„Als es ganz schlimm war, konnte ich nichts mehr machen“

Vor rund zwei Jahren verschlechterte sich ihr Zustand massiv. Die Zwänge bestimmten irgendwann den kompletten Tagesablauf. Was sie über diese Phase erzählt, macht das Ausmaß deutlich:

  • Handlungen musste sie nach eigener Schilderung „hundertmal bis zweihundertmal“ wiederholen, bis der Angstgedanke nachließ.
  • „Manchmal habe ich drei, vier Stunden lang gebraucht, bis ich essen konnte“, sagt sie in dem Video.
  • Auch der Weg ins Bett wurde zur Hürde – mehrfach schlief sie aus Erschöpfung auf der Treppe ein.
  • „Ich hatte keine anderen Gedanken mehr“, beschreibt sie die Intensität der Zwänge.

Die Erkrankung nennt sie rückblickend „das Schlimmste, was mir jemals passiert ist“. Hinzu kam die Angst, den Bezug zur Realität zu verlieren.

Frauke Ludowig moderiert das Finale der 19. Staffel von Let's Dance in Köln
Anna-Carina Woitschack und Evgeny Vinokurov mit Moderatorin Frauke Ludowig im Finale der 19. Staffel von „Let’s Dance“, Köln, 29.05.2026. Foto: IMAGO / Panama Pictures (Christoph Hardt)

Ein Jahr in der Klinik

Den Wendepunkt brachte ein Klinikaufenthalt, der nach übereinstimmenden Berichten rund ein Jahr dauerte. Ihr Studium pausierte sie dafür. Über diese Entscheidung sagt sie heute die Sätze, die ihr Video für viele so eindringlich machen:

„Ich wüsste nicht, ob ich jetzt noch am Leben wäre, wäre ich nicht in diese Klinik gegangen.“

Nika Röffen über ihren Klinikaufenthalt

Zeitpunkt Was Nika Röffen schildert
Mit 14 Jahren Beginn der Zwangsstörung
Vor rund zwei Jahren Deutliche Verschlechterung, Alltag kaum noch möglich
Danach Rund ein Jahr Aufenthalt in einer Klinik
Heute Studium in Berlin, Therapie etwa alle drei Wochen

Wie es ihr heute geht

Verschwunden ist die Erkrankung nicht, aber sie hat gelernt, damit umzugehen. Ihre Therapeutin sieht sie nach eigenen Angaben etwa alle drei Wochen. Sie studiert wieder, arbeitet als Model und ist zuletzt erstmals seit Langem wieder verreist – etwas, das ihr lange unvorstellbar erschien. „Ich bin auf einem guten Weg“, sagt sie.

Öffentliche Auftritte der Familie sind ohnehin selten, wenn es um Persönliches geht. Frauke Ludowig selbst teilt nur ausgewählte private Momente, etwa ein Video mit ihrem 92-jährigen Vater. Auch ein Moderationsauftritt mit Augenklappe sorgte zuletzt für Nachfragen der Fans, ebenso eine unerwartete Begegnung im TV.

Warum Nika Röffen jetzt darüber spricht

Genau darin liegt der eigentliche Grund für das Video: Nika Röffen will anderen Betroffenen Mut machen. Zwangsstörungen gelten als häufig unterschätzt, viele Erkrankte sprechen aus Scham jahrelang mit niemandem darüber. Ihr Appell fällt deshalb sehr direkt aus.

„Ihr müsst da nicht alleine durch. Geht zur Therapie, es wird euer Leben verändern.“

Nika Röffen an andere Betroffene

Eine öffentliche Reaktion ihrer Mutter auf das Video gibt es bislang nicht.

Hilfe bei psychischen Belastungen bietet die Telefonseelsorge rund um die Uhr und kostenfrei unter 0800 111 0 111 und 0800 111 0 222. Informationen zu Zwangserkrankungen und Anlaufstellen finden Betroffene und Angehörige bei der Deutschen Gesellschaft Zwangserkrankungen e. V.

Von: Julian Weber bearbeitet mit KI

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