Der Tod von Hubert Aiwanger hat ganz Bayern erschüttert – und auch Schlagersängerin Claudia Jung. Die 62-Jährige saß einst selbst für die Freien Wähler im Landtag und meldet sich nun mit sehr persönlichen Worten. Dass ihre Gedanken vor allem bei Aiwangers Familie sind, hat einen traurigen Grund.
Der bayerische Wirtschaftsminister und Vorsitzende der Freien Wähler, Hubert Aiwanger, ist am Mittwoch, 4. November 2026, im Alter von 55 Jahren überraschend in Berlin gestorben. Er wurde in seinem Hotelzimmer tot aufgefunden, die Todesursache ist noch unklar. Eine Obduktion war für Donnerstag angesetzt. Unter den vielen Menschen, die um den Politiker trauern, ist auch eine Kollegin aus seinen frühen Landtagsjahren.
Claudia Jung: „Zutiefst geschockt“
Auf Instagram teilt Claudia Jung ein gemeinsames Foto mit Hubert Aiwanger und erinnert an ihn als unermüdlichen Politiker. Sie schreibt:
„Ich bin zutiefst geschockt über den viel zu frühen Tod meines ehemaligen Kollegen. Ich kannte Hubert immer als niemals müde werdenden ‚Kämpfer‘, der mit all seiner Energie seine politischen Ziele verfolgt hat und maßgeblich beteiligt war, die Freien Wähler zu dem zu machen, was Sie heute sind und so werde ich ihn in Erinnerung behalten.“
Claudia Jung auf Instagram
Claudia Jung und Hubert Aiwanger: Kollegen im Landtag
Die beiden verbindet ein gemeinsames Kapitel bayerischer Politik. Bei der Landtagswahl im September 2008 schafften die Freien Wähler erstmals den Sprung in den Bayerischen Landtag – und mit ihnen zogen sowohl Hubert Aiwanger als auch Claudia Jung ins Maximilianeum ein. Aiwanger führte die Partei damals bereits seit 2006 als Landesvorsitzender und wurde zu ihrem prägenden Gesicht.
| Claudia Jung | Hubert Aiwanger | |
|---|---|---|
| Partei | Freie Wähler | Freie Wähler |
| Im Landtag | 2008 bis 2013 | ab 2008 |
| Rolle in der Partei | Abgeordnete (Oberbayern) | Landesvorsitzender seit 2006, Bundesvorsitzender seit 2010 |
| Beruf | Schlagersängerin | Politiker, zuletzt Wirtschaftsminister und stellvertretender Ministerpräsident |
Claudia Jung, die mit bürgerlichem Namen Ute Singer heißt, gehörte dem Landtag eine Wahlperiode lang an. 2013 trat sie zwar erneut für die Freien Wähler an, zog aber nicht wieder ins Parlament ein.

Ihre Gedanken gelten Tanja Schweiger und den Kindern
Im zweiten Teil ihres Beitrags wendet sich Claudia Jung an die Hinterbliebenen. Aiwanger und die Regensburger Landrätin Tanja Schweiger waren fast 20 Jahre ein Paar – auch Schweiger zog 2008 für die Freien Wähler in den Landtag ein. Seit 2012 standen die beiden öffentlich zu ihrer Beziehung, verheiratet waren sie nicht. Gemeinsam haben sie zwei Söhne.
„Meine Gedanken gelten im Moment aber vor allem seiner Lebensgefährtin Tanja Schweiger und den gemeinsamen Kindern, da ich aus eigener schmerzhaften und immer noch frischen Erfahrung weiß, wie sehr so ein Ereignis der ganzen Familie den Boden unter den Füßen wegreißt.“
Claudia Jung auf Instagram
Warum Claudia Jung diesen Schmerz so gut kennt
Die „immer noch frische Erfahrung“, von der die Sängerin spricht, liegt erst wenige Monate zurück. Im Januar 2026 starb ihr Ehemann Hans Singer nach einer Krebserkrankung. Die beiden waren seit 1997 verheiratet und haben eine gemeinsame Tochter. Seitdem hat Claudia Jung immer wieder offen über ihre Trauer gesprochen – etwa, als sie einen besonderen Wunsch ihres verstorbenen Mannes verriet. Auch bei ihrem Auftritt beim „Schlagerbooom“ Open Air wurde es emotional.
Ihre Worte zum Tod von Hubert Aiwanger sind deshalb mehr als eine Beileidsbekundung unter ehemaligen Kollegen:
- Sie erinnert an Aiwanger als „Kämpfer“, der die Freien Wähler maßgeblich geprägt hat.
- Sie richtet den Blick auf die Familie, die den Verlust nun verkraften muss.
- Und sie weiß aus eigenem Erleben, wie es sich anfühlt, den eigenen Partner zu verlieren.