Vor mehr als 25 Jahren eroberte Heike Kloss als tollpatschig-verliebte „Biene“ an der Seite von Atze Schröder die Wohnzimmer der Republik. Jetzt feierte die Schauspielerin ihren 58. Geburtstag – und ein Blick auf ihr Leben zeigt, wie viel sich seither wirklich verändert hat.
Kult-Serie „Alles Atze“: Darum ist „Biene“ bis heute unvergessen
Wer Anfang der Zweitausenderjahre am Freitagabend den Fernseher einschaltete, kam an „Alles Atze“ kaum vorbei. Am 7. Januar 2000 ging die RTL-Comedyserie um Ruhrpott-Macho Atze Schröder erstmals auf Sendung und lief bis 2007 über sechs Staffeln. Schröder spielte darin einen Kioskbesitzer in Essen-Kray, der seinen Vermieter Opa Pläte in den Wahnsinn treibt und seinen Angestellten Murat Günaydin beschäftigt.
Die Serie trieb gängige Vorurteile bewusst auf die Spitze – über den gesamten Cast hinweg:
- Murat Günaydin (Fatih Çevikkollu): wurde wiederholt auf seine Herkunft reduziert.
- Opa Pläte (Jürgen Mikol): der griesgrämige Rentner, für den Ressentiments fast selbstverständlich waren.
- Harry Möller (Norbert Heisterkamp): Atzes bester Freund, der sich nur über Muskeln und Sex definierte.
- Viktor Schimanek (Johannes Rotter/Waldemar Kobus): der Polizist, der selbst offensichtliche Verbrecher nicht erkannte.
- „Biene“ (Heike Kloss): Atzes naive, ihn förmlich anhimmelnde Freundin.
„Atze, du bist soooo süß!“
Figur „Biene“, Dauerausruf in „Alles Atze“
Wer steckt hinter „Biene“? Heike Kloss privat
Heike Kloss wurde am 12. Juli 1968 in Sulz am Neckar geboren. Nach einem Tanztraining an der Schule von Alvin Ailey in New York absolvierte sie eine Musicalausbildung am Theater an der Wien und ergänzte ihre Ausbildung mit Schauspielunterricht in den USA. Es folgten Engagements bei den Musicals „Cats“ (Hamburg), „Grease“ (Berlin) und „Chicago“ (München) – lange bevor RTL sie als „Biene“ bekannt machte.
Karriere nach „Alles Atze“: Theater statt Fernsehen
Nach dem Ende der Serie 2007 zog es Kloss vor allem auf die Theaterbühne. Von 2006 bis 2009 stand sie in der Hauptrolle Cora Hübsch im Stück „Mondscheintarif“ in Düsseldorf, Köln, Berlin und weiteren Städten auf der Bühne. 2011 folgte die erste Zusammenarbeit mit Regisseur Dieter Wedel: Bei den Nibelungenfestspielen Worms verkörperte sie Gräfin Wilhelmine von Grävenitz in „Die Geschichte des Joseph Süß Oppenheimer – genannt Jud Süß“ und in „Das Vermögen des Herrn Süß“. 2019 stand sie als Zoe im Musical „The Band“ auf der Bühne, das mit der Musik von Take That am 11. April 2019 im Berliner Stage Theater des Westens Premiere feierte.
Vor der Kamera war Kloss seltener zu sehen: 2004 spielte sie in einem „Tatort“ an der Seite von Ulrike Folkerts, 2015 gewann sie die 33. Folge von „Promi Shopping Queen“.
| Steckbrief | Heike Kloss |
|---|---|
| Geboren | 12. Juli 1968 in Sulz am Neckar |
| Bekannt als | „Biene“ in „Alles Atze“ (2000–2007) |
| Ausbildung | Tanz (Alvin Ailey, New York), Musical (Theater an der Wien) |
| Bühne | „Cats“, „Grease“, „Chicago“, „The Band“, Nibelungenfestspiele Worms |
| TV | „Tatort“ (2004), Gewinnerin „Promi Shopping Queen“ (2015) |
| Familie | Ehemann Harald Braun, zwei Töchter (geboren 2007 und 2010) |
Heike Kloss heute: Familie und Bühne im Mittelpunkt
Auch privat ist bei Kloss viel passiert. Mit Ehemann Harald Braun hat sie zwei Töchter, Olivia und Marla, die regelmäßig bei öffentlichen Auftritten an ihrer Seite zu sehen sind – etwa bei Premieren und Familien-Events in Berlin.

Im Fernsehen tritt Kloss nur noch vereinzelt auf, dafür teilt sie auf Instagram Einblicke in ihren Alltag und berufliche Neuigkeiten mit ihren Followern.
So sieht „Biene“ mehr als 25 Jahre später wirklich aus
Am 12. Juli, ihrem 58. Geburtstag, war Kloss gemeinsam mit Tochter Olivia beim Classic Open Air auf dem Gendarmenmarkt in Berlin zu Gast. Auch bei der Weltpremiere von „Cirque du Soleil – Alize“ im November 2025 zeigte sie sich mit Olivia an ihrer Seite – und das, was auffällt, ist vor allem eines: Heike Kloss hat sich optisch erstaunlich wenig verändert. Von der naiven „Biene“ aus Essen-Kray ist die Herzlichkeit geblieben, die Bühnenpräsenz ebenso – nur das Rampenlicht sucht sich die Schauspielerin heute deutlich seltener aus als noch in ihren RTL-Jahren.
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Von: Julian Weber bearbeitet mit KI