So offen Vanessa Mai sonst über ihr Privatleben spricht – zum Thema Glaube hat sich die Schlagersängerin bislang kaum geäußert. In ihrem Podcast „Schön laut“ holt sie das nun nach und verrät ein Detail, das selbst ihre Podcast-Partnerin überrascht.
Vanessa Mai ist längst aus der Kirche ausgetreten. An Gott glaubt die 33-Jährige trotzdem. In ihrem gemeinsamen Podcast mit Lola Weippert sprach sie nun offen über ihr ganz persönliches Abendritual.
Das verrät Vanessa Mai im Podcast „Schön laut“
„Ich bete tatsächlich jeden Abend im Bett zu Gott. Mache ich, seit ich denken kann“, gesteht die Musikerin. Dabei gehe es ihr immer um dasselbe Thema: Dankbarkeit. Es seien „immer die gleichen Sätze, es ist mit der Hand zusammenschlagen und das Kreuz machen und sowas“. Als Kind habe sie sogar „Briefe an den lieben Gott“ geschrieben.
„Ich glaube, es gibt keinen Tag, es gibt keinen Abend, an dem ich das nicht mache. Jeden Abend ist es das Letzte, was ich mache.“
Vanessa Mai im Podcast „Schön laut“
Kirche ausgetreten, Glaube an Gott bleibt
Trotz ihres Gebetsrituals ist Mai kein Kirchenmitglied mehr: „Wir sind auch ausgetreten.“ Für sie schließt sich das aber nicht aus: „Für mich gehört das nicht zusammen.“ Ihre Podcast-Kollegin Lola Weippert zeigt sich von dem Geständnis überrascht: „Ich hätte nicht gedacht, dass du betest, aber ich finde es irgendwie ganz süß.“
Lola Weippert glaubt an „Energie“ statt an Gott
Die ARD-Moderatorin verrät im Podcast ebenfalls, aus der Kirche ausgetreten zu sein – allerdings aus anderen Gründen: „Ich wollte Steuern sparen und ich glaube nicht an Gott.“ Ihre eigene Überzeugung beschreibt sie so: „Ich glaube ans Universum, ich glaube an Energie. Ich glaube nicht, dass da irgendein alter, weißer Mann oben sitzt, der sagt: Du darfst und du nicht.“
Ein Vergleich der beiden Podcast-Partnerinnen und ihres Verhältnisses zu Glaube und Kirche:
| Person | Kirchenmitgliedschaft | Persönlicher Glaube |
|---|---|---|
| Vanessa Mai | Ausgetreten | Betet jeden Abend zu Gott |
| Lola Weippert | Ausgetreten (u. a. wegen Kirchensteuer) | Glaubt an „Universum“ und „Energie“ |
Weippert wünscht sich beim Thema Religion vor allem Toleranz. Ihr Appell:
- Jeder soll in seinem eigenen Glauben bleiben können
- Niemand soll sich deswegen in die Enge gedrängt fühlen
- Konflikte entstehen erst, wenn ein Glaube über einen anderen gestellt wird
Wörtlich sagt sie: „Bleibt doch alle in eurem Glauben, aber lasst euch damit einfach in Ruhe und in Frieden. Dann können wir alle nebeneinander leben.“ Besonders die Vorstellung, wegen des „falschen“ Glaubens „in der Hölle“ zu landen, findet Weippert „sehr problematisch“.
Vanessa Mai: „Bringt Demut in dein Leben“
Trotz der unterschiedlichen Standpunkte sind sich beide einig, dass eine Verbindung zu etwas Höherem einen positiven Effekt haben kann. „Wenn du an irgendwas glaubst, dann bringt es eine Demut in dein Leben“, sagt Mai dazu, „und das finde ich wichtig und schön.“